Concertgebouw-Orchester

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Logo des Concertgebouw-Orchesters

Das Koninklijk Concertgebouworkest (KCO) (niederländisch für Königliches Konzertgebäude-Orchester) in Amsterdam, international auftretend unter dem Namen Royal Concertgebouw Orchestra (RCO), ist das bedeutendste Sinfonieorchester der Niederlande. Zum 100-jährigen Jubiläum 1988 verlieh Königin Beatrix dem Orchester den Titel Koninklijk (Königlich).

Es wurde 1888 gegründet, erster Chefdirigent war Willem Kes. Während der außerordentlich langen Amtszeit von Willem Mengelberg (1895-1945) kam es zu Weltruhm als eines der virtuosesten Orchester der Zeit. Seine Nachfolger Eduard van Beinum (1945-1959), Bernard Haitink (1961-1988), Riccardo Chailly (1988-2004) und Mariss Jansons (2004-2015) konnten seine Bedeutung unter den weltbesten Orchestern halten. Seit Beginn der Saison 2016/2017 hat der Italiener Daniele Gatti die Position des Chefdirigenten des Royal Concertgebouw Orchestra inne.[1]

Concertgebouw-Orchester nach einem Konzert im Concertgebouw

Ein Gremium von Chefredakteuren führender europäischer Musikzeitschriften wählte das Royal Concertgebouw Orchestra im Jahr 2006 auf Platz 2 aller europäischen Orchester.[2] Das britische Fachmagazin Gramophone wählte es im Jahr 2008 durch eine Befragung von Musikkritikern gar auf Platz 1 aller Orchester der Welt.[3]

Hinter der Position des Chefdirigenten gab es die ersten etwa 75 Jahre den „ersten Dirigenten“ (niederländisch: eerste Dirigent). Unter diesen fanden sich Karl Muck (1921–1925), Pierre Monteux (1924–1934), Bruno Walter (1934–1939) und Eugen Jochum (1941–1943). Nochmals dahinter rangierte der „zweite Dirigent“ (tweede Dirigent), darunter Cornelis Dopper (1908–1931) und anfangs Eduard van Beinum (1931–1938), der danach zum „zweiten ersten Dirigenten“ ernannt wurde. Während Haitinks Amtszeit wurde das System des ersten und zweiten Dirigenten abgeschafft und durch Assistenten ersetzt. Hierzu zählten Edo de Waart und Hans Vonk. Jedoch hatten auch in Nachkriegszeit einige international berühmte Dirigenten eine Dauerplanstelle bei dem Orchester, so etwa Rafael Kubelík (1949–1955), George Szell (1958–1961), erneut Eugen Jochum (1961–1963) und Kirill Kondraschin (1978–1981).

Der außerordentlich runde Klang des Orchesters wurde und wird wesentlich geprägt durch seine Spielstätte, das 1888 eröffnete Amsterdamer Koninklijk Concertgebouw, nach dem das Orchester auch benannt ist. Das Orchester spielt auch zeitweise an der Niederländischen Oper, dem führenden Opernhaus der Niederlande.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Clemens Hellsberg: Vienna Philharmonic Named Europe’s Finest Orchestra. (Memento vom 3. Januar 2007 im Internet Archive), HULIQ.com, 21. November 2006
  3. Fachmagazin wählt vier deutsche Orchester unter die besten der Welt. In: Die Welt, 19. November 2008