Christa Sammler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Christa Sammler

Christa Sammler (* 23. Dezember 1932 in Breslau) ist eine deutsche Bildhauerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christa Sammler erhielt von 1948 bis 1951 Zeichenunterricht bei Alfred Herzog in Bautzen. 1951 machte sie das Abitur. 1951 bis 1956 erfolgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Walter Arnold. 1956 bis 1958 war sie Meisterschülerin an der Akademie der Künste der DDR bei Gustav Seitz. Sammler war von 1958 bis 1990 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Seit 1958 arbeitet sie freischaffend in Berlin. Sie hatte in der DDR eine große Anzahl von Einzelausstellungen und war auf allen wichtigen überregionalen Ausstellungen vertreten, u. a. von 1972 bis 1988 auf allen Kunstausstellungen der DDR in Dresden.

Neben der Tätigkeit als Bildhauerin setzte sie sich für die Rettung und den Erhalt historischer Bau- und Bildwerke ein (Potsdam: Holländisches Viertel, Marstall. Berlin: Neues Museum, Altbaufassaden).

Als Vorstandsmitglied der Gesellschaft Historisches Berlin e. V. (GHB) setzte sie sich 2001 mit der Befürwortung des Präsidenten des Abgeordnetenhauses Walter Momper erfolgreich für einen sinngebenden Standort des Denkmals des Freiherrn vom Stein vor dem Berliner Abgeordnetenhaus ein.

Reisen unternahm sie in die Tschechoslowakei, Sowjetunion, nach Ungarn, Polen, Bulgarien, Jugoslawien, Griechenland, Italien, Frankreich, Schweiz und Belgien. Der künstlerische Nachlass von Christa Sammler befindet sich heute im Winckelmann-Museum in Stendal.

Hauptwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mädchen mit Apfel
Mädchen mit Ball, 1965
  • Mädchen mit Apfel. 1962, Bronze, Höhe 75 cm, Dresden-Albertinum, Skulpturensammlung, Güstrow bis Barlach bis Gedenkstätten, Erfurt iGA, Kulturpark Gera. Im Nibelungenpark im Berliner Ortsteil Lichtenberg steht ein Zweitguss dieser Skulptur.
  • Große Liegende. 1966, Schwesternschule in Frankfurt/Oder
  • Neunteiliger Reliefzyklus Musik. 1969–1974, Aluminium, 16 × 3 m, für das Foyer der Musikhalle im Kongresszentrum Chemnitz
  • Schliemann-Denkmal. 1978–1981, Heinrich-Schliemann-Oberschule in Berlin
  • Der Frieden (nach Aristophanes). 1984, Bronze, Sandstein für den Vorplatz des Deutschen Theaters in Berlin
  • Schliemann bis Denkmal. Bronze auf Sandsteinstele, 1994, 2 Tafeln 170 × 51 cm, für das Heinrich Schliemann Gymnasium in Berlin
  • Fünfteiliger Reliefzyklus Mensch bis Natur bis Gesetze. 1986–1991, Bronze, für die Akademie der Wissenschaften der DDR
  • Gegenwart – Vergangenheit. Stele, 1991, Bronze, 25,5 × 75 cm
  • Berliner Stillleben Nr. IV. 1971, Aluminium, 46 × 35 cm
  • Troja, Totenkopf im Helm. 1980, Polyester, 54 × 50 cm

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Auftrag der Gesellschaft Historisches Berlin: Die Fehlentwicklungen der Historischen Mitte von Berlin zwischen 1990 und 1998.
  • Das Denkmal des Reichsfreiherrn vom und zum Stein in Berlin 1875 bis 2001 und das Bestimmen des künftigen Standortes.
  • Zwei Broschüren: Das Neue Museum bis kritische Stellungnahme der Gesellschaft Historisches Berlin zum geplanten Wiederaufbau und Das Neue Museum in Berlin bis Konzeption der Gesellschaft Historisches Berlin zum Wiederaufbau der Treppenhalle.
  • Über den Verfall unserer Städte, in der Ausgabe Bauwelt vom 5. Januar 1990.
  • Katalog Christa Sammler. 1994
  • Die Straße unter den Linden, Vergangenheit und Gegenwart 1814–2014. 2014.
  • Das Denkmalensemble der Befreiungskriege 1813–1815 an der Straße Unter den Linden. 2015.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1976: Will Lammert-Preis der Akademie der Künste der DDR
  • 1985: Kunstpreis der DDR
  • 1988: Käthe Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in: Berlin, Dresden, Rostock, Stendal, Görlitz, Greifswald, Ankershagen, Bautzen, Arneburg, Zollbrücke bis Galerie Dammbohlenhaus

Beteiligungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1977: Antwerpen, Plastikpark bis Middelheim
  • 1981: Budapest, Internationale Kleinplastikausstellung
  • 1982: Berlin, Archaik und Moderne
  • 1986: Padua, 14. Kleinplastik bis Biennale
  • 1987–1988: Bonn/München/Mannheim, Bildhauerkunst aus der DDR
  • 1989: Fellbach bei Stuttgart, 4. Kleinplastik-Triennale
  • 1996: Berlin, Galerie „M“
  • 2001: Rostock, „Antike Spuren“
  • 2001: BRD Troja bis Traum und Wirklichkeit
  • 2007: Galerie Neustrelitz „Maß und Emotion“

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sammler, Christa. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, S. 807–808

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Christa Sammler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien