Lalendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lalendorf
Lalendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lalendorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 45′ N, 12° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Krakow am See
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 139,29 km2
Einwohner: 3551 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18279
Vorwahl: 038452
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 063
Adresse der Amtsverwaltung: Zum alten Dorf 1
18279 Lalendorf
Webpräsenz: www.amt-krakow-am-see.de
Bürgermeister: Reinhard Knaack (Die Linke)
Lage der Gemeinde Lalendorf im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Lalendorf ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Rostock. Sie liegt in der geografischen Mitte Mecklenburg-Vorpommerns. Die Gemeinde wird vom Amt Krakow am See mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Städten Güstrow, Teterow, Laage und Krakow am See liegt die Gemeinde Lalendorf in der wald- und seenreichen Region der Mecklenburgischen Seenplatte und an den Westausläufern der Mecklenburgischen Schweiz. Diese langgezogene Endmoräne erreicht im Tabaksberg nahe dem Ortsteil Carlsdorf 106 m ü. NN. Das Gemeindegebiet an der Grenze zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bildet die Wasserscheide zwischen den Flüssen Warnow und Peene. Im Gemeindegebiet liegen neben dem Warinsee, dem Radener See und dem Ziest (Tiefer Ziest und Flacher Ziest) mehrere kleinere Seen. Der kleine Fluss Lößnitz (Aalbach) entwässert den größten Teil des Gebietes über die Nebel zur Warnow. Lalendorf hat im Süden einen Anteil am Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See. Lalendorf bildet mit 26 Ortsteilen auf knapp 140 Quadratkilometern die größte Gemeinde im Amt Krakow am See.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mamerow
  • Vietgest
  • Wattmannshagen
  • Alt Krassow
  • Bansow
  • Bergfeld
  • Carlsdorf
  • Dersentin
  • Friedrichshagen
  • Gremmelin
  • Klaber
  • Krevtsee
  • Langhagen
  • Lübsee
  • Neu Krassow
  • Neu Zierhagen
  • Niegleve
  • Nienhagen
  • Raden
  • Reinshagen
  • Roggow
  • Rothspalk
  • Schlieffenberg
  • Tolzin
  • Vogelsang

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mamerow und Vietgest wurden am 1. Juli 2001 eingemeindet.[2] Wattmannshagen kam am 1. Januar 2004 hinzu.[3] Am 25. Mai 2014 wurde Langhagen nach Lalendorf eingemeindet, wodurch die Gemeinde Lalendorf nunmehr deckungsgleich mit dem früheren Amt Lalendorf ist.

Geschichte der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Ortsteile ist, wie zumeist im ländlichen Mecklenburg, vor allem eine Geschichte ihrer ländlichen Grundherrschaften, der Rittergüter.

Gutshaus Bansow

Bansow: Seit 1883 war eine Familie Meyer im Besitz des Gutes und ab 1913 die Prinzessinnen von Sachsen-Altenburg, Olga Elisabeth und Maria vermählte Prinzessin Heinrich XXXV. Reuß.

Das Gutshaus ist ein zweigeschossiger verputzter Backsteinbau im Stil der Neogotik, der im 19. Jahrhundert errichtet wurde. 1880 erfolgte der Anbau des Wasserturmes, der bis 1975 genutzt wurde. Nach 1945 wurde das Gutshaus zu Wohnzwecken genutzt. Seit 1996 befindet es sich in Privatbesitz und wurde restauriert.

Gutshaus Dersentin

Dersentin: 1292 wird Jakob von Dersentin (Jacobus de Derzentinh) erwähnt, Knappe auf Burg Werle, 1360 Wernero de Derzenthin. Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte das Dorf zum Jungfrauen-Kloster zu Köslin. Von 1463 bis 1780 war die Adelsfamilie Hahn Besitzer des Gutes. 1679 war das Lehngut Dersentin Pertinenz von Kuchelmiss (Familie Hahn auf Basedow). In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts war Dersentin an Jürgen von Linstow verpfändet, vermutlich entstand um diese Zeit ein barockes Gutshaus. Von 1781 bis 1796 war die Familie der Grafen von Wallmoden-Gimborn Besitzer, bevor es wieder an die Familie von Hahn ging. 1803 kam es an Familie von Müller und von 1804 bis 1811 an Familie von Thomstorff. Vor dem Haus lag ein kleiner See, der heute verbaut ist. 1816 gehörte das Gut Georg Julius von Brandt zu Serahn, 1819 Johann Gottfried und Luise Krüger geb. von Brandt. Helene Krüger heiratete 1841 Heinrich von Bassewitz, der das heutige Gutshaus im Stil des Klassizismus erbauten ließ und dessen Familie es bis zur Enteignung 1945 besaß.

Gutshaus Gremmelin

Gremmelin: Im 14.Jahrhundert war das Gut in der Hand der Familie von Oldenburg. Im Jahr 1803 gelangte die Familie von Pentz in den Besitz der Gutsherrschaft und behielt diese bis 1945. Seit 1992 bewirtschaftet sie wieder Teilflächen. Das Gutshaus, das sich bereits im Verfall befand, wurde 1995 von der Hamburger Familie Lutz Schaffhausen erworben und als Tagungsdomizil mit Seminar- und Bankettbetrieb saniert.

Gutshaus Klaber

Klaber gehörte ab 1303 der Familie von Müggesfeld, einem alten Adelsgeschlecht, das aus dem Herzogtum Lauenburg und der Grafschaft Holstein nach Mecklenburg gekommen war und 1515 erlosch.[4] 1517 wird Wedige von Maltzahn mit dem Gut belehnt, die Familie bleibt Eigentümer bis 1648. Danach wechselten die Herren auf Klaber häufig, bis es 1797 in den Besitz der Familie von Lowtzow gelangte, die das Gut bis zur Enteignung 1945 hielt. Das ältere Gebäude, ein Fachwerkbau, wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet, hieran schließt sich ein Backsteinbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts an. Die im 14. Jahrhundert errichtete Kirche hat eine 1876 gebaute Orgel von Friedrich Albert Mehmel.

Lalendorf wurde 1361 erstmals erwähnt. Bekannt wurde Lalendorf durch herausragende Funde auf dem Gräberfeld von Lalendorf aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., welche in die Reihe der Fürstengräber vom Lübsow-Typ einzuordnen sind. In dem um 150 erstellten Weltatlas Geographike Hyphegesis von Klaudios Ptolemaios ist der Ort Marionis altera als einer von 94 Städten Germaniens erwähnt. Diesen Ort bringt man mit dem heutigen Lalendorf in Verbindung.

1829 erwarb Carl Adolf von Wedemeyer das Gut. Seit 1846 befand es sich im Besitz der Familie Paetow. Das Gutshaus ist ein eingeschossiger Putzbau mit hohem Walmdach. Es wurde 1900 auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus errichtet und später verändert. Das Gut wurde ab 1930 aufgesiedelt. Das ehemalige Gut Lalendorf wurde durch den Bau der Bahnlinien Güstrow-Teterow 1864 und Rostock-Waren (Müritz) 1886, an deren Kreuz sich der Bahnhof Lalendorf befindet, aufgewertet. Lalendorf ist heute ein Zentrum landwirtschaftlicher Produktion (unter anderem Pferdezucht im Ortsteil Vogelsang). Dank der günstigen Infrastruktur haben sich in den letzten Jahren einige Firmen und Unternehmen im Lalendorfer Gewerbegebiet niedergelassen. Auch der Tourismus entwickelt sich im Gemeindegebiet - so entstand am Flachen Ziest eine Ferienhaussiedlung. Lalendorf verfügt über eine Grund- Haupt- und Realschule, eine Kindertagesstätte, eine Gemeinschaftsarztpraxis, eine Apotheke sowie eine Praxis für Physiotherapie, des Weiteren über ein Gemeinwesenzentrum und einen Jugendclub.

BW

Langhagen: Langhagen wurde 1451 als Lankauel erstmals erwähnt. Das Gut gehörte von 1815 bis 1846 Georg Ludwig von Wedemeyer, der das heutige Gutshaus erbauen ließ. Das Gut wurde nach 1990 von der Familie von Wedemeyer wieder erworben.[5]

Am 29. Dezember 1941 fuhr im Bahnhof Langhagen der Wehrmachtszug W 96 031 aufgrund einer falsch gestellten Weiche auf zwei Lokomotiven auf. Dabei kamen 27 Menschen ums Leben, 33 weitere wurden verletzt.[6]
Bei dem schweren Eisenbahnunfall von Langhagen am 1. November 1964 im Bahnhof Langhagen kamen 44 Menschen ums Leben und 70 weitere wurde teilweise schwer verletzt, als ein Schnellzug aus Berlin, der in Richtung Rostock unterwegs war, auf einen entgleisten Kieswagenzug auffuhr.

