Carolina Herrera

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Carolina Herrera, September 2007

Carolina Herrera, geborene María Carolina Josefina Pacanins y Niño (* 8. Januar 1939 in Caracas), ist eine venezolanisch-amerikanische Modedesignerin und Unternehmerin, die das nach ihr benannte Modeunternehmen 1981 in den USA gründete.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carolina Herrera, 2008

Hauptsitz ihres gleichnamigen Unternehmens ist New York City, wo Herrera, die aus einer wohlhabenden venezolanischen Familie stammt, seit Anfang der 1980er-Jahre lebt. Herreras Karriere in der Welt der Mode begann als Referentin für Emilio Pucci, einem Freund der Familie, in Caracas. In den 1970er Jahren gehörte Herrera zum New Yorker Jetset und verkehrte regelmäßig im Studio 54. Zu ihren Bekannten zählte Andy Warhol, der sie 1978 porträtierte.[1] Herrera ist seit 1968 in zweiter Ehe mit dem Fernsehmoderator Reinaldo Herrera Guevara verheiratet und hat vier Töchter; davon zwei aus erster Ehe mit einem venezolanischen Großgrundbesitzer. Mit Herrera Guevara und ihren Töchtern zog sie 1980 nach New York, wo sie auf Anraten von Freunden, darunter Diana Vreeland, und mit Unterstützung eines Investors aus Caracas 1980 eine erste kleine Kollektion von Kleidern präsentierte und 1981 die Carolina Herrera Ltd. gründete. International bekannt wurde Herrera als Ausstatterin von Jacqueline Kennedy Onassis. 1986 entwarf sie Caroline Kennedys Hochzeitskleid.

1987 begann Herrera eine Zusammenarbeit mit dem spanischen Kosmetikkonzern Puig bezüglich der Herstellung von Herrera-Parfüm, das es mittlerweile in zahlreichen Varianten gibt. Ebenso 1987 kam eine umfangreiche Brautmodenkollektion zum Herrera-Portfolio hinzu. 1995 übernahm der Puig-Konzern, zu dem auch die Designer-Marken Paco Rabanne und Nina Ricci gehören, das Unternehmen Herrera (Mode- und Parfümsparte) komplett. 2001 wurde zunächst in Spanien die Zweitlinie CH Carolina Herrera etabliert, die auch Herrenmode umfasst und ab 2008 international eingeführt wurde. 2004 und 2008 wurde Herrera vom Council of Fashion Designers of America im Bereich Damenmode ausgezeichnet. Sie kreierte das Brautkleid für die Rolle der Bella (Kristen Stewart) im Twilight-Film Breaking Dawn.[2] 2009 nahm Herrera die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Herreras Damenmode wird als klassisch-elegant und 'ladylike' beschrieben. Sie ist bekannt für stilvolle Abenroben und farbenfrohe Entwürfe. Ein für sie selbst typisches Outfit ist die weiße Bluse, die sie in ihren Kollektionen zahlreich variiert, kombiniert mit einem schwarzen Rock.

Ende 2011 existierten weltweit ca. 50 Geschäfte unter dem Namen der Zweitlinie CH Carolina Herrera (davon 10 in den USA, 20 in Spanien und 12 im Nahen Osten); hinzu kamen über 150 Shops-in-Shop in größeren Kaufhäusern. 2010 wurde in London ein Flagshipstore eröffnet; 2011 folgte eine Filiale in Paris. Anfang 2016 waren es 129 CH-Ladengeschäfte. Unter dem Namen der Hauptlinie Carolina Herrera New York gibt es eigene Geschäfte in New York, Beverly Hills, Dallas und Bal Harbour (geschlossen).

Herrera gab mit einer Verbeugung nach ihrer Modenschau im Februar 2018 im MoMa ihren Posten als Chefdesignerin an den amerikanischen Modeschöpfer Wes Gordon (* 1987 in Chicago) ab, der zuvor Praktikant bei Oscar de la Renta und Tom Ford sowie Designer seiner eigenen Damenmode-Marke gewesen war. Herrera selbst wird fortan als Markenbotschafterin für ihr Modehaus fungieren.

Kollektionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carolina Herrera New York - hochpreisige Designer-Kollektion für Damen mit umfangreicher Brautmodensparte
  • CH Carolina Herrera - etwas preisgünstigere Zweitlinie mit Damen- und Herrenbekleidung, Accessoires

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Style (Network) Awards: Designer des Jahres, 2012
  • Fashion Group International: Superstar, 2012
  • CFDA: Lebenswerk, 2008
  • Medalla de Oro al mérito en las Bellas Artes (Verdienstmedaille in Gold der Schönen Künste), überreicht durch Juan Carlos I., 2005
  • CFDA: Damenmode-Designer des Jahres, 2004
  • Goldmedaille des Queen Sofía Spanish Institute in New York, 1997

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carolina Herrera Traded This Accessory for Her Warhol Portrait christies.com, abgerufen: 15. Februar 2018
  2. breakingdawnmovie.org (Memento des Originals vom 2. November 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.breakingdawnmovie.org