Hacktivismus

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Hacktivismus (Kofferwort aus Hack und Aktivismus, engl. Hacktivism), ist die Verwendung von Computern und Computernetzwerken als Protestmittel, um politische Ziele zu erreichen. Die erste Verwendung erfuhr der Begriff im Juli 2004 von Mitgliedern eines Hacker-Kollektivs namens Omega.[1]

Unterschiede[Bearbeiten]

Manche Personen, die sich selbst als Hacktivisten beschreiben, nutzen Angriffe auf Websites für politische Zwecke, zum Beispiel zum sogenannten defacen von Webseiten politischer Gegner oder Gruppen. Abhängig davon wie der Begriff genutzt wird, kann unter Hacktivismus auch ziviler Ungehorsam oder eine allgemeine Ablehnung des Systems verstanden werden.

Arten des Hacktivismus[Bearbeiten]

Um ihre Meinung auszudrücken und die entsprechende Wirkung zu erzielen, benutzen Hacktivisten unterschiedliche Hilfsmittel und Methoden und oft frei im Internet verfügbare Software (z.T. herunterladbar, z.T. als Web-Anwendung im Browser). Methoden sind unter anderem:

  1. Defacement von Webseiten: In diesem Fall wird die Startseite einer Webseite erheblich verändert, um dem jeweiligen Unternehmen oder der jeweiligen Institution Schaden zuzufügen.
  2. Distributed-Denial-of-Service: In diesem Fall wird eine Webseite mit Anfragen überschwemmt, was sie oft stunden- oder tagelang unerreichbar macht.
  3. E-mail-Spammen: Hacktivisten Spammen die E-Mail-Adressen des Ziels mit sinnlosen oder sehr großen E-Mail-Nachrichten zu.
  4. Schwarzes Fax, engl. "black Fax"[2][3]: Hierbei wird, ähnlich einem DDoS-Angriff, ein schwarzes Fax verschickt, das komplett viel Toner oder Tinte benötigt und die Telefonleitungen belastet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Hacktivism and How It Got Here“
  2. http://pastebin.com/dQDzqAHM
  3. http://www.techpavan.com/2009/08/17/what-black-fax-black-fax-attack-why-how-to-do-black-fax/