Warnkenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Warnkenhagen führt kein Wappen
Warnkenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Warnkenhagen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 50′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Mecklenburgische Schweiz
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 19,51 km2
Einwohner: 350 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17168
Vorwahl: 039976
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 113
Adresse der Amtsverwaltung: von-Pentz-Allee 7
17166 Teterow
Webpräsenz: www.amt-mecklenburgische-schweiz.de
Bürgermeister: Thomas Holm
Lage der Gemeinde Warnkenhagen im Landkreis Rostock
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Warnkenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Warnkenhagen, westlich der Mecklenburgischen Schweiz, liegt in einem leicht hügeligen Bereich an der Schaalbeke, die in Richtung Südosten zum Teterower See fließt, durch Gräben aber auch im Westen mit der Warnow verbunden ist. Die nächstgelegenen Städte sind Teterow (zwölf Kilometer entfernt), Laage (19 km) und Güstrow (25 km). Die Ortsteile Tellow und Tenze im Schaalbeketal liegen in einem Landschaftsschutzgebiet.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Warnkenhagen gehören die Ortsteile Gottin, Hessenstein, Neu Tenze, Tellow und Tenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thünen-Pogge-Begegnungsstätte in Tellow

Warnkenhagen wurde 1398 erstmals urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammt die Backsteinkirche, die mehrmals restauriert wurde. Gutsbesitzer waren u. a. die Familien von Vieregge (nach 1656), häufiger Besitzerwechsel im 18. Jh., Grafen von Hessenstein (ab 1803), Pogge (ab 1830), W. Müller (ab 1863), von Bülow (ab 1863) und von Schlieffen (ab 1872). Das Gutshaus stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Gottin, eine ursprünglich slawische Siedlung, wurde erstmals 1589 genannt. Im Ort gab es bis zum 20. Jahrhundert ein Rittergut. Das Gut war ein früher Besitz der Familie von Lehsten, Anfang des 19. Jahrhunderts befand es sich im Besitz von Helmuth Theodor Petersen und ab 1825 der Familie Parish. Der Hamburger Bankier Parish ließ von 1830 bis 1835 das heutige Gutshaus auf den Grundmauern eines älteren Gebäudes errichten. Im Jahre 1873 gelangte das Gut in den Besitz der Familie von Maltzan, 1899 erwarb Adolf von Lowtzow das Gut und 1934 Kurt Hagen. Hier wirkte Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts Johann Heinrich von Thünen (1783–1850), dessen Werk im 1972 eröffneten Thünenmuseum dokumentiert wird. Am 1. Juli 1950 wurde Gottin eingemeindet. Im Jahr 2001 wurde in Gottin ein Bürgerhaus eingeweiht.

Tellow ist mit dem Agrarwissenschaftlers und Sozialreformer Johann Heinrich von Thünen verbunden, der von 1810 bis 1850 am Gut wirkte. Gutsbesitzer waren u. a. die Familien von Lehsten (vor 1654), Ratsherr Clandrian (bis 1660), von Bülow (bis 1702), von Lehsten (bis 1703), von Hein (bis 1759), von Reuter (bis 1766), von Kettenburg (bis 1783), von Maydell (bis 1790), von Plessen (bis 1797), Berlin (bis 1807), Schroeder (bis 1813), Johann Heinrich von Thünen und Erben (bis 1897), von Kettenburg (bis 1923) und Ulrich Alwardt (bis 1938). Das Gutshaus (19. Jh.) dient heute als Museum. Am 1. Juli 1950 wurde Tellow eingemeindet.

Am 1. Januar 1952 wurde Pölitz ausgegliedert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Warnkenhagen
Gutshaus in Gottin
  • Spätgotische, einschiffige Backsteinkirche in Warnkenhagen mit einem eingezogenen, zweijochigen Chor und dem Westturm mit spitzenbogigem Stufenportal
  • Gutshaus Warnkenhagen: Eingeschossiger, 11-achsiger Putzbau mit Mittelrisalit
  • Herrenhaus Tellow mit Thünen-Museum-Tellow
  • Gutsensemble in Tellow: Neubauernhäuser, Thünenscheune mit Gutsmarkt, Internationales Thünenzentrum im um 1900 erbauten Gärtnerhaus, Eiskeller, Thünen-Pogge-Begegnungsstätte im um 1815 erbauten ehemaligen Pferdestall, Schnitterkaserne und Thünenkate.
  • Herrenhaus Gottin: 1835 als klassizistische Villa erbaut, 1939 aufgestockt, nach 1995 restauriert, heute eine Pension.
  • Dorfanlage Tenze mit ehemaligem Gutshaus.

Kultur

  • Zum Brauchtum von Gotin gehören das jährlichen Park- und das Scheunenfest, das Frühlingssingen sowie die Dörpwihnacht.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe dem Ortsteil Tellow führt die B 108 (RostockTeterow) vorbei. Eine weitere Verbindungsstraße führt über Lalendorf nach Güstrow und zur A 19. Der nächste Bahnhof befindet sich in Teterow.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lutz Werner: Die Entwicklung des Thünenschen Mustergutes Tellow (Mecklenburg) in den Jahren 1810 bis 1850. in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1983/1, Akademie-Verlag, Berlin 1983, S. 71–98 (Digitalisat des gesamten Jahrbuches)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Warnkenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien