Compact Memory

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Compact Memory ist eine frei zugängliche digitale Bibliothek von 172[1] deutschsprachigen jüdischen Periodika aus dem Zeitraum 1806 bis 1938.

Die Zeitschriften mit einem Gesamtumfang von über 700.000 Seiten wurden von 2000 bis 2006 im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts digitalisiert. Damit liegen für die Geschichte des Judentums in Deutschland und Österreich wichtige Quellen wie die Allgemeine Zeitung des Judentums, Der Israelit und die Jüdische Rundschau vollständig als E-Texte vor und können standortunabhängig benutzt werden, ohne dass die teils in schlechtem Erhaltungszustand befindlichen Originale Schaden nehmen. Projektpartner waren die RWTH Aachen, das Sondersammelgebiet Judentum an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg und die Bibliothek Germania Judaica.

Die Datenmenge der eingescannten Seiten beträgt etwa 137 Gigabyte. Die Zeitschriften sind über eine Navigationsleiste mit Haupt- und Untereinträgen einzeln recherchierbar. Außerdem steht eine Suchfunktion zur Verfügung, in der nach Titeln/Schlagworten sowie Autoren gesucht werden kann. Neben einer automatisierten Texterkennung wurden über 81.000 Einzelbeiträge von mehr als 10.000 Autoren nach den Regeln für die Formalkatalogisierung bibliographisch erschlossen.

2004 wurde Compact Memory von der UNESCO als digitales Weltkulturerbe anerkannt.[2]

Compact Memory ist seit 2014 Bestandteil des digitalen Judaica-Portals der Universitätsbibliothek Frankfurt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Auswahl von Compact Memory im Portal liefert 172 Titel (Stand: Januar 2015).
  2. Deutsche Welle, 8. April 2004

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]