Christian Trentsch

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Christian Trentsch auch: Trentschius Trentzsch (* 1605 in Großenhain; † 26. April 1677 in Wittenberg) war ein deutscher didaktischer Logiker und Metaphysiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian war der Sohn des Großenhainer Bürgermeisters Aegidius Trentsch (* 1. September 1565 in Großenhain; † 16. Juli 1648 ebd.) und dessen zweiter Frau Barbara Winckelmann (verh. 1599; † 10. April 1623 in Großenhain), die Tochter des Amtsschössers in Großenhain und Moritzburg Laurentius Winckelmann[1]. Nach anfänglicher Ausbildung an seinem Geburtsort, bezog Trentsch am 9. Februar 1619 die kurfürstlich sächsischen Landesschule St. Afra in Meißen, welche damals unter der Leitung des Rektors Johann Bechmann stand[2]. Nachdem er bereits 1620 an der Universität Leipzig deponiert worden war, immatrikulierte sich Trentsch am 31. Oktober 1629 an der Universität Wittenberg[3], wo er unter der Leitung von Matrin Trost ein philosophisches Studium der orientalischen Sprachen absolvierte.

Anschließend wechselte er an die Universität Leipzig, wo er sich 1634 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie erwarb. Danach kehrte er zurück nach Wittenberg und erlangte am 31. Oktober 1635 die Lehrbefähigung für orientalische Sprachen an Hochschulen als Magister legens. Zu Studienzwecken absolvierte er eine Kavaliersreise, welche ihn unter anderem nach Dänemark führte. Er kehrte zurück nach Wittenberg, wo er am 18. Oktober 1639 als Adjunkt an der philosophischen Fakultät aufgenommen wurde. 1649 wurde er Professor der didaktischen Logik und Metaphysik. Als Hochschullehrer der Leucorea beteiligte er sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Hochschule. So war er im Sommersemester 1642, sowie den Wintersemestern 1652, 1658, 1663, 1670 Dekan der philosophischen Fakultät[4]. Zudem war er in den Sommersemestern 1652 und 1668 Rektor der Alma Mater.

Trentsch heiratete 1650 Anna Maria Engelhart (1630–1688)[5], die Tochter von Zacharias Engelhard. Aus der Ehe stammen Kinder. Von diesen kennt man:

  • Johannes Trentsch (* 10. September 1664 in Wittenberg; † 8. August 1666 ebd.)[6]
  • Christian Trentsch (immatr. 2. Mai 1668 UWB[7])
  • Anna Dorothea Trentsch (* 10. Dezember 1658; † 27. Januar 1667 ebd.)[8]
  • Anna Maria Trentsch
  • Catharina Elisabeth Trentsch
  • Dorothea Christina Trentsch

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Disp. de philosophiae natura
  • Disp. de propriorum communicatione
  • Disp. de natura praedicationis
  • Disp. de veritate
  • Disp. de bonitate transcendentali
  • Disp. de necessario et contingente. Wittenberg 1652
  • Disp. de eodem et diverso
  • Disp. de universali et singulati
  • Disp. de principo et principicato
  • Disp. de potentia et actu
  • Disp. de disjunctis affectionibus entis in genere
  • Disp. de unitate tam indivisibili
  • Disp. quam divisibili
  • Disp. de sophista
  • Disp. de enunciatione infinita
  • Disp. de concursi causae primae cuni causa secunda
  • Disp. de conditione fine qua non
  • Disp. utrum aliquid rationis quibusdam brutis competat
  • Disp. de existentia scriptuum
  • Disp. de causa morali
  • Disp. de intellectu
  • Disp. de uno
  • Disp. de quaestione: an existentia scriptuum ex natura demonstrari possit?
  • Disp. de theologia naturali
  • Disp. de inscripta libro naturae Dei existentia
  • Disp. positiones 15 philosopico-philologicas

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Roth (Genealoge):Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische und kulturhistorische Zwecke. Boppard/Rhein, 1970, Bd. 6, S. 282, R 5460
  2. August Hermann Kreyssig: Afraner-Album. Verzeichniss sämmtlicher Schüler der Königlichen Landesschule zu Meissen von 1543 bis 1875, 8422 an der Zahl. C. E. Klinkicht & Sohn, Meissen, 1876, S. 113
  3. Bernhard Weissenborn: Album Academiae Vitebergensis- Jüngere Reihe Teil 1 (1602–1660). Magdeburg, 1934, S. 341
  4. Andreas Sennert: Athenae Itemq Inscriptiones Wittebergenses. Libri II. Johannes Wilcke, Wittenberg, 1678, (Online)
  5. Nachweis bei VIAF
  6. Traueranzeige des Rektors der Universität Wittenberg Michael Wendeler (Memento des Originals vom 24. Februar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cgi-host.uni-marburg.de
  7. Fritz Juntke: Album Academiae Vitebergensis – Jüngere Reihe. Halle (Saale), 1952, Teil 2, S. 353
  8. Roth: LP ... Boppard/Rhein, 1976, Bd. 9, S. 57, R 8104