Courage (Zeitschrift)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
COURAGE
Logo
 
Beschreibung feministische Zeitschrift
Sprache deutsch
Erstausgabe 1976
Erscheinungsweise 1976 bis 1984 monatlich
Weblink library.fes.de/courage
Artikelarchiv alle Jahrgänge als PDF
elektronische Artikelsuche
ISSN 0176-1102
ZDB 6286-8

Courage (Titelzusatz Berliner Frauenzeitung, 1978 geändert in aktuelle Frauenzeitung) war eine feministische Zeitschrift, die von 1976 bis 1984 in West-Berlin erschien.

Die selbstverwaltete autonome Courage galt als Sprachrohr und Kommunikationsplattform der autonomen links-feministischen Szene in der Bundesrepublik Deutschland und Berlin und spielte damit für die westdeutsche Frauenbewegung dieser Jahre eine besondere Rolle. Sie griff Themen auf, die im gesellschaftlichen Klima der damaligen Zeit als äußerst heikel galten, und machte den angesprochenen Frauen Mut, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.[1] Neben aktuellen politischen Fragen behandelte die Zeitschrift auch Themen wie häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Prostitution, Gesundheit und Sexualität sowie internationale Aspekte wie Klitorisbeschneidung in Afrika.[2]

Die Nullnummer der Zeitschrift erschien am 17. Juni 1976. Von ihrer ersten regulären Ausgabe im September 1976 bis zur Märzausgabe 1984 erschien die Courage fast ausnahmslos monatlich und hatte eine Auflage von bis zu 70.000 Exemplaren.[3] Zu den Gründerinnen gehörten Sibylle Plogstedt, Sabine Zurmühl, Barbara Duden, Christa (Chrille) Müller und Monika Schmid.

Der Titel Courage (französisch: Mut) bezieht sich auf die Hauptfigur von Grimmelshausens Roman Trutz Simplex oder Lebensbeschreibung der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche „als Sinnbild der kämpferisch selbständig handelnden Frau“.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • W. Schwab: Heldinnen unter sich. Vor 30 Jahren erschien zum ersten Mal die feministische Zeitschrift „Courage“ - eine Jubiläumsfeier in Berlin. In: die tageszeitung, 20. Juni 2006 (Online-Archiv)
  • Ulrike Baureithel: So viel Anfang war nie!. In: der Freitag, 23. Juni 2006 (Online-Version)
  • Gisela Notz: Die Frauenzeitschrift Courage. Friedrich-Ebert-Stiftung, o. J. [2008] (Volltext als PDF)
  • Gisela Notz: Als die Frauenbewegung noch Courage hatte. Die „Berliner Frauenzeitung Courage“ und die autonomen Frauenbewegungen der 1970er und 1980er Jahre. Dokumentation einer Veranstaltung am 17. Juni 2006 in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin. (= Gesprächskreis Geschichte; Bd. 73). Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2007, ISBN 978-3-89892-766-6 (Volltext als PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. taz.de: Heldinnen unter sich. 20. Juni 2006. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  2. Gisela Notz: Die Frauenzeitschrift Courage. Friedrich-Ebert-Stiftung, o. J. [2008] (Volltext als PDF), S. 3f.
  3. Ulrike Baureithel: So viel Anfang war nie!. In: der Freitag, 23. Juni 2006 (Online-Version).
  4. Gisela Notz: Die Frauenzeitschrift Courage. Friedrich-Ebert-Stiftung, o. J. [2008] (Volltext als PDF), S. 2.