Carl Pogge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Thünen-Pogge-Begegnungsstätte in Warnkenhagen-Tellow

Carl Johann August Peter Pogge, unter Hinzufügung des Besitznamens auch Pogge-Roggow (getauft 24. Oktober 1763 in Klein Methling[1]; † 12. Oktober 1831 in Roggow) war ein deutscher Landwirt aus der mecklenburgischen Familie Pogge und Agrarschriftsteller.

Gedenkstein in Lalendorf-Roggow

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl Pogge wurde geboren als ältester Sohn des Domänenpächters von Groß Methling und späteren Gutsbesitzers auf Roggow, Johann Friedrich Pogge (1715–1784), und dessen Ehefrau Sophia Elisabeth, geb. Lange (1731–1798), Gutspächtertochter aus Groß Methling. Er wuchs unter mehreren jüngeren Geschwistern auf.

Pogge hatte sich im väterlichen Betrieb und als Autodidakt umfassende landwirtschaftliche Kenntnisse angeeignet. Er war Pächter und Besitzer der (Ritter-)Güter Roggow, Zierstorf, Bartelshagen und Warnkenhagen und erwarb sich bedeutende Verdienste um die mecklenburgische Landwirtschaft. Seine seit 1817 praktizierte Methode, Moorwiesen mit einer Sandschicht zu bedecken, erwies sich als ein erfolgreiches Verfahren der Moorkultur. Diese Form der Bewirtschaftung, in Mecklenburg vielfach als Bepoggeln bezeichnet, war die Vorstufe der später von Theodor Hermann Rimpau entwickelten Moordammkultur.

Pogge, der eng mit Johann Heinrich von Thünen befreundet war, wurde 1818 zum Domänenrat ernannt. Als Rittergutsbesitzer hatte er Sitz und Stimme im mecklenburgischen Landtag und führte dort die humanistisch-demokratische Opposition an.

Carl Pogge war seit 1790 mit der Pächtertochter Sophie Eleonore Catharina, geb. Scheffler (1770–1797) verheiratet. Seine beiden Söhne Friedrich Pogge (1791–1843) und Johann Pogge (1793–1854) waren gleichfalls bedeutende Landwirte. Seine Tochter Sophie Marie Luise Christine (1795–1830) heiratete den Theologen (Karl) Friedrich (Johann) Ludwig (1788–1849), der als Pastor zunächst in Reinshagen, dann in Klaber gewirkt hat.

In Tellow gibt es eine Thünen-Pogge-Begegnungsstätte (im um 1815 erbauten ehemaligen Pferdestall Thünens).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gertrud Schröder-Lembke: Carl Pogge und seine Söhne. Ein Beitrag zur mecklenburgischen Agrargeschichte in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hrsg.: Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG, Hohenlieth. Privatdruck, Holtsee 1992 (mit Bild).
  • H.-Joachim Mohr: Carl Pogges Moorbesandung. Geschichte und Gegenwart. In: Zeitschrift für Agrargeschichte. Jg. 42, 1994, S. 10–25.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sein Geburtsdatum, das einige Tage zuvor am 21. Oktober 1763 vermutet wird, ist kirchenbuchamtlich nicht belegbar. - Vgl. Landeskirchliches Archiv Schwerin, Taufeintrag im Kirchenbuch der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Groß Methling.