Caicua

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Caicua
Der Suco Caicua liegt im Zentrum des Verwaltungsamts Vemasse.
Daten
Fläche 18,55 km²[1]
Einwohnerzahl 77 (2015)[1]
Chefe de Suco Geraldo Romaldo da Silva
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Bahamori 41
Caicua 36
Suco Caicua (Osttimor)
Suco Caicua
Suco Caicua
Koordinaten: 8° 35′ S, 126° 18′ O

Caicua ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Vemasse (Gemeinde Baucau).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Caicua eine Fläche von 22,99 km².[2] Nun sind es 18,55 km².[1] Der Suco Caicua liegt im Zentrum des Verwaltungsamts Vemasse. Westlich und nördlich liegt der Suco Vemasse, östlich liegen die Sucos Ostico, Uato-Lari und südlich der Suco Ossouala. Entlang eines Großteils der Ostgrenze fließt der Fluss Manuleiden.[3]

Im Suco befinden sich laut dem Diploma Ministerial n.° 199/09 die zwei Aldeias Bahamori und Caicua.[4]

Aktuelle Landkarten zeigen keine größeren Ortschaften auf dem Gebiet des Sucos.[3][5]

Die Orte Caicua und Bahamori liegen demnach im Suco Vemasse, nahe dem gleichnamigen Ort,[3][5] während eine Landkarte, die zwischen 2003 und 2004 gezeichnet wurde die Grenze von Caicua bis zu den beiden Orten in Vemasse ausdehnt.[6]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Caicua leben 77 Menschen (2015), davon sind 35 Männer und 42 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 4,1 Einwohner/km². Im Suco gibt es 22 Haushalte.[1] Die Liste der Wahllokale bei den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 gibt aber für den Suco Caicua im Wahllokal der Grundschule Escola Primaria Caicua eine Wählerzahl von 487 an.[7] 55,56 % der Einwohner sind unter 15 Jahre alt, 12,96 % über 60 Jahre. Alle Männer können lesen, von den Frauen sind aber ein Drittel Analphabeten. Fast 80 % der Einwohner geben Waimaha als ihre Muttersprache an. Über 10 % sprechen Galoli, etwa 5 % Tetum Prasa und ein paar Einwohner sprechen Habun als Muttersprache.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1979/80 wurden Menschen aus Caicua und anderen Siedlungen in den Hügeln um den Ort Vemasse gezwungen nach Natar Ulun, drei Kilometer entfernt von Vemasse umzusiedeln. Grund war die Isolation von Caicua, weswegen die Einwohner von den indonesischen Besatzern schwer zu kontrollieren waren. Indonesische Soldaten konnten nur schwer in die Region vordringen. Die Einwohner Caicuas wurden verdächtigt mit den Widerstandskämpfern der FALINTIL zusammenarbeiten.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Geraldo Romaldo da Silva zum Chefe de Suco gewählt[10] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[11]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

81,82 % der Einwohner halten Nutztiere. 2010 waren es 52 Hühner, 15 Schweine, 15 Schafe, 13 Ziegen, 3 Pferde und 4 Wasserbüffel. 45,45 % der Haushalte in Caicua betreiben Ackerbau. 35 % bauen Reis an, etwa 18 % jeweils Kokosnüsse, Kaffee und Obst, knapp 10 % jeweils Maniok, Mais und Gemüse. Zum Kochen verwenden die Einwohner allein Brennholz. Der Zugang zu Sanitäranlagen und sicheren Trinkwasser ist ein großes Problem. 18,2 % der Haushalte haben ein Telefon, ebenso viele ein Radio. Jeweils 9,1 % haben einen Fernseher oder einen Kühlschrank. Kein Einwohner besitzt einen Wagen, ein Motorrad oder ein Fahrrad.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  3. a b c Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  4. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  5. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF; 499 kB)
  6. Karte des Distrikts Baucau vom Instituto Superior Técnico und GERTIL
  7. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  8. a b Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Caicua (tetum; PDF; 8,6 MB)
  9. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (Memento des Originals vom 28. November 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavr-timorleste.org (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google