CorelDraw Graphics Suite

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CorelDraw Graphics Suite

CorelDraw Graphics Suite X8.svg
Screenshot Corel Draw X4.png
Basisdaten

Entwickler Corel
Aktuelle Version 2019 (21)
(12.04.2019)
Betriebssystem Microsoft Windows macOS
Kategorie Grafiksoftware
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
www.corel.com
Dateien CorelDRAW

CorelDraw Graphics Suite (eigene Schreibweise: CorelDRAW Graphics Suite) ist eine insbesondere auf Windows-Systemen verbreitete Grafik- und Bildbearbeitungs-Softwaresammlung der Corel Corporation.

Die Versionsnummern wurden erst bis 12 (2003) hochgezählt, in den nachfolgenden Versionen wurde die „10“ durch die römische Ziffer X ersetzt, somit mit X3 (2006) bis X8 (2016) bezeichnet. Seit 2017 wird als Versionsnummer die Jahreszahl benutzt. Seit Version 2019 ist die CorelDRAW Graphics Suite auch wieder für macOS verfügbar[1].


Komponenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CorelDraw wird als Paket von Anwendungen (Graphics Suite) zur Grafikbearbeitung vertrieben. Es enthält in der Version 2019 folgende Komponenten:

Hauptprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zudem sind verschiedene zusätzliche „Helferlein“ enthalten, wie BenVISTA PhotoZoom Pro 4 (Plugin zur Vergrößerung digitaler Bilder), ein Barcode-Assistent, Cliparts, Schriften und Sonstiges.

In den Versionen 10–12 lag zudem noch Corel Rave zur Erstellung einfacher Flash-Animationen bei.

Möglichkeiten von CorelDraw (X4) Möglichkeiten von CorelDraw (X4)
Möglichkeiten von CorelDraw (X4)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Version des Programms wurde für Microsoft Windows entwickelt und im Jahr 1989 als Version 1.2 veröffentlicht (die Versionen 1 und 1.1 waren interne Vorabversionen). Später kam eine Version für Apple Macintosh hinzu, wobei Version 11 die letzte Version für Macintosh-Systeme darstellt. Zeitweise gab es auch eine eigenständige Unix-Version (CorelDraw 3), die später durch eine Wine-basierte (CorelDraw 9) nur für Linux ersetzt und schließlich ganz aufgegeben wurde.

Das Besondere an den ersten CorelDraw-Versionen war, dass Vektor-Schriften in einem proprietären Format mitgeliefert wurden. Windows 3.0 unterstützte noch keine TrueType-Schriftarten. Um trotzdem Postscript-Fonts nutzen zu können und die mitgelieferten Corel-Fonts im .wfn-Format auch als Druckerfont auf entsprechende Drucker hochladen zu können, lag diesen Versionen das Dienstprogramm WFN-Boss bei. So war Corel von den PostScript-Schriften der Firma Adobe unabhängig. Das umfangreiche Schriftenpaket, 2010 bestehend aus über tausend OpenType- und PostScript-Schriften, ist bis heute beibehalten worden. Zumindest einzelne ältere Versionen waren auch zusammen mit Ventura erhältlich. Schon die ganz frühen Versionen erlaubten auch den Export von Grafiken in einen Font (zunächst ins Corel-eigene Format), wodurch sich CorelDRAW auch als einfacher Font-Editor einsetzen lässt.

Daneben war es in den ersten Versionen nur möglich, im schwarzweißen Outline-Modus zu arbeiten, die tatsächliche farbige Grafik bekam man dann erst nach Umschalten in den Vorschaumodus zu sehen. Dies war ein Zugeständnis an die damals sehr leistungsschwachen Rechner. Trotzdem dauerte das Rendern des Vorschaubildes nicht selten einige Sekunden bis Minuten, je nach Komplexität des Bildes.

Die neueren Versionen beinhalten zunehmend Funktionen aus dem Desktop-Publishing und der Druckvorstufe. So gibt es eine direkte PDF-Ausgabe, eine Druckvorschau, die komplexe Montagebögen ermöglicht, und eine kalibrierte Farbvorschau, die durch die Verwendung der Trapping-Methode auch Farbmischungen anzeigt.