BW

Lübsee: Das ehemalige Gutsdorf ist nicht mit Lübsee bei Menzendorf zu verwechseln. Das Gut Lübsee befand sich im Besitz der Familien von der Osten, von Maltzahn, von der Lühe und von Linstow. 1807 befand es sich im Besitz von Ludwig von Lützow, ab 1826 von Fürst Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe, der 1830-40 das Herrenhaus errichten ließ, ab 1842 von Friedrich von Meibom, 1843 Familie Staudinger, 1900 Albert Prinz von Sachsen-Altenburg und 1935-43 Walter Graf von Schaesberg-Thannheim. Das Gut gehört heute dem Landwirt Anders Tind Kristensen, der auch das das Herrenhaus Vietgest erwarb.

Raden wurde u.a. von Rheinländern besiedelt. In den 1930er Jahren kam die Karnevals-Tradition nach Raden und Lalendorf.

Gutshaus Rothspalk

Rothspalk: Das Gut war, ebenso wie das Gut Klaber, früh im Besitz derer von Müggesfeld. Deren Erbin heiratete Conrad von Barold. Er und sein Bruder Rolof werden ab 1350 als Knappen auf Rothspalk erwähnt. Das Gut kam später an die Familie von Maltzahn (Moltzan). Von 1693 bis 1811 war Gut Rothspalk im Besitz von Clemens Heinrich von Thomstorff und dessen Erben. Johann Freiherr von Moeller-Lilienstern, Hamburger Kaufmann aus einer norwegischen Familie, erwarb das Gut. Er ließ 1811-15 das Gutshaus nach Plänen von Joseph Ramée erbauen sowie eine Grabkapelle, die sich heute im Verfall befindet. 1928 kaufte Siegfried Schulz das Gut, das 1945 enteignet wurde. 1998 kaufte dessen Enkel Andreas Schulz Teilflächen des Gutes (ohne das Gutshaus) zurück. Das Gutshaus wird seit 2011 von Erwerbern saniert.

Schlieffenberg war ab 1781 Gutsbesitz des Staatsministers und Generalleutnants Martin Ernst von Schlieffen, der die Lehngüter Niegleve und Tolzin und das Bauerndorf Zierhagen erwarb. Zierhagen wurde zum Gut umgestaltet. Das klassizistische Herrenhaus (Schloss) Schlieffenberg von 1802, ein dreigeschossiger Bau mit Walmdach und Mittelrisalit wurde von 1859 bis 1863 erheblich historisierend erweitert und umgebaut. Zwei Turme flankierten das Bauwerk und der mittige Treppengiebel erinnert an norddeutsche Rathäuser. 1933 erwarb die Mecklenburgische Landgesellschaft das Gut und siedelte es auf. Der Berliner Chirurg Erwin Gohrbandt erwarb das Schloss, das 1947 abbrannte und danach gesprengt und abgetragen wurde. Die Kirche Schlieffenberg von 1859 ist eine Stiftung Wilhelms von Schlieffen und blieb bis heute erhalten.

Vietgest wurde erstmals 1346 urkundlich erwähnt. Im 17. Jahrhundert war der Ort geteilt in Kleinen Vietgest und Großen Vietgest mit dem Gut. Gutsbesitzer waren u.a. die Familien von Oldenburg (ab 15. Jh.), J. F. Boldt (ab 1786), Baron Cornelius von Herzeele (ab 1819) und ab 1841 Fürst Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe. Das Gut blieb bis 1945 im Besitz des Hauses Schaumburg-Lippe.

Das barocke Herrenhaus Vietgest nach Plänen von Johann Friedrich Busch stammt von 1794; es folgten nach 1841 neue Wirtschaftsgebäude. Das Haus wurde nach 1945 Ferienheim der CDU und war nach 1990 bis um 2013 Hotel. Es befindet sich heute, wie das Gut Lübsee, im Besitz des Landwirts Anders Tind Kristensen.

