Butzheim

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Butzheim
Koordinaten: 51° 2′ 51″ N, 6° 42′ 43″ O
Höhe: 71 m ü. NHN
Fläche: 9,38 km²
Postleitzahl: 41569
Vorwahl: 02183

Der Ortsteil Butzheim der Gemeinde Rommerskirchen hat rund 1.000 Einwohner.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Butzheim liegt etwa 20 km nordwestlich von Köln und etwa 20 km südwestlich von Düsseldorf zwischen den Städten Grevenbroich, Dormagen und Pulheim an der Bundesstraße 477. Westlich schließt sich Nettesheim an. Nördlich an der B 477 liegen Frixheim und Anstel. Etwas weiter nördlich entfernt folgen Dormagen-Broich und Dormagen-Gohr. Südwestlich von Butzheim liegt der Bahnhof Rommerskirchen und die Ortschaft Rommerskirchen-Eckum.

Butzheim, Kapelle

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besiedlung des Gebietes reicht bis in die Mittelsteinzeit zurück. Auch durch die Römer war der Bereich Nettesheim-Butzheim besiedelt. Das Dorf in seiner heutigen Gestalt ist aus einer fränkischen Siedlung entstanden. Dies geschah sehr wahrscheinlich im 6. oder 7. Jahrhundert. Erstmals erwähnt wurde der Ortsname in einer Urkunde aus dem Jahr 962 als „Budichim“. Im Mittelalter finden sich Spuren der Ritter von Butzheim. Ein „Godefirdus de Bozheim“ wurde in einer Urkunde aus dem Jahre 1195 erwähnt.

Bis 1794 gehörte Butzheim zum Dingstuhl Rommerskirchen im Amt Hülchrath im Kurfürstentum Köln. Nach dem Einmarsch der Franzosen 1794 wurde das linksrheinische Gebiet französisch. 1798 wurde das Rheinland von den Franzosen in vier Departements (Rur/Roer, Rhein-Mosel, Saar und Donnersberg) aufgeteilt. Departements waren in Arrondissements/etwa Regierungsbezirke unterteilt, diese wiederum in Cantone/etwa Kreise und diese wieder in Mairien/Bürgermeistereien. Als unterste Verwaltungseinheit entstand in diesem Gebiet die Mairie Nettesheim. Diese gehörte zum Kanton Dormagen im Arrondissement de Cologne im Département de la Roer. Nach dem Abzug der französischen Besatzungstruppen infolge des Zusammenbruchs des napoleonischen Reiches 1814 wurde das katholisch geprägte Rheinland beim Wiener Kongress dem protestantischen Preußen zugesprochen. 1815 kam Butzheim zur Gemeinde Nettesheim-Butzheim, die zur Bürgermeisterei beziehungsweise später zum Amt Nettesheim und zum Landkreis Neuss gehörte.

Zwischen 1847 und 1894 verließen zahlreiche Familien ihren Heimatort Butzheim und suchten in Amerika eine neue Heimat. Zwischen 1868 und 1870 wurde in Butzheim eine Schule errichtet. 1871 hatte Butzheim 769 Einwohner.

Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Nettesheim-Butzheim aufgelöst und in die Gemeinde Rommerskirchen eingegliedert.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Nettesheim-Butzheim

  • 06. Juni 1961: 1203
  • 30. Juni 1964: 1222
  • 27. Mai 1970: 1373
  • 30. Juni 1974: 1720

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Butzheim, B 477

Nicht weit entfernt von Butzheim befindet sich der Bahnhof Rommerskirchen, der an die Eisenbahnlinie Köln-Mönchengladbach angeschlossen ist. Durch den Ort Butzheim verläuft die Bundesstraße 477. Außerdem ist der Ort an die Linien des BVR angeschlossen, die nach Grevenbroich und Dormagen verkehren.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neuss-Grevenbroicher-Zeitung – regionale Tageszeitung, Neusser Zeitungsverlag GmbH
  • Schaufenster – lokales Anzeigenblatt (dienstags), Neusser Zeitungsverlag GmbH
  • Rheinischer Anzeiger – lokales Anzeigenblatt (mittwochs), Neusser Zeitungsverlag GmbH
  • Erft-Kurier – lokales Anzeigenblatt (dienstags), Neusser Zeitungsverlag GmbH
  • NE-WS 89,4 – lokaler Radiosender (alle Tage), Neusser Zeitungsverlag GmbH

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Sebastianus-Schützenbruderschaft 1300 Sektion Nettesheim Butzheim e.V.
  • Bundestambourcorps Amiticia Nettesheim-Butzheim 1919
  • Laufgemeinschaft Butzheim (LG Butzheim)
  • Freiwillige Feuerwehr Nettesheim
  • Spielmannszug „Freude zur Musik“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der „Landstraße“ (B 477) befand sich das Restaurant „Oldiethek“ des Fernsehkochs Horst Lichter. Heute ist die ehemalige "Oldiethek" ein Wohnhaus.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 295.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Schmitz: Nettesheim-Butzheim 1800–1974. Rommerskirchen 1987 (Leben am Gillbach, Bd. 1).
  • Heinz Ohletz: Jahre, Menschen, Initiativen im Großkreis Grevenbroich. 1929–1974. Kreisverwaltung, Neuss 1975.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Butzheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien