Carfreitag

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Carfreitag ist eine aus dem kirchlichen Feiertag Karfreitag und dem englischen Wort car (Auto) gebildete Verballhornung. Der Ausdruck bezeichnet einen „Autotag“ als Termin für Treffen der Tuner-Szene.

Bekannte Treffpunkte sind die Pagenstecherstraße in Osnabrück, die Vahrenwalder Straße in Hannover-Vahrenwald,[1] die Detmolder Straße in Paderborn, die Nordschleife am Nürburgring sowie die ICE-Stadt Limburg.[2][3] Dort wurde die Veranstaltung seit 2013 geduldet, 2015 jedoch von Stadt und Polizei in Kooperation mit dem Organisator abgesagt.[4]

Da im Rahmen dieser Treffen auch immer wieder illegale Straßenrennen stattfinden, gibt es verstärkte Präsenz der Polizei, die umfangreiche Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen durchführt. Verbunden wird dies mit vielen Fahrzeugkontrollen und Platzverweisen zur Verhinderung dieser Rennen.[5]

Am 25. März 2005 kam es im Rahmen des Carfreitags auf der Herforder Straße in Bielefeld zu einem Unfall mit Todesfolge: Eine 25-Jährige starb, elf Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Ein getunter Kleinwagen, dessen Fahrer in ein illegales Straßenrennen involviert war, fuhr ungebremst in eine Menschenansammlung.[6]

Rechtliche Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weil es in der Regel keine konkreten Veranstalter dieser Treffen gibt, sondern sich ein Kollektiv bildet, fehlt den Behörden zum Verbot die gesetzliche Grundlage und eine juristische Person, die im Schadensfall haftbar gemacht werden kann.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wieder Rennen beim „Car-Friday“, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 29. März 2013
  2. carfreitag-limburg.de
  3. Carfreitag im ICE-Gebiet auf NNP.de
  4. Hit Radio FFH, 24. März 2015: „Carfreitag“ in Limburg von Stadt und Polizei abgesagt (Memento vom 28. März 2015 im Internet Archive)
  5. Polizei stoppt illegale Auto-Rennen, bild.de
  6. Tödlicher „Car-Freitag“, Welt.de
  7. Dreckiger „Carfreitag“ auf nnp.de, abgerufen am 15. Februar 2014