Christoph Aegidius von Negelein

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Christoph Aegidius Negelein (* 1668 in Nürnberg; † 1746) war Bürgermeister in Königsberg[1].

Sein Vater Hanns Negelein heiratete Magdalena Mangold 1662. Hanns Negelein und Magdalena hatten die folgenden Kinder: Christoph Ägidius, Johann Hi(e)ronymus, Maria Magdalena, Margarethe und Zacharias. Alle wurden in Nürnberg geboren, gingen aber nach Norddeutschland. Christoph Aegidius ging nach Königsberg, Johann Hieronimus (Jean Jerome) nach Holstein (Kiel) und wurde dort Geheimer Rat, Zacharias ging als Bankier nach Brandenburg.

Christoph Aegidius Negelein war Gutsherr auf Weßlienen und Rödersdorf (Ostpreußen) und Bürgermeister von Königsberg Kneiphof von ~1710 bis 1724.

Am 19. August 1724 erfolgte für Negelein, der bereits Königlich Preußischer Geheimer Rat war, die Erhebung in den preußischen erblichen Adelsstand.[2] Zuvor hatte er darauf verzichtet, erster Oberbürgermeister von Königsberg zu werden und den König um seine Entlassung aus dem Staatsdienst gebeten.

Er war verheiratet mit Christina geb. Falk. Ihre gemeinsame Tochter Luisa Christine (1692–1736) war die Mutter von Christoph Friedrich von Derschau.[1] Ihr Sohn Julius Aegidius (1706–1772) wurde Hofgerichtsvizepräsident und zeitgleich mit seinem Vater in den Adelsstand erhoben.[3] Mit Christina hatte er vier Kinder. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Negelein Helena Juliana geb. Guenther; mit dieser hatte er weitere sechs Kinder.

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. a b Günther Möhlmann: Derschau, Christoph Friedrich von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 610 (Digitalisat).
  2. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 6, Friedrich Voigt's Buchhandlung, Leipzig 1865, S. 458.
  3. Georg Conrad: Geschichte der Königsberger Obergerichte. Duncker & Humblot, Leipzig 1907, S. 453