Burkhart von Braunbehrens

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Burkhart Braunbehrens (* 22. März 1941 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Maler und Miteigentümer des Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burkhart von Braunbehrens erhielt von 1957 bis 1959 Unterricht bei Willi Geiger in München. Von 1961 bis 1971 studierte er Soziologie, Romanistik, Kunstgeschichte und Volkswirtschaft. Laut taz war er „1968 Kopf der Studentenbewegung in Heidelberg“. Von 1972 bis 1975 war er Zeitungsredakteur bei der Kommunistischen Volkszeitung. Nach eigener Aussage erbte er seine Unternehmensanteile und investierte in den Aufbau der Druckerei des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW). Von 1976 bis 1980 war er als Industriearbeiter tätig, schloss eine Drucklehre ab und engagierte sich als Betriebsrat. Ab 1982 beteiligte er sich an Kunstausstellungen in Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigshafen, Berlin und Paris. Seit 1985 hat er ein Atelier in Ebertsheim. Der Musikwissenschaftler Volkmar Braunbehrens ist sein Zwillingsbruder, der Philologe Adrian Braunbehrens ein weiterer Bruder.

Sein öffentlicher Widerspruch im Juni 2012 gegen den Verkauf von Panzern seines eigenen Unternehmens an Saudi-Arabien zu Zeiten des Arabischen Frühlings erregte bundesweit Aufmerksamkeit. Unter anderem schrieb er einen offenen Brief an den Bundespräsidenten Joachim Gauck. Laut Medienberichten wurde er daraufhin aus dem Gesellschafterkreis seines Unternehmens abgewählt.[1][2][3]

Die Debatte über die Panzerdeals war von einer Aktion der Künstlerinitiative Zentrum für politische Schönheit belebt worden. Um das Geschäft zu verhindern, setzte sie eine Prämie von 25.000 Euro für Hinweise aus, die die Eigentümer von Krauss-Maffei Wegmann ins Gefängnis bringen.[4][5]

2013 stellte von Braunbehrens im Wirtschaftsteil der Welt am Sonntag dar, wie sein Versuch bis dahin scheiterte, seine Anteile an dem Rüstungsunternehmen zu veräußern.[6] 2014 konnte er den Ausstieg aus der Beteiligung über ein Schiedsgerichtverfahren und einen Vergleich erreichen.[7][8]

Burkhart Braunbehrens ist Mitglied im Künstlerbund Rhein-Neckar.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Krauss-Maffei Wegmann: Haben keinen Panzerauftrag aus Saudi-Arabien Focus online 18. Juni 2012.
  2. Deal mit Deutschland - Saudis wollen bis zu 800 Panzer taz 17. Juni 2012.
  3. Rüstungseigentümer zum Panzerdeal - Der Protest hat noch Chancen taz 18. Juni 2012
  4. Rüstungsfirma Kraus-Maffei Wegmann - Stur wie ein Panzer Süddeutsche Zeitung 21. Juni 2012
  5. https://www.youtube.com/watch?v=76sJF1qSXJ8
  6. Welt am Sonntag: Grundsätze werden dem nationalen Vorteil geopfert vom 20. Oktober 2013, Seite 42
  7. welt.de: Ex-KMW-Miteigentümer Braunbehrens gründet Stiftung für Flüchtlinge
  8. aufschrei-waffenhandel.de: Die Braunbehrens - eine Panzerfamilie
  9. kuenstlerbund-rhein-neckar.de: Profil Burkhart Braunbehrens (abgerufen am 28. November 2017)