Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie

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Der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) ist ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes (DCV) und somit Teil der Caritas in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband ist am 21. November 2001 in Freiburg durch Verschmelzung zur Neugründung aus drei Verbänden aus verschiedenen Bereichen der Behindertenhilfe entstanden. Er kann damit auf eine bereits lange Tradition zurückblicken und ist doch zugleich ein sehr junger Verband. Die Vorgängerverbände der Verschmelzung waren:

  • die Bundesarbeitsgemeinschaft kath. Einrichtungen für sinnesbehinderte Menschen e.V. (BAGSB), gegründet 1998, hervorgegangen aus der Bundesarbeitsgemeinschaft kath. Einrichtungen für sinnesbehinderte Menschen, die 1988 gegründete worden war; mit 54 Mitgliedseinrichtungen,
  • der Verband kath. Einrichtungen und Dienste für körperbehinderte Menschen e.V. (VKEDKM), gegründet 1921; mit 67 Mitgliedseinrichtungen,
  • und der Verband kath. Einrichtungen und Dienste für lern- und geistig behinderte Menschen e.V. (VKELG), gegründet 1905; mit 511 Mitgliedseinrichtungen.

Im Mai 2006 ist der vierte und letzte Verband, der Bundesverband Psychiatrie in der Caritas e.V. (PiC), welcher für psychisch kranke Menschen gegründet wurde, hinzugekommen.

Die Verschmelzung wurde mit dem Ziel durchgeführt, einen mitgliedsstarken, gut organisierten und einigen Verband zu bilden, der in der Öffentlichkeit und Politik mehr wahrgenommen wird und mehr für seine Zielgruppen erreichen kann, als mehrere kleine Verbände, selbst wenn sie das gleiche Ziel verfolgen. Mit dem Zusammenschluss wurden auch Synergien erzeugt, die gerade die Verwaltung vereinfachen und somit Personalressourcen für mehr inhaltliche Aufgaben freimachen.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder des CBP sind Einrichtungen und Dienste in katholischer Trägerschaft und erbringen vielfältige Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung und psychische Erkrankung. Die Angebote umfassen Frühförderstellen, Kindergärten, Schulen, Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Wohnheime, Offene Dienste, Onlineberatung, Kliniken und Fachkrankenhäuser sowie Heilerziehungspflegeschulen.

Aufgaben und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Satzung werden die Ziele und Aufgaben des CBP in folgender Weise beschrieben: Der Verband hat das Ziel über die Beratung und Unterstützung seiner Mitglieder, Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung in ihrer Lebensgestaltung bedarfsgerecht zu begleiten, ihre Förderung, Rehabilitation und Eingliederung in die Gesellschaft anzuregen und weiterzuentwickeln. Dieses Ziel soll erreicht werden durch die fachliche Unterstützung der Mitglieder, die Lobbyarbeit für die Träger, Dienste und Einrichtungen als soziale Unternehmen in Kirche und Caritas, Staat und Gesellschaft, fachspezifische Beteiligung an allen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Diskussionen.

Der CBP unterstützt seine Mitglieder somit in ihrer Aufgabe durch

  • Fachtagungen
  • Positionen und Stellungnahmen
  • Lobbyarbeit
  • Projektarbeit

Lobbyarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der CBP sensibilisiert Mitglieder, Politiker und Öffentlichkeit für aktuelle Fragen, Probleme und Entwicklungen im Bereich der Behindertenhilfe und Psychiatrie. Er klärt auf, informiert, formuliert Alternativen. Er fordert und unterstützt Lösungsansätze, die sich an Selbstbestimmung und am Hilfebedarf des Einzelnen orientieren. Ebenso fordert er tragfähige Rahmenbedingungen für seine Träger, Einrichtungen und Dienste, damit verlässliche Dienstleistungen verfügbar sind für die Menschen, die sie benötigen. Mit seinen Positionen sucht er Einfluss auf Entscheidungen der Politik, die Auswirkungen haben auf Menschen mit Behinderungen und auf die dienstleistenden Sozialunternehmen. Für diese Arbeit kooperiert er mit den großen Partnerverbänden der Behindertenhilfe in Deutschland.

Kooperationen in der Behindertenhilfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 25 Jahren treffen sich die großen Fachverbände der Behindertenhilfe in Deutschland regelmäßig, um am runden Tisch sozialpolitische Probleme, den Paradigmenwechsel und die Öffentlichkeitswirksamkeit gemeinsam zu beraten.

Diese inzwischen fünf Fachverbände repräsentieren in Deutschland mehr als 90 % aller ambulanten und stationären Angebote für behinderte Menschen. Sie sprechen Aktivitäten zur Vertretung der Interessen behinderter Menschen untereinander ab, insbesondere wenn wichtige Gesetzesvorhaben anstehen, die sich unmittelbar auf die Lebensverhältnisse behinderter Menschen auswirken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am Leben teilhaben. Dokumentation 100 Jahre Gründungsjubiläum VKELG-CBP. Freiburg im Breisgau 2005; CBP – 84 S.; Band 1
  • Die Fachverbände und Bundesarbeitsgemeinschaften in der Behindertenhilfe und Psychiatrie der Caritas von 1945–2005. Freiburg im Breisgau 2005; CBP – 166 S.; Band 2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]