Claudine Nierth

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Claudine Nierth bei hart aber fair, 2016.

Claudine Nierth (* 1967 in Niebüll) ist eine deutsche Künstlerin und Politaktivistin.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit ihrem Kunststudium (1991–1995) und ihrer mehrjährigen Bühnentätigkeit (Eurythmie) liegt der Schwerpunkt von Claudine Nierth auf der künstlerischen Gestaltung sozialer Prozesse. Diese Tätigkeit übt sie als Selbständige mit Mitarbeitern in Unternehmen und Organisationen aus. Von 2006 bis 2012 war sie Dozentin des Bachelorstudiengangs bei 4.D raum für eurythmische ausbildung und kunst in Hamburg.[1]

Politische Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claudine Nierth unterstützte in den 1980er Jahren die Aktion Volksentscheid, die erste bundesweite Aktion für Direkte Demokratie. Seitdem engagiert sich Nierth für die Einführung und Verbesserung von Volksentscheiden und deren Regelungen. Sie war 1997 eine der drei Initiatoren des ersten Volksbegehrens Mehr Demokratie in Hamburg und 2011 der Volksinitiative Mehr Demokratie in Schleswig-Holstein. 2000 brachte sie den weißen Omnibus für Direkte Demokratie als rollende Skulptur auf die Straße. Anschließend schrieb sie sich die Einführung des bundesweiten Volksentscheids auf die Fahnen.

Seit 1998 ist Claudine Nierth Bundesvorstandssprecherin des bundesweit arbeitenden Vereins Mehr Demokratie e.V.[2] Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein entsandte sie in die 15. Bundesversammlung, die am 18. März 2012 den deutschen Bundespräsidenten wählte. 2013 wurde sie für den Bürgerpreis Schleswig-Holstein in der Kategorie „Alltagshelden“ nominiert. 2014/2015 war sie Mitglied der Enquete-Kommission betreffend Stärkung der Demokratie in Österreich des österreichischen Nationalrats.

Am 27. August 2017 hat Claudine Nierth mit dem damaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert im Rahmen der Ruhrtriennale 2017 beim ZEIT Forum Kultur zum Thema "Ende der Elite – Die neue Kraft von unten" in der Turbinenhalle der Jahrhunderthalle Bochum debattiert. Dabei ging es auch um direkte Demokratie und die Einführung bundesweiter Volksentscheide.[3][4]

Am 22. Mai 2018 wurde ihr für Ihr Engagement vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.[5] In der Begründung hieß es unter anderem: „Auch wenn die direkte Demokratie in einem Spannungsverhältnis zur repräsentativen Demokratie steht, ist der Austausch darüber, ob unser Land mehr Volksentscheide braucht, stets bereichernd. Wie lassen sich kluge Entscheidungen unter breiter Teilhabe am besten erreichen? Diese wichtige Frage setzt Claudine Nierth immer wieder auf die politische Agenda.“ [6]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinsam entscheiden was alle betrifft. In: Utz Schliesky, Niclas Herbst, Guido Wendt (Hrsg.): Schleswig-Holstein 2020 – Gedankenskizzen zur Zukunft eines Bundeslandes. Neumünster, Wachholtz 2011, S. 256–264, ISBN 978-3-529-02819-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Portrait als Dozentin bei 4.D raum für eurythmische ausbildung und kunst, Hamburg
  2. Portrait als Bundesvorstandssprecherin von Mehr Demokratie e.V. (Memento des Originals vom 17. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mehr-demokratie.de
  3. News Mehr Demokratie inkl. Video der Debatte
  4. Homepage der Ruhrtriennale
  5. News Mehr Demokratie
  6. Homepage des Bundespräsidenten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]