Connee Boswell

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Constance „Connee“ Boswell (* 3. Dezember 1907 in Kansas City, Missouri[1]; † 11. Oktober 1976 in New York City) war eine US-amerikanische Blues- und Jazz-Sängerin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Connee Boswell (1941)

Der Gesang von Connee Boswell hatte große Bedeutung für die Musik und deren Entwicklung ihrer Zeit. Bessie Smith, Ella Fitzgerald und Enrico Caruso wurden nach eigener Aussage durch Boswell inspiriert. Connee und ihre Schwestern Martha and Helvetia (Vet) wurden ihrerseits durch den Kornettisten Emmett Hardy, Ethel Waters und Louis Armstrong beeinflusst. Sie arbeiteten gemeinsam für einen Radiosender in New Orleans und spielten überwiegend klassische Instrumentalstücke. Sie traten gemeinsam mit dem The New Orleans Philharmonic Orchestra auf. Martha schrieb einen Blues, der von Connee gesungen als Schallplatte veröffentlicht wurde und den Grundstein für ihre Solo-Karriere legte. Die Schwestern gründeten eine Gesangsgruppe, The Boswell Sisters. Sie wurden populär durch eine eigene Radiosendung, hatten aber auch Gastauftritte in Bing Crosbys Sendung und sangen im Buckingham Palace vor Georg V.

Boswell war seit ihrem vierten Lebensjahr durch Kinderlähmung auf einen Rollstuhl angewiesen, dennoch war sie fest entschlossen Solo-Sängerin zu werden, was sie 1935, nach dem Auseinandergehen der Boswell Sisters, erreichte. Connee war Autodidaktin, erlernte das Spielen von Saxophon, Cello und Klavier. Sie trat stets mit einem Hebemechanismus ausgestatteten Rollstuhl auf, der den Eindruck vermittelte, sie würde stehen. Sie war auch unter den Gründern der Organisation March of Dimes, und trat vermehrt in Krankenhäusern und auf Benefizveranstaltungen auf.[2] Connee Boswell trat auch in den Broadway-Shows „Star Time“, „Curtain Time“ und „Show Time“ auf.

Sie arbeitete bis in die 1960er Jahre überwiegend für das Fernsehen. Ihren letzten Gesangsauftritt hatte sie 1975 in der Carnegie Hall gemeinsam mit dem Benny Goodman Orchestra.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Connee Boswell heiratete am 14. Dezember 1935 in Peekskill Harry Henry Leedy, der der Manager der Boswell Sisters war. Die Ehe blieb kinderlos. Sie waren bis zu seinem Tod 1975 verheiratet.[3]

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 1976 musste sie sich einer Krebsoperation im Mount Sinai Hospital unterziehen, ab Mai 1976 folgte eine Chemotherapie. Am 11. Oktober 1976 starb sie im Alter von 68 Jahren im Mount Sinai Hospital an Magenkrebs, ihre Schwester Vet war an ihrer Seite. Die Trauerzeremonie fand in der Blessed Sacrament Roman Catholic Church in New York statt.[4] Sie wurde bei ihrem Mann auf dem Ferncliff Cemetery in Harksdale beigesetzt.[5]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Star Maker (1951)
  • Connee Boswell (1951)
  • Singing the Blues (1951)
  • Connee (1956)
  • Connee Boswell & the Original Memphis 5 (1956)
  • Connee Boswell Sings Irving Berlin (1958)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1937: It’s All Yours
  • 1937: Artists and Models
  • 1941: Kiss the Boys Goodbye
  • 1942: Syncopation
  • 1946: Swing Parade of 1946
  • 1958: Senior Prom

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Connee Boswell – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Connee Boswell bei findagrave.com
  2. New York Times: Connee Boswell Is Dead at 68
  3. Harry Henry Leedy bei findagrave.com
  4. New York Times: Connee Boswell Is Dead at 68
  5. Connee Boswell bei findagrave.com