Carolina Reaper

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Chili-Schoten der Zuchtform Carolina Reaper
Carolina Reaper Pflanze mit ausgebildeten und reifen Schoten

Die Carolina Reaper ist eine Zuchtform der Paprika-Art Capsicum chinense. Im November 2013 erhielt diese Sorte den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde als schärfste Chili-Sorte der Welt[1][2][3] und verdrängte damit den bisherigen Spitzenreiter Trinidad Moruga Scorpion vom ersten Platz. Der gemessene Spitzenwert der Carolina Reaper lag bei über 2,2 Millionen Scoville, der errechnete Durchschnittswert lag bei 1.569.300 Scoville-Einheiten. 2017 wurde mit der Dragon's Breath angeblich der Schärferekord der Carolina Reaper übertroffen. Dies gilt allerdings mittlerweile als widerlegt, was vom Guinness-Buch der Rekorde auf Anfrage bestätigt wurde.[4] 2017 wurde eine neue Sorte mit dem vorläufigen Namen Pepper X von Ed Currie gezüchtet, die angeblich mit 3,1 Millionen Scoville schärfer sein soll als Carolina Reaper.[5]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Bezeichnung HP22B steht für "High Power, Topf 22, Pflanze B" und wurde von ihrem Züchter Ed Currie der PuckerButt Pepper Company in Fort Mill, South Carolina vergeben[6]. Welche Sorten die Eltern sind, ist nicht bekannt. In verschiedenen Quellen werden eine Naga-Variante aus Pakistan und eine karibische Habanero als Eltern erwähnt[7].

Carolina Reaper, 30 Tage alte Sämlinge

Gesundheitliche Risiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine gesundheitsfördernde Wirkung scharfer Lebensmittel gilt mittlerweile als erwiesen, wie die IKK in ihrem Internetauftritt ausführt. Dennoch warnt sie im selben Beitrag, beim Verzehr extrem scharfer Lebensmittel bestehe prinzipiell die Gefahr von Überreaktionen wie Schwindel, Übelkeit bis hin zu Kreislaufproblemen.[8] Weiterhin sind generell allergische Reaktionen auf Bestandteile der Schote möglich, dies kann bis hin zum anaphylaktischen Schock führen.[9] Zu einer wirklichen Gefährdung ist es beim Verzehr der Carolina Reaper bisher nicht gekommen. Im April 2018 wurde ein 34-Jähriger in New York nach der Teilnahme an einem Chiliwettessen mit Carolina Reaper stationär eingeliefert, da er über extreme Kopfschmerzen klagte. Dieses reversible zerebrale Vasokonstriktionssyndrom geht auf das Verengen bestimmter Arterienbereiche im Gehirn zurück. Dies ist der erste bekannte Fall, in dem die Donnerschlagkopfschmerzen – so bezeichnet, da sie in Sekundenbruchteilen wie bei einem Hammerschlag auftreten – im Zusammenhang mit Chilikonsum auftraten.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Was Carolina Reaper mit Ihnen macht, auf der Website von welt.de, abgerufen am 3. April 2017
  2. Carolina Reaper Chilisorte, auf der Website chilipflanzen.com, abgerufen am 3. April 2017
  3. Hottest chili, auf der Website guinessrecords.com, abgerufen am 3. April 2017
  4. Dragon's Breath Chili | Wildcapsicum.org. In: Wildcapsicum.org. 7. Januar 2018 (wildcapsicum.org [abgerufen am 22. Februar 2018]).
  5. Pepper X – Latest News and Information. In: Chili Pepper Madness. 23. Februar 2018 (chilipeppermadness.com [abgerufen am 15. September 2018]).
  6. Carolina Reaper Chilisorte, auf der Website chilipflanzen.com, abgerufen am 2. März 2018
  7. Jim (Habanero) Duffy: Carolina Reaper. Archiviert vom Original am 27. Oktober 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.superhotchiles.com Abgerufen am 16. Juli 2017: „Ed created this chile plant variety by crossing a Ghost pepper (Bhut Jolokia) with a Red Habanero type from St Vincents Island in the West Indies.“
  8. Scharf gewürzt – Mit Chili und Paprika die Gesundheit stärken. Internetauftritt der Innungskrankenkasse. Abgerufen am 11. April 2018.
  9. Die lebensgefährliche allergische Reaktion. Der Stern. Abgerufen am 11. April 2018.
  10. Biss in Super-Chili löst extremen Kopfschmerz aus. Zeit online. (Nicht mehr online verfügbar.) 10. April 2018, ehemals im Original; abgerufen am 11. April 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.zeit.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.