Carl Heinrich Arnold

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Carl Heinrich Arnold, oft auch Karl Heinrich Arnold (* 17. September 1793 in Kassel; † 1. April 1874 ebenda) war ein deutscher Tapetenentwerfer und Tapetenfabrikant, der auch als Landschaftsmaler und Porträtist sowie als Lithograph tätig war. Er war der Vater von Carl Johann Arnold.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kasseler Fabrikantensohn Carl Heinrich Arnold arbeitete bereits ab etwa 1807 in der väterlichen Tapetenmanufaktur in Kassel. Sein Vater Johann Christian Arnold war der erste und bedeutendste Hersteller von Papiertapeten in Deutschland. Vor 1810 nahm Arnold Zeichenunterricht bei Johann Gottlieb Kobold und Ernst Friedrich Ferdinand Robert. Dies erfolgte zum Teil an der Kunstakademie Kassel.

Zwischen 1812 und 1813 ging er in Begleitung von Justus Krauskopf nach Paris. Dort lässt sich eine Ausbildung in den Tapetenfabriken Jacquemart & Bénard und bei Joseph Dufour sowie im Atelier von Jacques-Louis David nachweisen. Anschließend ging Arnold wieder zurück nach Kassel.

Um 1823 entstanden seine ersten eigenen Steindrucke, die er auf hessischem Kalkschiefer lithographierte. Die Gründung einer lithographischen Anstalt in Kassel erfolgte ebenfalls 1823. Zwischen 1830 und 1835/1839 lassen sich mehrere Aufenthalte in Berlin nachweisen, in deren Folge es zur Gründung des Zweigbetriebs des Familienunternehmens kam. In Berlin lerne Arnold auch Adolf Menzel kennen und nahm darüber hinaus an der Berliner Akademie-Ausstellung teil.

Ab 1839 wurde Arnold dann Hofmaler der hessischen Kurfürsten in Kassel. 1842 übernahm er dann künstlerischen Leitung der Tapetenfabrik, die er ab 1847 auch vollständig leitete.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Paris entstandene künstlerische Werke:

  • Zwei männliche Akte, 1811, Rötel, 36 × 22 cm, signiert: Paris 1811, Verbleib unbekannt
  • Zwei weibliche Rückenakte, weiße u. schwarze Kreide auf Tonpapier, Verbleib unbekannt
  • Maria mit dem Kind und dem Hl. Franziskus, Kopie nach ungenanntem, wohl altitalienischem Meister im Louvre, Verbleib unbekannt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]