Claudia Gudelius

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Claudia Gudelius, 2005

Claudia Gudelius, geb. Höhne (* 13. November 1951 in Bad Tölz), ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claudia Gudelius wuchs in Jachenau im Landkreis Bad Tölz auf. Ihre Eltern waren der ehemalige Generalmajor Otto Höhne und dessen Frau Hildegard Rosa Josefa, geb. Klügel (1913–1985). Im Jahre 1971 machte sie ihr Abitur am Gymnasium St. Ursula Hohenburg in Lenggries.

Sie studierte ab 1972 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Medizin und schloss 1974 das Physikum ab. Zusätzlich studierte sie aztekische Sprache.[1] Nach der Approbation wurde sie im Jahre 1979 promoviert.

Anschließend war sie zunächst Assistenzärztin im Versorgungskrankenhaus in Bad Tölz[2], danach als Truppenärztin[3] und Fliegerärztin bei der Luftwaffe[1]. Nach einer längeren Pause praktizierte sie freiberuflich an mehreren Kliniken, u. a. am Klinikum Garmisch-Partenkirchen[4] und an der Bad Tölzer Buchberg-Klinik[1]. Als Anfang 2019 Jachenau von der Außenwelt abgeschnitten war,[5] bildete sie mit zwei Mitarbeitern des Bayerischen Roten Kreuzes ein Notfallteam für die medizinische Versorgung des Ortes.[6][7] Sie engagiert sich ehrenamtlich u. a. als Asylhelferin.[1]

Als Schriftstellerin verfasst sie zeitgenössische[8] und historische Romane.[1]

Claudia Gudelius ist seit 1975 mit Jost Gudelius (* 1942) verheiratet. Sie hat vier Kinder und wohnt in Jachenau.[1]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihren Romanen greift Gudelius zeitgenössische und historische Ereignisse, Orte und Gegebenheiten auf. Sie bereiste Indianerreservate, zog mit Kamelen durch Regionen der Libyschen Wüste, der Sahara und der Syrischen Wüste, hielt sich in den Oasen Siwa und Bahariya und in Palästinenserlagern auf, bereiste Amerika, Israel, Ägypten, Syrien und den Libanon. Von zwei Mongolen begleitet, durchquerte sie mit Pferd und Kamel die mongolische Steppe und die Wüste Gobi. Inspiriert von diesen Reisen entstehen ihre Romane[9]. „Ein[en] wunderbaren Schmöker[10] stellt die Geschichte des jungen Gonzalos dar, welcher im 16. Jahrhundert zu Indios kommt und die diskriminierenden Schwierigkeiten der Volksgruppe erfährt. In ihrem neuesten Roman Die alte Schuld hat sie die Hexenprozesse in der Grafschaft Werdenfels als Grundlage für die Geschichte gewählt.[11]

Seit 2012 wurden zwei ihrer Bücher in dem von ihrem Mann gegründeten Schneemann-Verlag veröffentlicht.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lebenslauf bis 1974 beschrieben in: Beiträge zur Kenntnis der indianischen Heilkunde Nordamerikas. Dissertation. Universität München 1980.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Petra Schneider: Die Macht der Angst. Süddeutsche Zeitung, 5. Oktober 2017, abgerufen am 19. August 2020.
  2. Frau Stabsarzt bringt weiblichen Charme in den rauhen Lenggrieser Soldatenalltag in Tölzer Kurier vom 15. Dezember 1980
  3. Frau Stabsarzt bringt weiblichen Charme in den rauhen Lenggrieser Soldatenalltag in Tölzer Kurier vom 15. Dezember 1980
  4. Feuer gefangen. 6. Oktober 2017, abgerufen am 19. August 2020.
  5. Jachenau im Ausnahmezustand. 8. Januar 2019, abgerufen am 19. August 2020.
  6. Rettungsengel im Tiefschnee: Sie helfen den Jachenauern bei einem medizinischen Notfall. 11. Januar 2019, abgerufen am 19. August 2020.
  7. FOCUS Online: Von Außenwelt abgeschnitten: Jachenau beweist, wie man Krisen löst. Abgerufen am 19. August 2020.
  8. Tanja Beuthien, COVER Frauen Portrait:Claudia Gudelius - Hinterm Horizont geht's weiter in COVER, 02/2014, S. 85 f.
  9. Tanja Beuthien, COVER Frauen Portrait:Claudia Gudelius - Hinterm Horizont geht's weiter in COVER, 02/2014, S. 85 f.
  10. Buchkultur. Verein Buchkultur, 1999, ISBN 978-3-88710-211-1, S. 46 (google.de [abgerufen am 19. August 2020]).
  11. Feuer gefangen. 6. Oktober 2017, abgerufen am 19. August 2020.