Cracker (Computersicherheit)

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Cracker (vom englischen crack für „knacken“ oder „(ein)brechen“) umgehen Zugriffsbarrieren von Computer- und Netzwerksystemen. Das beinhaltet das Aushebeln von Schutzmechanismen einer Software durch Cracking, von der widerrechtlichen Manipulation von Software bis hin zu einer legalen Crackerszene begeisterter Programmierer, die mithilfe ihrer eigenen CrackMes einen Sport auf geistiger Ebene praktizieren.

Abgrenzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus ist die Abgrenzung des Crackerbegriffs nicht einheitlich:

Das Jargon File verdeutlicht das Selbstverständnis der Akademischen Hackerkultur, eine Bezeichnung, die auf das ursprünglich akademische Umfeld jener Subkultur schließen lässt, aber nicht bedeutet, dass Hacken damals eine akademische Studienrichtung gewesen sei. Als Reaktion auf schlechte Presse will das Jargon File seit 1990 sämtliche Hacker, die ihre Aktivitäten betont auf die Umgehung von Sicherheitsmechanismen legen, ungeachtet ihrer Motivation nicht als Hacker, sondern als Cracker betitelt sehen.[1] Bei Crackern lag und liegt das Hauptaugenmerk auf dem Cracken, d. h. das Entfernen von Software-Kopierschutz- und Sicherheitsmechanismen.

Die Computersicherheitshackerkultur ordnet hingegen lediglich die dunkler gefärbten Richtungen (Personen aus ihrer Kategorie der Black-Hat-Hacker) und Scriptkiddies als Cracker ein.[2]

„CRACKER- Term given to so-called ‘malicious’ hackers by the original MIT hackers, hoping the media would leave the name ‘hacker’ alone and not damage the original hackers’ pristine, snow-white reputation. Never really got picked up, probably because it sounds a lot like a wheat consumable or a derogatory term for a white hick. While (I think, at least) this is a really lame word, it is occasionally used by those wishing to seem knowledgable. [Comes from ‘cracking’ into systems.]“

„CRACKER: Begriff, der sogenannten ‚böswilligen‘ Hackern von den ursprünglichen MIT-Hackern gegeben wurde, in der Hoffnung, dass die Medien den Begriff ‚Hacker‘ in Ruhe lassen und nicht der ursprünglichen Hacker makelloses, blütenweißes Ansehen beschädigen würden. Wurde nie wirklich angenommen, vermutlich, weil er wie etwas Essbares aus Weizen oder wie ein abwertender Begriff für eine weiße Hinterwäldlerin klingt. Obwohl er (zumindest meiner Auffassung nach) ein wirklich schwacher Begriff ist, wird er gelegentlich von denen verwandt, die gern sachkundig erscheinen wollen. [Kommt vom ‚Einbrechen‘ in Systeme.]“

Logik Bomb: Hacker’s Encyclopedia[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. Schultz, Aufsatz Strafbarkeiten und Probleme - Entwurf des StrafÄndG zur Bekämpfung der Computerkriminalität 20. September 2006

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seit Jargon-File 2.1.1 von 1990 steht innerhalb der akademischen Hackerkultur die Bezeichnung Cracker, und nicht Hacker, für jemand, der Sicherheitsbarrieren böswillig bricht, bzw. ausschaltet (CRACKER: One who breaks security on a system. Coined c. 1985 by hackers in defense against journalistic misuse of HACKER …).
  2. siehe Hacker (PDF-Datei; 2,9 MB) - Vortragsfolien von Frank Kargl (CCC - Ulm, 2003), die einen Überblick über die Wurzeln und Geschichte der Hackerbewegung aus Sicht des Chaos Computer Clubs geben.
  3. Hacker’s Encyclopedia. 1997, abgerufen am 9. März 2016 (txt, englisch).