Vogelsang wurde 1379 erstmals urkundlich erwähnt, als der Fürst Lorenz von Werle den Brüdern von Wozenitz das Gut überließ, deren Familie es mehr als dreieinhalb Jahrhunderte besaß. Gutsbesitzer waren dann die Familie von Plessen (1734-1838), die das Dorf anlegte, dann bis 1856 Manecke, Rudloff und von 1884 bis 1945 Julius Hüniken. Das Gut wurde um 1946 volkseigenes Gut. Das Herrenhaus Vogelsang stammt von um 1884 (Wappen Hüniken am Mittelrisalit), der Marstall von 1897. Das Herrenhaus befindet sich nach Leerstand inzwischen in Privatbesitz zweier Schweizer Brüder, denen auch das Herrenhaus Basedow gehört.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 19. März 1998 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 151 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Rot ein silberner Leistenschragen, bewinkelt von vier zweiblättrigen goldenen Eichenzweigen mit einer Eichel.“

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Rot, Silber (Weiß) und Rot gestreift. Die roten Streifen nehmen je ein Viertel, der silberne (weiße) Streifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des silbernen (weißen) Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe und ein Drittel der Länge des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herrenhaus Bansow im Tudorstil (19. Jahrhundert)
  • Gutshaus Dersentin
  • Klassizistisches Gutshaus Gremmelin von um 1800
  • Kirche in Klaber aus dem 14. Jahrhundert
  • Gutshaus Klaber: Zweigeschossiger Putzbau mit Krüppelwalm als Fachwerk- (Anf. 19. Jh.) und Backsteinbau (Mitte 19. Jh.)
  • Dorfkirche Lübsee: Feldsteinkirche aus dem 15. Jahrhundert
  • Panzerdenkmal Lalendorf mit dem sowjetischen Panzer T-34, inzwischen das letzte Panzerdenkmal in Mecklenburg-Vorpommern
  • Dorfkirche Langhagen von 1910
  • Holländermühle in Mamerow, heute Wohnhaus
  • Katholische St.-Michael-Kirche in Raden von 1950/51
  • Wassermühle in Reinshagen an der Lößnitz (Nebel)
  • Dorfkirche Reinshagen von 1270
  • Herrenhaus Rothspalk mit Kapelle: Johann Freiherr von Moeller-Lilienstern ließ 1811/15 den klassizistischen, eingeschossigen, 13-achsigen Putzbau nach Plänen von Joseph Ramée bauen. Zu DDR-Zeiten waren im Gutshaus Flüchtlinge untergebracht, danach die Schule und später Lagerräume für eine Magdeburger Fabrik. Das Gutshaus wurde privatisiert und nach 2000 saniert
  • Naturschutzgebiet Schlichtes Moor, eines der tiefgründigsten Kesselmoore in Mecklenburg-Vorpommern
  • Kirche Schlieffenberg
  • Dorfschmiede in Vietgest
  • Herrenhaus Vietgest, der letzte bedeutende Barockbau in Mecklenburg, heute Hotel
  • Herrenhaus Vogelsang im Tudorstil
  • Neobarockes Gutshaus Wattmannshagen

Kultur

Wirtschaft, Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lalendorf befinden sich mehrere Baggerseen mit aktivem Kiesabbau, einem Kieswerk und einem Asphaltmischwerk. Lalendorf hat als Standort für die Recyclingindustrie überregionale Bedeutung, so befindet sich im Ort eine Bodenreinigungsanlage, eine Kühlschrankrecyclinganlage und eine Sortieranlage für Elektro- und Elektronikschrott. Im Ort gibt es einige Handwerksfirmen und Agrargenossenschaften.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Westen des Gemeindegebietes führt in Nord-Süd-Richtung die Bundesautobahn 19 (RostockBerlin) mit der Anschlussstelle Güstrow. In Ost-West-Richtung verbinden die Bundesstraße 104 die Gemeinde Lalendorf mit Güstrow und Teterow und die Landesstraße 11 mit Krakow am See und Teterow. In der Gemeinde kreuzen die Bahnlinien Rostock–Neustrelitz und Güstrow–Neubrandenburg.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann-Pogge-Schule Lalendorf mit neu gestaltetem Schulhof
  • Feuerwehren: Lalendorf, Niegleve-Wattmannshagen, Gremmelin, Langhagen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Herrmann: Archäologie in der Deutschen Demokratischen Republik. Urania-Verlag Leipzig Jena Berlin, ISBN 3-332-00308-9.
  • Steffen Kober: Die germanischen Fürstengräber der Lübsow-Gruppe. Grin Verlag 2007, ISBN 978-3638759106.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lalendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  4. Friedrich Schlie: Das Gut und Kirchdorf Klaber 1902, S. 48.
  5. Gut Langhagen auf www.gutshaeuser.de
  6. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 93.
  7. http://www.kirchengemeinde-reinshagen.de/kino-im-pfarrhaus/