Warnkenhagen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Warnkenhagen im mecklenburgischen Landkreis Rostock. Ortsteile der Gemeinden Kalkhorst und Glasin (beide im Landkreis Nordwestmecklenburg) tragen ebenfalls den Namen Warnkenhagen.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Warnkenhagen führt kein Wappen
Warnkenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Warnkenhagen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 50′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Mecklenburgische Schweiz
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 19,51 km²
Einwohner: 345 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17168
Vorwahl: 039976
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 113
Adresse der Amtsverwaltung: von-Pentz-Allee 7
17166 Teterow
Webpräsenz: www.amt-mecklenburgische-schweiz.de
Bürgermeister: Thomas Holm
Lage der Gemeinde Warnkenhagen im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
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Warnkenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Warnkenhagen, westlich der Mecklenburgischen Schweiz, liegt in einem leicht hügeligen Bereich an der Schaalbeke, die in Richtung Südosten zum Teterower See fließt, durch Gräben aber auch im Westen mit der Warnow verbunden ist. Die nächstgelegenen Städte sind Teterow (zwölf Kilometer entfernt), Laage (19 km) und Güstrow (25 km). Die Ortsteile Tellow und Tenze im Schaalbeketal liegen in einem Landschaftsschutzgebiet.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Warnkenhagen gehören die Ortsteile Gottin, Hessenstein, Neu Tenze, Tellow und Tenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thünens Gutshaus in Tellow
Thünen-Pogge-Begegnungsstätte in Tellow

Warnkenhagen wurde 1398 erstmals urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammt die Backsteinkirche, die mehrmals restauriert wurde. Gutsbesitzer waren u.a. die Familien von Vieregge (nach 1656), häufiger Besitzerwechsel im 18. Jh., Grafen von Hessenstein (ab 1803), Pogge (ab 1830), W. Müller (ab 1863), von Bülow (ab 1863) und von Schlieffen (ab 1872). Das Gutshaus stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Gottin, eine ursprünglich slawische Siedlung, wurde erstmals 1589 genannt. Im Ort gab es bis zum 20. Jahrhundert ein Rittergut. Das Gutshaus stammt von 1835. Hier wirkte Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts Johann Heinrich von Thünen (1783–1850), dessen Werk im 1972 eröffneten Thünenmuseum dokumentiert wird. 2001 wurde in Gottin ein Bürgerhaus eingeweiht.

Tellow ist mit dem Agrarwissenschaftlers und Sozialreformer Johann Heinrich von Thünen verbunden, der von 1810 bis 1850 am Gut wirkte. Gutsbesitzer waren u.a. die Familien von Lehsten (vor 1654), Ratsherr Clandrian (bis 1660), von Bülow (bis 1702), von Lehsten (bis 1703), von Hein (bis 1759), von Reuter (bis 1766), von Kettenburg (bis 1783), von Maydell (bis 1790), von Plessen (bis 1797), Berlin (bis 1807), Schroeder (bis 1813), Johann Heinrich von Thünen und Erben (bis 1897), von Kettenburg (bis 1923) und Ulrich Alwardt (bis 1938). Das Gutshaus (19. Jh.) dient heute als Museum.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Warnkenhagen
Gutshaus in Gottin
  • Spätgotische, einschiffige Backsteinkirche in Warnkenhagen mit einem eingezogenen, zweijochigen Chor und dem Westturm mit spitzenbogigem Stufenportal
  • Gutshaus Warnkenhagen: Eingeschossiger, 11-achsiger Putzbau mit Mittelrisalit
  • Herrenhaus Tellow mit Thünen-Museum-Tellow
  • Gutsensemble in Tellow: Neubauernhäuser, Thünenscheune mit Gutsmarkt, Internationales Thünenzentrum im um 1900 erbauten Gärtnerhaus, Eiskeller, Thünen-Pogge-Begegnungsstätte im um 1815 erbauten ehemaligen Pferdestall, Schnitterkaserne und Thünenkate.
  • Herrenhaus Gottin: 1835 als klassizistische Villa erbaut, 1939 aufgestockt, nach 1995 restauriert, heute eine Pension.
  • Dorfanlage Tenze mit ehemaligem Gutshaus.

Kultur

  • Zum Brauchtum von Gotin gehören das jährlichen Park- und das Scheunenfest, das Frühlingssingen sowie die Dörpwihnacht.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe dem Ortsteil Tellow führt die B 108 (RostockTeterow) vorbei. Eine weitere Verbindungsstraße führt über Lalendorf nach Güstrow und zur A 19. Der nächste Bahnhof befindet sich in Teterow.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lutz Werner: Die Entwicklung des Thünenschen Mustergutes Tellow (Mecklenburg) in den Jahren 1810 bis 1850. in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1983/1, Akademie-Verlag, Berlin 1983, S. 71–98 (Digitalisat des gesamten Jahrbuches)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Warnkenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien