Cumaná

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Cumaná in Venezuela, zur Ortschaft Cumaná in Bolivien siehe Cumaná (Los Andes).
Cumaná
Koordinaten: 10° 27′ N, 64° 10′ W
Karte: Venezuela
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Cumaná
Cumaná auf der Karte von Venezuela
Basisdaten
Staat Venezuela
Bundesstaat Sucre
Stadtgründung 23. Dezember 1515
Einwohner 480.763 (2013-10-30)
Stadtinsignien
Bandera de la ciudad de Cumaná.jpg
Escudocum.gif
Detaildaten
Fläche 591 km2
Bevölkerungsdichte 813 Ew./km2
Höhe 43 m
Gewässer Karibik
Postleitzahl 6101
Vorwahl (+58) 293
Zeitzone UTC-4:30

Cumaná ist eine Stadt im Nordosten Venezuelas. Die Einwohnerzahl beträgt 480.763 (Stand 30. Oktober 2013). Cumaná ist Sitz des Erzbistums Cumaná.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptstadt des Bundesstaates Sucre mit einem Seehafen liegt an der Mündung des Flusses Manzanares in das Karibische Meer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferdinand Konrad Bellermann: Blick auf Cumaná, 1843

Eine Ethnie des karibischen Kulturkreises, die Chaimas, sowie der Stamm der Guaikeries wohnten in dieser Region, als die Spanier ankamen.

1515 wurde die Stadt von spanischen Eroberern gegründet und war damit die erste ständige Siedlung von Europäern in Südamerika. Erdbeben haben die Stadt bereits mehrere Male zerstört, insbesondere 1766, 1797 und 1929.

Die Stadt war der erste Ort, den Alexander von Humboldt während seiner Reise durch Amerika besuchte. Er erforschte das Gebiet um die Stadt Mitte 1799 und beobachtete dort am 12. November 1799 die Leoniden.

Am 11. August 1929 fand im Hafen von Cumaná ein Aufstandsversuch des Generals Román Delgado Chalbaud statt, an dem auch der deutsche Frachtdampfer Falke beteiligt war. Unmittelbar nach der Landung der Aufständischen kam es an der Guzmán Blanco-Brücke (heute Avenida Bermúdez) zu einem Gefecht mit Regierungstruppen, bei dem sowohl Delgado als auch der Führer der Regierungstruppen und Gouverneur des Bundesstaates Sucre, General Emilio Fernández, fielen. Die Aufständischen flüchteten auf die Falke und verließen Cumaná noch am selben Tag.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cumaná verfügt über einen Naturhafen, der mit modernen Einrichtungen zum Löschen der Fracht versehen ist. Hauptexportprodukte sind Kaffee, Tabak und Zuckerrohr. In der Stadt haben sich Destillerien, Möbel- und Textilfabriken sowie mehrere Zigarrenmanufakturen angesiedelt. Cumaná besitzt eine Universität, die Universidad de Oriente (gegründet 1958).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hat eine Reihe von Kolonialgebäuden in ausgezeichnetem Zustand. Dem Meer zugewandt befindet sich eine alte spanische Festung, das Schloss von San Antonio de la Eminencia. Das 1669 erbaute Schloss Santa Maria de la Cabeza beherbergt ein Seemuseum.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cumaná – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien