Cheick-Idriss Gonschinska

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Cheick-Idriss Gonschinska (* 16. Dezember 1968 in Leipzig, DDR) ist ein deutscher Leichtathletiktrainer.

Cheick-Idriss Gonschinska war in der DDR 110-Meter-Hürdensprinter. 1990 war er der beste Hürdenläufer in der DDR-Jahresbestenliste. Im Rahmen des Staatsdopings wurde auch ihm Anabolika verabreicht.[1][2]

Gonschinska machte in seiner Heimatstadt Leipzig eine Ausbildung zum Diplom-Sportwissenschaftler. Anschließend war er in einem Reha-Zentrum in Berlin tätig, wo er mit verletzten Leistungssportlern und dadurch mit dem dortigen Olympiastützpunkt in Kontakt kam. 1994 wurde er hauptberuflich Leichtathletik-Trainer beim SCC Berlin. Nico Motchebon, Olympia-Fünfter von 1996 und deutscher Hallen-Rekordler über 800 Meter, und Thomas Blaschek, Vize-Europameister von 2006 über 110 Meter, gehörten zu seinen Schützlingen.[3]

Seit Mitte der 1990er Jahre ist Gonschinska als Trainer für den Deutschen Leichtathletik-Verband tätig, zunächst zuständig für den Hürdensprint im Bereich Frauen und Männer. 2010 wurde er Bundestrainer für die Sprint- und Laufdisziplinen („Leitender Bundestrainer Track“)[4] und 2012 Chef der Bundestrainer im DLV.[5]

Familiärer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gonschinska wurde als Sohn einer Leipzigerin und eines malischen Vaters geboren. Er lebt in Leipzig, ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Doping Dokumente S. 173
  2. Runder Tisch Dopingbekämpfung 1993 S. 14
  3. Bundestrainer Gonschinska: „Beklagen ist negativ“ auf augsburger-allgemeine.de v. 22. Februar 2011
  4. Cheick-Idriss Gonschinska wird Cheftrainer auf leichtathletik.de v. 8. September 2010
  5. pressdisplay.com 8. August 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]