Collegium Bernardi

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Collegium Bernardi – Privates Gymnasium und Internat Mehrerau
Logo des Collegium Bernardi
Schulform Gymnasium, Internatsschule
Gründung 1854
Ort Bregenz-Mehrerau
Bundesland Vorarlberg
Staat Österreich
Koordinaten 47° 30′ 12″ N, 9° 43′ 11″ OKoordinaten: 47° 30′ 12″ N, 9° 43′ 11″ O
Träger Territorialabtei Wettingen-Mehrerau/Katholische Kirche in Österreich
Schüler 266 (2011/12)
Lehrkräfte ~49/12 Erzieher
Leitung Christian Kusche (Dir. & Regens)
Website www.collegium-bernardi.at

Das Collegium Bernardi – Privates Gymnasium und Internat Mehrerau ist ein achtjähriges Privatgymnasium mit Öffentlichkeitsrecht und angeschlossenem Internat in Bregenz-Mehrerau (Vorarlberg, Österreich). Es wurde 1854 gegründet, ist das älteste bestehende Bildungsinstitut in Vorarlberg und wurde bis zum Schuljahr 2016/17 mehr als 160 Jahre lang als reines Bubengymnasium geführt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Collegium Bernardi wurde am 18. Oktober 1854 von Zisterziensern der Abtei Wettingen-Mehrerau als Lateinschule gegründet. Schon zuvor hatten die Mönche eine Lateinschule in Wettingen betrieben, das sie 1841 wegen des Aargauer Klosterstreits verlassen mussten.

Im ersten Schuljahr besuchten sieben Schüler die Lateinschule. Nach zwei Jahren bekam die Schule ein eigenes Gebäude. Das Collegium erfreute sich bald zunehmender Beliebtheit. So zählte es im Schuljahr 1862/63 bereits über 50 Schüler, und 1883/84 schon über 100. Im Jahr 1886 bekam das Collegium seinen heutigen offiziellen Namen: Collegium Sancti Bernardi.

Während des Ersten Weltkriegs, als ein Teil des Schulgebäudes als Reservespital der kaiserlichen Armee verwendet wurde, konnte der Schulbetrieb mit 150 Schülern aufrechterhalten werden.

Während des Zweiten Weltkriegs konnte der Schulbetrieb nicht mehr aufrechterhalten werden, da die Gebäude ab 1938 als Lazarett dienten. 1941 wurde auch das Kloster von den NS-Behörden aufgelöst.

Abtei Wettingen-Mehrerau

Als die Mönche 1945 wieder ins Kloster zurückkehren konnten, nahmen sie noch im selben Jahr den Schulbetrieb wieder auf. Allerdings fand der Unterricht in den Räumlichkeiten des Klosters statt, da die Schulgebäude erst 1950 von der französischen Besatzungsmacht freigegeben wurden.

1974 bekam das Internat einen weiteren Gebäudeteil und 1981 errichtete man eine neue Turnhalle. 1996 wurde schließlich das Schulgebäude komplett neu errichtet.

2003 wurde die Fußballakademie Vorarlberg-Mehrerau als Kooperation des Collegiums mit dem Vorarlberger Fußballverband (VFV) gestartet. Dabei wird ein neues Konzept in der Talenteförderung umgesetzt.

Ein Jahr darauf wurde das bestehende Gymnasium durch einen gymnasialen Sportzweig ergänzt (Realgymnasium unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung). Neben Fußball zählen seither Handball (Handballakademie), Segeln und Rudern zu den Schwerpunktsportarten.

Schulgebäude, Neubau

Talentierten Schülern wird so die Möglichkeit gegeben, Schule, außerschulische Betreuung und Sportausbildung an einem Standort optimal aufeinander abgestimmt vorzufinden. Diese Talenteförderung erfolgt gemeinsam mit Kooperationspartnern. Neben den gymnasialen Zugangsbedingungen müssen diejenigen Schüler, die den Sportzweig besuchen wollen, auch entsprechende sportliche Kriterien erfüllen.

Im Zuge der Diskussion über sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche kamen auch Berichte über zurückliegende Missbrauchsfälle in dem Internat auf. So berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel Anfang 2010 über Kindesmisshandlungen und Kindesmissbrauch in der Klosterschule Mehrerau in den 1950er bis in die 1990er Jahre.[2]

Im Schuljahr 2011/12 hatte das Collegium Bernardi, das allgemein auch unter dem Namen PG Mehrerau bekannt ist, 266 Schüler, 49 Lehrer und 12 Erzieher. Seit dem Schuljahr 2016/17 steht der Zugang ans Gymnasium auch für Mädchen offen.[3] Das Internat ist weiterhin männlichen Schülern vorbehalten. Im Mai 2012 sind bei einem Großbrand die Tischlerei, Schlosserei sowie ein Holzlagergebäude beim Kloster Mehrerau bis auf die Grundmauern niedergebrannt, für den Schulbetrieb gab es durch den Brand aber keinerlei Einschränkungen.[4]

Mit dem beginnenden Schuljahr 2017/18 wurde auf dem Gelände auch eine private Volksschule mit 28 Schülern in zwei Klassen eingeführt.[5]

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Professoren
Ehemalige Schüler

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Collegium Bernardi (Bregenz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kloster Mehrerau öffnet Gymnasium für Mädchen (27. Februar 2015)
  2. Kindheit in der Klosterschule: Hölle, lebenslang (3. März 2010)
  3. Lieber gemeinsam oder getrennt lernen? (5. Dezember 2015)
  4. Großbrand beim Kloster Mehrerau in Bregenz: Drei Gebäude niedergebrannt (4. Mai 2012)
  5. Mehrerau: Schülerzahlen bestätigen Bedarf der privaten Volksschule (11. September 2017)
  6. Viktorin Panhölzl (1874-) ab 1934 Professor Stiftsgymnasium St. Florian (?)
  7. P. Viktorin Panhölzl in der "Cistercienser-Chronik", 49. Jg., 1937
  8. Bruno Griesser (1889-1965) zisterzienserlexikon.de
  9. Kantor P. Adalbert Roder (1911–86) musiklexikon.ac.at
  10. Von Liebe geführt. Goldenes Priesterjubiläum von Pater Nivard Huber Vorarlberger Kirchenblatt, 26. August 2009
  11. Harald Pfarrmaier: „Zeigerle“ feiert einjähriges Gasthaus-Jubiläum vol.at, 17. Oktober 2011
  12. Schuldirektoren Collegium Bernardi