Corvina Veronese

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Corvina Veronese
Synonyme Corbina – für weitere siehe Abschnitt Synonyme
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe schwarz
Verwendung
Herkunft Italien
VIVC-Nr. 2863
Liste von Rebsorten
Reinsortig ausgebauter Wein aus Corvina Veronese mit Regionkarte im Hintergrund

Corvina Veronese ist eine aus der Talebene von Verona stammende auch heute noch fast ausschließlich dort im Veneto beheimatete Rotweinsorte. Sortenrein ausgebaut ist sie wenig erfolgreich, da sie nicht harmonisch genug ist. Sie ist aber die Hauptsorte für Valpolicella-Weine sowie Bardolino, Recioto und Amarone della Valpolicella, wo sie häufig mit den Sorten Rondinella und Molinara verschnitten wird. Die Sorte steht häufig gemischt mit ihrer ertragreicheren, aber qualitativ nicht gleichwertigen Variante Corvinone Veronese. Empfohlen ist ihr Anbau in den Provinzen Verona und Brescia. In den 1990er Jahren wurde eine bestockte Rebfläche von 4.498 Hektar erhoben.

Der aus ihr gekelterte Rotwein ist tiefrot gefärbt, leicht säuerlich und leicht tanninhaltig.

Corvina Veronese weist eine genetische Nähe zu den Rebsorten Oseleta, Rondinella, Garganega, Dindarella und Pelara auf [1]

Siehe auch den Artikel Weinbau in Italien sowie die Liste von Rebsorten.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist leicht wollig behaart und leicht rosa gefleckt. Die gelblich-grünen Jungblätter sind schwach behaart.
  • Die mittelgroßen, Blätter sind fünflappig und deutlich gebuchtet. Die Stielbucht ist lyra-förmig ausgeprägt und die Enden überlappen. Das Blatt ist fein gezahnt.
  • Die leicht konusförmige Traube ist geschultert, groß und dichtbeerig. Die länglich-ovalen Beeren sind mittelgroß und von pflaumenähnlich dunkelvioletter Farbe. Die Schale der Beere ist dick. Das Aroma der Beere leicht adstringierend.

Die Sorte reift ca. 30 Tage nach dem Gutedel und gilt somit als spätreifend. Corvina Veronese ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rebsorte Corvina Veronese ist auch unter den Namen Corba, Corbina, Corgnola, Corniola, Corvina, Corvina Comune, Corvina Doppia, Corvina Gentile, Corvina Nera, Corvina Nostrana, Corvina Pelosa, Corvina Reale, Corvina Rizza, Corvine Nostrana, Croetto, Crovina, Cruina, Cruina Zervei de Gatto, Curvina, Curvinessa, Martinenga oder Sgorbera bekannt. Sie ist aber nicht verwandt mit der Sorte Corbina Vicentina.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. F. Vantini, G. Tacconi, M. Gastaldelli, C. Govoni, E. Tosi, P. Malacrinò, R. Bassi Und L. Cattivelli: Biodiversity of grapevines (Vitis vinifera L.) grown in the Province of Verona, PDF, veröffentlicht in Vitis Heft 42, Seiten 35–38

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]