Cobaltgelb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
3 Kaliumion Struktur von Hexanitrocobaltat
Allgemeines
Name Cobaltgelb
Andere Namen
  • Kaliumhexanitritocobaltat(III)
  • Kaliumhexanitrocobaltat(III)
  • Kaliumcobalt(III)-nitrit
  • Fischers Salz
  • Indischgelb
  • Aureolin
  • Kobaltgelb
Summenformel K3[Co(NO2)6]·1,5 H2O[1]
CAS-Nummer 13782-01-9
PubChem 25022080
Kurzbeschreibung

tiefgelbe, glänzende Prismen und Doppelpyramiden[1]

Eigenschaften
Molare Masse 479,28 g·mol−1[1]
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,18 g·cm−3[1]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser, in heißem Wasser erfolgt Zersetzung[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden
Cobaltgelb
Farbcode: #E2DC30

Cobaltgelb, nach seiner goldgelben Farbe auch Aureolin (von lateinisch aureolus „schön aus Gold gemacht“) genannt, ist ein feines, leichtes kristallines Pulver und wird als Pigment für Öl- und Aquarellmalerei verwendet.

Der Farbindex-Wert von Cobaltgelb ist PY40. Dies steht für Pigment Yellow 40, das heißt für den vierzigsten Eintrag in der Liste der gelben Pigmente.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kobaltgelb wurde im Jahre 1848 von Nikolaus Wolfgang Fischer erfunden[3] und wird seit etwa 1860 industriell hergestellt. Zur damaligen Zeit war es neben Indischgelb die einzige Lasurfarbe mit leuchtend gelber Färbung. Erst mit der Erfindung der organischen Teerfarbstoffe, die wesentlich preiswerter herzustellen waren, ging seine Verbreitung wieder zurück.[4]

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chemisch gesehen handelt es sich bei Aureolin um Kaliumhexanitritocobaltat(III) – mit der Formel K3[Co(NO2)6]·1,5 H2O. Es sollte nur im Neutralen verwendet werden, da es im sauren oder basischen Milieu nicht beständig ist.[4]

Es fällt als Niederschlag aus, wenn eine Natriumhexanitritocobaltat(III)-Lösung in eine Lösung die Kaliumionen enthält (z.B. gelöstes Kaliumnitrat) zugetropft wird. Das Natriumhexanitritocobaltat(III) wird wiederum durch eine vorhergehende Oxidation des Co2+ mittels Luft (Sauerstoff) zu Co3+ in einer Lösung aus Natriumnitrit, Cobalt(II)-nitrat und Essigsäure gewonnen:[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu Kaliumhexanitrocobaltat(III). In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 14. Juli 2014.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. „Salpetrichsaures Kobaltoxydkali“: N. W. Fischer: Ueber die salpetrichtsauren Salze. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 150, Nr. 5, Januar 1848, S. 115–125, doi:10.1002/andp.18491500512.
  4. a b 43500 Kobaltgelb, Aureolin. Kremer Pigmente, abgerufen am 24. Oktober 2015 (PDF, 43 kB).
  5. Heinrich Remy: Lehrbuch der Anorganischen Chemie Band I + II, Leipzig 1973, S. 400.
Farb-Check-RGB.png

Die in diesem Artikel angezeigten Farben sind nicht farbverbindlich und können auf verschiedenen Monitoren unterschiedlich erscheinen.
Eine Möglichkeit, die Darstellung mit rein visuellen Mitteln näherungsweise zu kalibrieren, bietet das nebenstehende Testbild (nur wenn die Seite nicht gezoomt dargestellt wird):
Tritt auf einer oder mehreren der drei grauen Flächen ein Buchstabe („R“ für Rot, „G“ für Grün oder „B“ für Blau) stark hervor, sollte die Gammakorrektur des korrespondierenden Monitor-Farbkanals korrigiert werden. Das Bild ist auf einen Gammawert von 2,2 eingestellt, das ist der gebräuchliche Wert bei TV-Geräten und Computern mit Windows oder macOS (ab Version 10.6)