In der Version X5 wurde das Farbmanagement vollständig neu programmiert und entspricht nun dem weltweiten Industriestandard, der weitgehend von Adobe geprägt wurde. Das führt allerdings zu teils erheblichen Farbunterschieden beim Bearbeiten von Dateien aus vorherigen Versionen.

Das eigene versionsabhängige Vektorformat hat die Dateiendung CDR. Dank dem Programm libcdr können auch LibreOffice (Draw), Inkscape, sk1 und Scribus dieses Dateiformat öffnen, dies gilt ebenso für CorelDraw Templates (CDT) und CorelDraw Presentations Exchange (CMX) Dateien.

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CorelDraw
Veröffentlichung Version
Januar 1989[2] 1
März 1989[3] 1.01
April 1989[3] 1.02
Juli 1989[3] 1.10
Februar 1990[2] 1.11
September 1991[2] 2
Oktober 1992[2] 3
Mai 1993[2] 4
Juli 1994[2] 5
24.08.1995[2][4] 6
April 1996[2] 7
April 1998[2] 8
Dezember 1999[2] 9
Oktober 2000[2] 10
  01.08.2002[2][5] 11
Januar 2004[2] 12
Februar 2006[2] X3 (13)
Januar 2008[2] X4 (14)
23.02.2010[6] X5 (15)
20.03.2012[7] X6 (16)
27.03.2014[8] X7 (17)
15.03.2016[9][10] X8 (18)
11.04.2017[11] 2017 (19)
10.04.2018[12] 2018 (20)
12.04.2019[13] 2019 (21)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CorelDRAW 11 Graphics Suite Kompendium; Borges, Redeker, Schumacher; Markt+Technik Verlag; München 2003; ISBN 3-8272-6361-1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeichenprogramm CorelDraw wieder für den Mac erhältlich. 12. März 2019, abgerufen am 25. März 2019.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o CorelDRAW - ein Blick zurück. 20 Jahre Innovation im Design. Abgerufen am 6. Dezember 2018.
  3. a b c Gerard Metrailler, "A little history of CorelDraw Graphics Suite", Fri, Oct 26 2007 at coreldraw.com/blogs/
  4. Corel Corporation Begins Shipping CorelDRAW 6 Suite for Windows 95 (Archived Press Releases). 22. Februar 1999, abgerufen am 6. Dezember 2018 (englisch).
  5. CorelDRAW® Graphics Suite 11 Now Available - Corel Corporation. 11. August 2002, abgerufen am 6. Dezember 2018.
  6. CorelDRAW® Graphics Suite X5 Delivers More Versatility, Content and Color Tools for Graphics Professionals - CorelDRAW related Press releases - CorelDRAW.com. 26. Februar 2010, abgerufen am 6. Dezember 2018.
  7. Corel veröffentlicht CorelDRAW® Graphics Suite X6. 20. März 2012, abgerufen am 6. Dezember 2018.
  8. "CorelDRAW Graphics Suite X7 mit komplett neuem Look", 27. März 2014, corel.com
  9. New CorelDRAW Graphics Suite X8: Create Professional Designs Faster with a Simplified Workflow and Unprecedented Power and Control. 15. März 2016, abgerufen am 6. Dezember 2018 (englisch).
  10. Christian Schwalb: CorelDraw X8 Release: Muss Adobe jetzt zittern? Abgerufen am 6. Dezember 2018.
  11. heise online: CorelDraw Graphic Suite 2017 wandelt Skizzen in Bézier-Kurven. Abgerufen am 6. Dezember 2018.
  12. Grafikprogramm CorelDRAW Graphics Suite 2018 mit Ausgabe an WordPress - Finanzen Markt & Meinungen. Abgerufen am 6. Dezember 2018.
  13. Graphics Suite 2019: Corel Draw wieder auf dem Mac - Golem.de. Abgerufen am 25. März 2019 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: CorelDraw Graphics Suite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien