Cryofluoran

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Strukturformel
Struktur von Cryofluoran
Keile zur Verdeutlichung der Geometrie
Allgemeines
Name Cryofluoran
Andere Namen
  • 1,2-Dichlor-1,1,2,2-tetrafluorethan
  • 1,1,2,2-Tetrafluor-1,2-dichlorethan
  • Cryofluran
  • R-114
  • Frigen 114
  • Freon 114
Summenformel C2Cl2F4
CAS-Nummer 76-14-2
PubChem 6429
Kurzbeschreibung

unbrennbares farbloses geruchloses Gas (bei hoher Konzentration mit süßlichem chloroformartigem Geruch)[1]

Eigenschaften
Molare Masse 170,92 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte

7,67 kg·m−3 (gasförmig, 0 °C)[1]

Schmelzpunkt

−94 °C[1]

Siedepunkt

3,6 °C[1]

Dampfdruck

182 kPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

sehr schlecht in Wasser (110 mg·l−1)[1]

Brechungsindex

1,3092 (0 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
04 – Gasflasche 07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 280​‐​420
P: 273​‐​410+403​‐​501 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Umweltgefährlich
Umwelt-
gefährlich
(N)
R- und S-Sätze R: 59
S: 9​‐​23​‐​59
MAK
  • DFG: 1000 ml·m−3 bzw. 7100 mg·m−3[1]
  • Schweiz: 1000 ml·m−3 bzw. 7000 mg·m−3[5]
Treibhauspotential

10000 (bezogen auf 100 Jahre) [6]

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−937,0 kJ/mol[7]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Cryofluoran ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), das vor allem als Kältemittel und als Treibgas für Sprühdosen eingesetzt wurde. Unter Druck oder bei Abkühlung liegt das Gas als farblose Flüssigkeit vor. Es steht auf der Liste der klimaschädlichen Gase der Intergovernmental Panel on Climate Change.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer als Kältemittel wurde Cryofluoran als Schaumbildner für Feuerlöscher und Schaumstoffe und als Lösungs- und Reinigungsmittel in der Elektronikindustrie [8] eingesetzt. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Isolation von hochbelasteten Tastköpfe in der Messtechnik. [9]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bei allen FCKWs bilden sich bei der Zersetzung (durch starke Hitze) von Cryofluoran ätzende Substanzen (Salzsäure, Flusssäure).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Eintrag zu Cryofluoran in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-160.
  3. Datenblatt 1,2-Dichlorotetrafluoroethane bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 7. Mai 2015 (PDF).
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 2. November 2015.
  6. P. Forster, P., V. Ramaswamy et al.: Changes in Atmospheric Constituents and in Radiative Forcing (PDF; 8,0 MB). In: Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. Cambridge University Press, Cambridge und New York 2007, S. 212.
  7. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-21.
  8. Fluoride Action Network Pesticide Project: Dichlorotetrafluoroethane (76-14-2)
  9. amplifier.cd: P6015A High Voltage Probe