Curia Raetorum

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Der vicus Curia Raetorum unter den Schutzbauten Welschdörfli archäologisch erschlossen.

Curia Raetorum ist eine römische Siedlung (vicus) im Zentrum der Stadt Chur im Kanton Graubünden (Schweiz).

römische Keramik in der Curia Raetorum

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung der Siedlung liegt in vorrömischer Zeit, sie befand sich an der Stelle des heutigen Welschdörfli am linken Ufer der Plessur. Der Name Curia kann eine lateinische Form der keltischen kora, korje für Stamm oder Sippe sein. Nachdem die Räter um 15 v. Chr. durch die beiden Stiefsöhne des Kaisers Augustus (27 v. Chr.–14 n. Chr.), Drusus und Tiberius, gewaltsam dem römischen Reich als römische Provinz Raetia eingegliedert wurden, wurden sie im Verlauf der römischen Herrschaft romanisiert.

Wohl zur Sicherung der Bündner Alpenpässe (Splügenpass und Septimerpass) entstand in der Siedlung eine Militärstation. Curia war ein Schnittpunkt der Römerstrasse zwischen Vindonissa (Windisch), Turicum (Zürich), Centum Prata (Kempraten) auf der Alpenroute zwischen Walensee-Zürichsee und Rhein. Um 300 n. Chr. entstand ein Kastell (Curia Raetorum).

Im Zuge der diokletianischen Reichsreformen entstanden durch Teilung der Provinz Raetia die beiden Provinzen Raetia prima (Curiensis) und Raetia secunda (Vindelica). Curia Raetorum kam wohl nach 310 n. Chr. die Rolle der Hauptstadt von Raetia Prima bei. In der Spätantike, d. h. seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. war Curia Raetorum Sitz eines 452 ersterwähnten Bischofs (Asinio).

Archäologische Erschliessung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die römischen Strukturen sind heute unter den Schutzbauten Welschdörfli konserviert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürg Rageth: Chur-Welschdörfli, Schutzbau Areal Ackermann. (= Archäologischer Führer der Schweiz 29), Chur, 1998.

Koordinaten: 46° 50′ 47″ N, 9° 31′ 36″ O; CH1903: 759242 / 190464