Chur

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Dieser Artikel behandelt den Bündner Hauptort. Für andere Bedeutungen siehe Chur (Begriffsklärung).
Chur
Wappen von Chur
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Plessurw
BFS-Nr.: 3901i1f3f4
Postleitzahl: 7000–7007
UN/LOCODE: CH CHR
Koordinaten: 759662 / 190702Koordinaten: 46° 50′ 54″ N, 9° 31′ 56″ O; CH1903: 759662 / 190702
Höhe: 593 m ü. M.
Fläche: 28,09 km²
Einwohner: 37'237 (2015)[1]
Einwohnerdichte: 1326 Einw. pro km²
Stadtpräsident: Urs Marti (FDP)
Website: www.chur.ch
Chur vom Fürhörnli her gesehen, 2008

Chur vom Fürhörnli her gesehen, 2008

Karte
Mapraggsee Heidsee Urdensee Grünsee (Arosa) Davosersee Obersee (Arosa) Untersee (Arosa) Stausee Arosa Kanton St. Gallen Region Albula Region Viamala Region Imboden Region Albula Region Landquart) Region Prättigau-Davos Chur Churwalden Tschiertschen-Praden Arosa Maladers Haldenstein GRKarte von Chur
Über dieses Bild
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Chur ist der Hauptort des Schweizer Kantons Graubünden sowie der Region Plessur. Chur liegt am rechten Ufer des Alpenrheins und gilt als älteste Stadt der Schweiz. 2014 wurde Chur der Ehrentitel Reformationsstadt Europas durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.[2]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Namens Chur ist nach dem aktuellen Wissensstand ungeklärt. Gemäss Hans Lieb, Theodor Mommsen und einigen anderen Forschern ist der Name Curia offenbar nicht römisch, sondern einheimisch.[3] Für eine Ableitung aus dem keltischen kora, koria gibt es keinerlei Hinweise.

Aussprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im lokalen Dialekt wird der Name als [ˈkʰuːr] ausgesprochen, sonst in der Schweiz überregional [ˈxuːr]; rätoromanisch Cuira (Rumantsch Grischun), Cuoira?/i (Vallader), Cuira?/i (Puter), Cuera?/i (Surselvisch), Cuira (Sutselvisch), Coira oder Cuoira (Surmeirisch), italienisch Coira, französisch Coire, mittelalterlich-lateinisch Curia R(h)aetorum.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chur liegt im breiten Tal des Alpenrheins, der hier von Westen kommend in die nördliche Richtung umbiegt, die er bis zum Bodensee im Wesentlichen beibehalten wird. Von rechts mündet die Plessur, ein geschiebereicher Wildfluss, der die Bündnerschieferschichten zwischen Montalin und Dreibündenstein in einer tief eingeschnittenen Schlucht durchbricht. Der von der Plessur im Haupttal abgelagerte, breit ausladende Schwemmfächer – ein Viertelkreis mit 2,5 Kilometer Radius – drängt den Rhein ganz auf die linke Talseite, hart an den Fuss des aus Kalkgestein aufgebauten Calandamassivs. Das zur Gänze rechts des Rheins gelegene Territorium erreicht im Nordosten am Fürhörnli (1'886 m ü. M.), im Süden an den Spundisköpf (1'847 m ü. M.) seine grössten Höhen, den tiefsten Punkt bildet der Rhein an der nördlichen Gemeindegrenze (knapp 550 m ü. M.).

Ausgehend von der am rechten Plessurufer, unterhalb des auf einer Felsrippe stehenden bischöflichen Hofes dicht gedrängten Altstadt, hat sich die Siedlungsfläche etappenweise auf dem Schwemmfächer ausgebreitet, so dass die Bebauung heute fast den Rhein erreicht und die Kernstadt mit dem 2 Kilometer nördlich gelegenen Weiler Masans zusammengewachsen ist.

Im Jahr 1997 waren 52 Prozent des Areals von Wald und Gehölz bedeckt. Landwirtschaftlich genutzt wurden 19 Prozent, die Siedlungen nahmen 25 Prozent ein, und 4 Prozent galten als unproduktiv.

Nachbargemeinden sind Felsberg, Haldenstein, Trimmis, Maladers, Churwalden, Malix und Domat/Ems.

Hausberge Churs sind neben dem Calanda der Brambrüesch sowie der Mittenberg.

Stadtquartiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtquartiere von Chur nach dem Bundesamt für Statistik:

Quartier Nr. BFS-Code Quartiere von Chur
Altstadt 1 3901001
Sand 2 3901002
Kasernenquartier 3 3901003
Industriegebiet 4 3901004
Loestrasse-Lürlibad 5 3901005
Masans 6 3901006
Rheinquartier I 7 3901007
Rheinquartier II 8 3901008

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chur 1981–2010
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
51
 
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [4]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Chur 1981–2010
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,7 6,4 11,2 15,1 19,9 22,7 24,8 24,0 20,0 16,0 9,4 5,3 Ø 15
Min. Temperatur (°C) -3,0 -2,4 1,3 4,2 8,6 11,5 13,4 13,3 10,0 6,2 1,4 -1,7 Ø 5,3
Temperatur (°C) 0,4 1,5 5,7 9,4 14,0 16,9 18,9 18,2 14,6 10,6 4,9 1,5 Ø 9,8
Niederschlag (mm) 51 47 55 49 71 92 109 112 81 56 70 55 Σ 848
Sonnenstunden (h/d) 3,1 4,0 4,5 4,9 5,5 5,9 6,5 6,0 5,2 4,4 3,1 2,6 Ø 4,6
Regentage (d) 7,3 6,6 8,1 7,5 9,9 11,2 11,0 11,2 8,4 7,0 8,5 7,9 Σ 104,6
Luftfeuchtigkeit (%) 73 70 65 63 64 67 68 71 73 73 74 75 Ø 69,7
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8,6
22,7
11,5
24,8
13,4
24,0
13,3
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16,0
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5,3
-1,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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Quelle: [4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorrömische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chur um 1642. Matthäus Merian: Topographia Helvetiae
Chur um 1900
Chur Juni 2010

Ausgrabungsfunde beweisen, dass Chur bereits in der Jungsteinzeit (etwa 3000 v. Chr.) besiedelt war, wobei der Schwerpunkt im heutigen Welschdörfli links der Plessur lag. Siedlungsreste und Gegenstände der Bronze- und Eisenzeit entdeckte man sowohl dort als auch im Areal Sennhof/Karlihof am Ostrand der Altstadt. Chur gilt damit als Schweizer Stadt mit der längsten ununterbrochenen Siedlungsgeschichte.

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Römer im Jahre 15 v. Chr. Rätien erobert hatten und zur Provinz Raetia mit der Hauptstadt Augusta Vindelicum machten, entstand im Welschdörfli eine bäuerlich-gewerbliche Siedlung, deren Grösse und Bedeutung noch unbekannt sind. Die These, Curia Raetorum sei nach der Aufteilung Rätiens unter Kaiser Diokletian zur Hauptstadt der neu geschaffenen Provinz Raetia prima – die sich vom Bodensee bis zu den oberitalienischen Seen und in den Vinschgau erstreckte – erhoben worden, ist zwar plausibel, aber «zur Zeit nicht zu beweisen»[5]. Wohl bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde das Bistum Chur als erstes Bistum nördlich der Alpen gegründet. Erstmals wird 451 mit Asinio ein Bischof urkundlich erwähnt. Die Kathedrale von Chur und die bischöfliche Burg entstanden auf dem «Hof», einem nach Süden zur Plessur felsig abfallenden Plateau mit dreieckigem Grundriss. Damit verlagerte sich das Siedlungszentrum aufs rechte Plessurufer.

In der Völkerwanderungszeit diente Chur als nördlicher Vorposten des ostgotischen Reichs und gelangte dann im 6. Jahrhundert unter fränkische Herrschaft.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 9. Jahrhundert unterstand die Stadt Kaiser Ludwig dem Frommen.[6] Erst als sich das Reich im 10. Jahrhundert nach den Auseinandersetzungen mit Magyaren (925/26 Zerstörung der Kathedrale) und Sarazenen (940 Zahlreiche Häuser verbrannt und 954 weiterer Sarazeneneinfall) stabilisiert hatte, kam Churs grosser Vorteil zum Tragen: die günstige Lage an einer der wichtigsten Nord-Süd-Routen Europas. Dem von Norden Kommenden öffnet sich das breite Rheintal als das natürliche Eingangstor zum Passland Graubünden. Hier verzweigt sich der Weg zu den Alpenübergängen: Julier und Septimer einerseits, Splügen und San Bernardino andererseits, die sämtlich seit der Römerzeit benutzt worden waren und jetzt für die beidseits der Alpen politisch und militärisch engagierten römisch-deutschen Kaiser entscheidende Bedeutung gewannen. Otto der Große setzte 951 seinen Vasallen Hartpert als Bischof ein und stattete das Bistum 958 mit umfangreichen Rechten und Besitzungen aus. Die weltliche Macht der 1170 in den Reichsfürstenstand erhobenen Bischöfe stützte sich vor allem auf die Septimerroute, welche sie von Chur bis Chiavenna vollständig kontrollierten.

Im 13. Jahrhundert wurde die damals gut 1000 Einwohner (Handwerker, Händler, Bauern) zählende Siedlung mit einer Stadtmauer umschlossen. Über diese mittelalterliche Grenze – im Osten der Hof, im Süden die Plessur, im Nordwesten die Befestigungen entlang der heutigen Grabenstrasse – wuchs die Stadt bis ins 18. Jahrhundert nicht hinaus. Das bäuerlich geprägte Welschdörfli blieb ausserhalb der Mauer.

Wende zur Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des Gotteshausbundes markierte 1367 einen ersten grossen Schritt im Streben der Bürger nach Selbstverwaltung. In jener Zeit entstand eine erste Stadtordnung, 1413 wird erstmals ein Bürgermeister erwähnt. Indem die Churer 1418–22 mehrmals die bischöfliche Residenz stürmten, zwangen sie den Stadtherrn zu Zugeständnissen. Der häufig als Erfüllungsgehilfe des Hauses Habsburg auftretende Bischof verlor an Macht und Ansehen.

Am 27. April 1464 fielen grosse Teile der Stadt einem Brand zum Opfer. Den Wiederaufbau der Stadt besorgten vor allem deutschsprachige Handwerker. Nach getaner Arbeit blieben sie in Chur, was zu einem Vordringen der deutschen Sprache in Chur führte. Zur Wahrung ihrer Interessen schlossen sie sich in Zünften zusammen.

Die Churer Bürger schickten den Stadtschreiber Johannes Gsell zu Kaiser Friedrich III. und baten um Hilfe. Der König bestätigte die alten Rechte und bewilligte die fast vollständige Befreiung von der bischöflichen Herrschaft. Die neu Verfassung beruhte im Wesentlichen auf den neugegründeten fünf Zünften (Rebleute, Schuhmacher, Schneider, Schmiede, Pfister). Nur Stadtbürger konnten Zunftmitglieder werden; Frauen waren ausgeschlossen. Zunftordnungen regelte Organisation und Tätigkeiten, Arbeitszeit, Lehrlings- und Gesellenzahl pro Betrieb, Aufnahme von neuen Meistern und die Qualität der Waren.

Die neue Zunftverfassung trat am 17. Januar 1465 in Kraft. Dadurch ging die politische Macht vom Bischof an die Handwerksverbände über. Weil nun eine politische Karriere in Chur nur noch als Zunftmitglied möglich war, traten auch Adelige und Patrizier den Zünften bei.[7] 1489 erhielt die Stadt die hohe Gerichtsbarkeit, der angestrebte Status einer Freien Reichsstadt blieb ihr jedoch verwehrt.

Das Zunftregime fand kurz vor 1840 ein Ende. Fehlende Demokratie, Machtmissbrauch und eine komplizierte Verwaltung führten dazu, dass sich 1838 einzelne Zünfter und ganze Zünfte weigerten, unter diesem Regime weiter mitzuarbeiten. 1840 wurde eine neue Verfassung mit der Gewerbefreiheit angenommen. Die Zünfte verloren ihre Berechtigung und lösten sich auf.[8]

Als Vorort des Gotteshausbundes und grösste Siedlung Rätiens galt Chur als Macht- und Wirtschaftszentrum der Drei Bünde.

Reformation und Dreissigjähriger Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ausdruck der vollständigen Emanzipation gegenüber dem Bischof – der unter anderem Zoll, Münz- und Jagdrecht behalten hatte – schloss sich die Stadt ab 1523 der Reformation an.[2] 1527 wurde in der Martinskirche und in der Regulakirche die katholische Messe abgeschafft und erstmals das evangelische Abendmahl gefeiert. Dennoch blieb der Sitz des katholischen Bistums in Chur. Ins 16. Jahrhundert fällt auch der Übergang vom Rätoromanischen zum Deutschen als Umgangssprache, obwohl der bischöfliche Hof bereits seit dem 9. Jahrhundert in deutschen Händen war. Trotz Stadtbränden 1464 und 1574 erlebte Chur einen wirtschaftlichen Aufschwung, bis die Bündner Wirren des Dreissigjährigen Krieges mit Zerstörung, Seuchen und einem den rätischen Freistaat beinahe zerreissenden Klima des Misstrauens einen schweren Rückschlag brachten.

Ab Mitte des 17. Jahrhunderts nahm die Stadt eine ruhige, auf den wieder zunehmenden Transitverkehr gestützte Entwicklung. Das Verhältnis der Bürger zum Bischof war, wenn schon nicht von Sympathie, doch wenigstens von gegenseitigem Respekt getragen.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Graubünden 1803 der Schweizerischen Eidgenossenschaft beigetreten war, wurde Chur mit der 1820 in Kraft getretenen Kantonsverfassung offiziell Hauptstadt. 1852 wurde der bis dahin souveräne Hofbezirk (Gemeinde Hof Chur) eingemeindet. Nach Abbruch der Stadtbefestigung wuchs die Stadt in mehreren Schüben, vor allem um 1900 und im dritten Viertel des 20. Jahrhunderts, auf ihre heutige Grösse.

Moderne und Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1960er Jahren stampfte der Churer Architekt Thomas Domenig mit der Überbauung Lacuna im Rheinquartier ein ganzes Betonviertel aus dem Boden.[9] Basierend auf einer Ortsplanung von Hans Marti streben die Häuser in die Höhe und lassen dazwischen viel Raum frei.[10] 1972 wurde der Torkel an der Lürlibadstrasse/Meierweg abgerissen; von etwa zehn ehemaligen Torkeln blieben noch drei übrig.[11]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[12]
Jahr 1500 1860 1900 1950 1970 2000 2005 2011 2012 2015
Einwohner ca. 1'500 3'990 11'532 19'382 31'193 32'989 32'409 36'690 37'036 37'237

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Chur wurde früher vorwiegend Romanisch gesprochen. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde das Churer Rheintal germanisiert.[13]

Bei der Volkszählung 2000 nannten als Hauptsprache: 81.0 % Deutsch, 5.4 % Rätoromanisch, 5.1 % Italienisch. Im Jahr 2002 betrug der Ausländeranteil 17.6 %. Der Anteil der Bürger betrug 2001/2002 12.6 %.[14]

Den in Chur verbreiteten hochalemannischen Dialekt nennt man Churerdeutsch.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konfessionsbild der Stadt Chur (Stand: Volkszählung 2000)

Die eidgenössische Volkszählung aus dem Jahr 2000 ergab folgendes Konfessionsbild der Stadt: 44,6 % waren römisch-katholisch, 38,5 % protestantisch[2] (das Bundesamt für Statistik zählt dazu auch die Zeugen Jehovas und die neuapostolische Glaubensgemeinschaft), 1,8 % christlich-orthodox, 2,8 % muslimisch, 6,3 % machten keine Angaben oder gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an, 6,1 % bezeichneten sich als konfessionslos.[15]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Silber dreigezinntes rotes Stadttor, im offenen Tor (heraldisch) nach rechts sehender, aufrechter, schwarzer Steinbock, rot bewehrt.

Als Siegelbild seit dem 14. Jahrhundert verwendet, wobei das Tor im Laufe der Zeit verschiedene Formen annahm. Eine farbige Darstellung von 1522 findet sich an der Rathaustür.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Von 21 Sitzen entfallen auf:

Das oberste Organ der Stadt bilden die Stimmberechtigten in ihrer Gesamtheit. Jeweils für eine Amtsperiode von vier Jahren werden die 21 Mitglieder des Gemeinderates und der dreiköpfige Stadtrat gewählt, dem der Stadtpräsident bzw. die Stadtpräsidentin vorsteht.

In der aktuellen, von 2013 bis 2016 laufenden Legislatur setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen: 5 Vertreter der SP, 3 CVP, 3 FDP, 3 BDP, 3 Freie Liste Verda, 3 SVP, 1 glp. Mitglieder des Stadtrates sind Urs Marti (FDP, Stadtpräsident), Doris Caviezel-Hidber (SP) und Tom Leibundgut (Freie Liste Verda).

Stadtpräsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chur unterhält zu folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:[16]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsitz der Graubündner Kantonalbank am Postplatz in Chur

In der Wirtschaftsstruktur der Stadt, die keine grösseren Industriebetriebe aufweist, dominiert der Dienstleistungssektor mit kantonaler Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Gesundheitswesen, Bahn, Post, Detailhandel usw., der im Jahr 2001 insgesamt 20'609 Arbeitsplätze bot. In der Land- und Forstwirtschaft waren 181 Personen beschäftigt, im gewerblichen Bereich 3'998. Das Kantonsspital Graubünden beschäftigt 1'700 Mitarbeiter. Im Loequartier liegt die psychiatrische Klinik Waldhaus.

Unter anderem die Graubündner Kantonalbank und Würth Logistics AG haben ihren Hauptsitz in Chur.

Jedes Frühjahr findet die HIGA – Handels-, Industrie- und Gewerbeausstellung statt.

Land- und Alpwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chur verfügt über eine bemerkenswerte landwirtschaftliche Basis. 16 Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften eine Nutzfläche von rund 450 ha Wiesen und Äcker, was 16 % des Stadtterritoriums entspricht. Die Betriebe halten einen permanenten Bestand von über 1200 Stück Rindvieh, davon rund 500 Kühe. Von der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung entfallen rund ein Drittel auf den Ackerbau und zwei Drittel auf die Tierhaltung. Es wird angestrebt, die landwirtschaftliche Nutzfläche langfristig zu erhalten, sodass auch in Zukunft die Existenzgrundlage für 15 Bauernbetriebe garantiert ist.

Chur verfügt über insgesamt neun Alpen mit einer Weidefläche von mehr als 2'000 ha. Daneben bestehen diverse Maiensässe in unmittelbarer Stadtnähe, die im Frühjahr und Herbst als Voralpen dienen. Die vier Kuhalpen Maran, Sattel, Carmenna und Prätsch im Raum Arosa beherbergen sommers rund 400 Kühe. Deren Milch gelangt über kilometerlange Milchleitungen in die Churer Sennerei Maran. Pro Alpsommer werden dort rund 400'000 kg Alpmilch weiterverarbeitet. Die Sennerei Maran wurde 2008/09 umfassend saniert und erweitert. Sie ist ganzjährig in Betrieb und besitzt als eine der wenigen Schweizer Alpsennereien eine Zulassung der EU.

Die Churer Sennerei Maran in Arosa

Auf den Jungviehalpen Campadiel, Wolfboden und Ochsenalp im Schanfigg verbringen gut 300 Rinder, Mesen und Kälber den Alpsommer. Die Jungtieralp La Motta/Starschagns im Oberhalbstein wird seit einiger Zeit verpachtet. Sämtliche Alpen samt Infrastruktur und Einrichtungen stehen im Eigentum der Bürgergemeinde Chur. Die politische Gemeinde Chur verfügt über die Nutzniessung, die durch die örtliche Forst- und Alpverwaltung wahrgenommen wird.

Neben der Sömmerung des Viehbestands dienen die Churer Alpen im Gebiet Arosa auch den Bedürfnissen des Tourismus. So ist die Alp Carmenna sowohl Alp für 120 Kühe als auch ein Bergrestaurant (Carmennahütte). Die ehemalige Tschuggenalp wurde nach einer umfassenden Melioration vollständig in ein Bergrestaurant umfunktioniert (Tschuggenhütte). Der Golfplatz auf Maran befindet sich unter anderem auf den Weiden der Alp Maran und dient den dortigen Kühen zwischenzeitlich als Nachtweide.[17] Aufgrund der Tatsache, dass mit Ausnahme des Hörnligebiets das gesamte Aroser Skigebiet auf Boden der Bürgergemeinde Chur liegt, gelten die Einwohner der Stadt Chur aus Sicht der Arosa Bergbahnen als Einheimische, was vorteilhaftere Konditionen beim Erwerb von entsprechenden Jahres- oder Saisonkarten mit sich bringt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Chur ist ein wichtiger Eisenbahnknoten, da hier die beiden von Norden kommenden Normalspurstrecken Chur-St. Gallen und Chur-Zürich der SBB enden und man in das Meterspurnetz der RhB umsteigen kann. Innerhalb des Stadtgebietes betreibt die RhB drei weitere Haltepunkte: Chur West an der Strecke Chur–Reichenau/Tamins, Chur Wiesental an der Strecke nach Landquart–Davos und Chur Stadt an der Bahnstrecke nach Arosa. 2001 wurde die ebenfalls von der Arosabahn bediente Haltestelle Sassal zugunsten einer entsprechenden Bushaltestelle aufgegeben.

Chur ist über die RhB-Strecke nach Thusis und die Albulabahn mit St. Moritz verbunden. Von dort führt die Berninabahn bis nach Tirano in Italien. Die über die beiden Alpenpässe Albula und Bernina laufenden Strecken gehören zum UNESCO-Welterbe.

1993 wurde das mit einem markanten Glasdach versehene Postautodeck über den Bahnhofsgleisen in Betrieb genommen. Ein grundlegender Bahnhofsumbau (2003–07) erhöhte die Leistungsfähigkeit der Gleisanlagen und erleichterte das Umsteigen zum Stadtbus Chur, der mit sechs Linien die Quartiere der Stadt und die umliegenden Gemeinden erschliesst.

Churer Busbahnhof

Im Anschluss an die Neugestaltung des Bahnhofs und des Bahnhofplatzes wurde eine Begegnungszone City realisiert, die die Bahnhofsstrasse und den Alexanderplatz betrifft.

Ans Autobahnnetz ist die Stadt mit den Ausfahrten Chur-Nord und Chur-Süd der A13 angeschlossen.

Derzeit (Stand 2011) in Planung ist die St. Luzibrücke, die das Stadtbild prägen und die Innenstadt besonders am Obertor vom Verkehr der Schanfiggerstrasse entlasten soll. Ihre Finanzierung ist zurzeit unsicher (Stand 2011).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Hochschulreife bildet die Bündner Kantonsschule aus.

In Chur gibt es folgende Hochschulen, höhere Bildungseinrichtungen und Forschungsinstitute:

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Chur domiziliert ist die Südostschweiz Mediengruppe mit drei Tageszeitungen, der Südostschweiz, dem Bündner Tagblatt sowie der romanischsprachigen La Quotidiana mit der Wochenzeitung Amtsblatt Stadt Chur sowie dem Lokalradio Radio Südostschweiz (ehemals Radio Grischa). In einem gemeinsamen Medienhaus der SRG-SSR befinden sich die zentralen Studios und Redaktionen der Radiotelevisiun Svizra Rumantscha sowie Regionalstudios und Redaktionen für Radio und Fernsehen der deutschen (DRS) und italienischen Schweiz (RSI).

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweizweit bekannt ist Chur für die grosse Dichte an Restaurants und Bars. Aufgrund der Zentrumsfunktion ist das Angebot im Vergleich zu ähnlich grossen Städten ausgeprägt und vielseitig. Fast schon einzigartig ist dabei die Konzentration der Bars und Discos auf eine einzige Ausgangsmeile. Diese zieht sich vom Kornplatz durch die Untere Gasse ins Ausgangs- und Rotlichtviertel Welschdörfli.

Im Bereich der Alternativ- und Jugendkultur bieten sich verschiedene Treffpunkte und Lokalitäten an, bspw. die Selig Tanzbar (Konzertveranstaltungen) und das Palazzo (Konzertveranstaltungen). Der Verein Kulturraum Chur setzt sich seit längerer Zeit für ein Kulturzentrum ein. Im Bereich Musik, Tanz und Theater bieten das Theater Chur, die Klibühni und die Postremise ein abwechslungsreiches Programm. In der Sparte Kunst unterhält die Würth-Gruppe in der Aspermontstrasse das Kulturforum Würth Chur. In der Rheinfelsstrasse domiziliert ist die Fundaziun Capauliana.

Im Mai oder Juni findet die Churer Maiensässfahrt statt, Ende August das Churer Fest und Ende September die Schlagerparade.

Justiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Rande der Altstadt liegt mit dem Sennhof eine der beiden Strafanstalten des Kantons Graubünden.

Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhöfe liegen am Hof (neben der Kathedrale), im Fürstenwald, im Daleu, bei der Kirche Masans, im Totengut und bei der Araschger Kirche.

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chur ist die Heimat des Eishockeyvereins EHC Chur, der zeitweise in der höchsten Spielklasse antrat. Seine Heimstätte ist das Hallenstadion Chur. Im Unihockey war der mehrfache Meister Rot-Weiss Chur lange Zeit der tonangebende Verein der Schweiz, 2003 fusionierte er mit Torpedo Chur zu Chur Unihockey. Bei den Damen tritt Piranha Chur in der Nationalliga A an. Der höchstklassierte Fussballverein der Stadt ist Chur 97 aus der 2. Liga Inter, dessen Vorgängerverein FC Chur von 1987 bis 1993 in der zweithöchsten Liga spielte. Der American Football-Verein Calanda Broncos spielt in der höchsten Liga der Schweiz und gewannen 2012 die Eurobowl, den höchsten Bewerb im europäischen American Football.

In Chur ist der Sitz des Schweizerischen Sportkegler-Verbands.

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Postplatz, von dem die Poststrasse in die Altstadt, u.a. zum Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, führt. An der nordöstlich wegführenden Grabenstrasse steht das Bündner Kunstmuseum. Es stellt Gemälde verschiedener Bündner Künstler des 18. bis 20. Jahrhunderts aus. Es arbeitet mit den beiden anderen kantonalen Churer Museen zusammen, dem Rätischen und dem Bündner Naturmuseum. Ein weiteres städtisches Museum ist das Weinbaumuseum Chur.

Südwestlich vom Postplatz erstreckt sich der Fontanapark mit einem Denkmal für den Schlossvogt Benedikt Fontana. Er gehörte ursprünglich zum Alten Gebäu von 1729, in dem heute das Kantonsgericht seinen Sitz hat. Gegenüber auf der anderen Seite der Grabenstrasse liegt der Stadtgarten.

Altstadt Chur

Die Altstadt liegt zwischen dem Postplatz, dem auf einem Hügel erbauten Bischöflichen Hof mit dem barocken Bischöflichen Schloss aus den Jahren 1732 und 1733/33 und dem Fluss Plessur. Im Vorgängerbau des Bischöflichen Schlosses befand sich im Korridor des ersten Obergeschosses ein Wandgemälde mit 35 Totentanzbildern, das 1543 im Auftrag des damaligen Fürstbischofs Luzius Iter von einem unbekannten Meister in Anlehnung an die Bilder des Todes von Hans Holbein d.J. in Grisailletechnik gemalt worden war.[18]

Am Arcas, am Kornplatz, am Pfisterplatz, am Majoranplatz und am Hegisplatz stehen viele Zunft- und Bürgerhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Am Fuss des Hofs steht der Obere Spaniöl, weiter unten in der Altstadt der Untere Spaniöl. Am Martinsplatz liegen die evangelische Martinskirche, ein spätgotischer Bau, das Antistitium und das Bärenloch. Neben dem Antistitium ist die Klibühni Chur untergebracht. An der Reichsgasse steht das Haus Planaterra, ein ehemaliges Spital.

Am Ostrand der Altstadt liegt der Regierungsplatz mit dem 1751–52 errichteten Regierungsgebäude (Graues Haus).[19] Es beherbergt neben der Staatskanzlei und dem Sitzungssaal des Regierungsrates auch die Kantonsbibliothek Graubünden und das Staatsarchiv. Auf dem Regierungsplatz erinnert das Vazerol-Denkmal an die Vereinigung der Drei Bünde im Jahre 1471. Südlich des Regierungsplatzes steht neben dem Bischöflichen Hof die romanisch-gotische Kathedrale St. Maria Himmelfahrt aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Weiter oberhalb steht die St. Luziuskirche. Richtung Masans hin wird die Altstadt von der Regulakirche abgeschlossen.

An der Zeughausstrasse steht der Gebäudekomplex mit dem Theater Chur und dem Grossratsgebäude. Im Welschdörfli liegen die Schutzbauten über einer altrömischen Siedlung des Architekten Peter Zumthor. Im Quartier Sand liegt das Krematorium Totengut mit Wandmalereien von Giovanni Giacometti.

Bemerkenswerte Gebäude:

Kirchen und kirchliche Gebäude

Öffentliche Gebäude

Wohnhäuser und sonstige Gebäude

  • Bettenhaus D, 1998–2000, Architekten: Silvia Gmür und Livio Vacchini[47]
  • Bondahaus, 1910[48]
  • Ehemaliges Haus Brandis, um 1480[49]
  • Ehemaliges Wohnhaus Schäfer & Risch, um 1913[50]
  • Einfamilienhaus, um 1935, Architekt Ernst Sommerlad[51]
  • Einfamilienhaus Sieber-Cafaro, 2009, Architekt: Peter Reuss[52]
  • Haldenhof, 1911–12[53]
  • Haus ’zum Meerhafen’, nach 1464[54]
  • Haus des Stadtschreibers Otto von Schwartz, 1680–87[55]
  • Haus Gartmann, 2004, Architekt: Patrick Gartmann[56]
  • Haus Schwartz auf dem Sand, um 1700[57]
  • Haus Zinsli, 1960–61, Architekt: Paul Gredinger[58]
  • Haus zum Brunnengarten, 1948, Architekt: Martin Hatz[59]
  • Haus zur Linde, nach 1464[60]
  • Laubenhof, 1904[61]
  • Massnerhäuser, um 1700[62]
  • Mühlbach-Bar, 2009, Architekt: Conradin Clavuot[63]
  • Schniderzunft, letzte Viertel 15. Jh.[64]
  • Siedlung Stampagarten, 1910–11[65]
  • Villa Fontana, um 1898–1900[66]
  • Villa Planta/Bündner Kunstmuseum, 1874–76[67]
  • Villa zur Heimat, 1861[68]
  • Wohn- und Geschäftshaus Urech, 1972–73, Architekt: Rudolf Olgiati[69]
  • Wohn- und Geschäftshaus, 1997–99, Architekten: Andreas Hagmann, Dieter Jüngling[70]
  • Wohnhaus, um 1600[71]
  • Wohnhaus Bavier, 1910[72]
  • Wohnhaus Bearth, 1995, Architekten: Andrea Deplazes, Valentin Bearth[73]
  • Wohnhaus Conrad, Umbau 1991–92, Architekt: Gioni Signorell[74]
  • Wohnhaus für Betagte, 1993, Architekt: Peter Zumthor[75]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bergbahnen Chur-Dreibündenstein AG verbinden die Stadt Chur direkt mit dem Wintersport- und Naherholungsgebiet Brambrüesch auf 1600 m ü. M. Die offizielle Inbetriebnahme der alten Luftseilbahn erfolgte auf den 14. Dezember 1957, im Jahre 2006 wurde sie durch eine moderne Pendelbahn ersetzt.

Chur ist Ausgangs- und Endpunkt des Schanfigger Höhenwegs Chur–Arosa–Chur.

Eine kulinarische «Sehenswürdigkeit» bzw. Spezialität der Stadt Chur sind Churer Pfirsichsteine.

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2011 wurde ein Asteroid auf den Namen Chur getauft. Er wurde im November 2009 von José de Queiroz entdeckt, dem Leiter der Sternwarte Mirasteilas in Falera.[76]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Graubünden – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Graubünden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band VII: Die Stadt Chur und der Kreis der fünf Dörfer (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 20). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. GSK, Bern 1948; unveränd. Nachdr., [2. Aufl.], Birkhäuser, Basel 1975, ISBN 3-7643-0808-7.
  • Christoph Simonett: Geschichte der Stadt Chur. 1. Teil. Von den Anfängen bis ca. 1400 (= Historia Raetica. Bd. 4). Calven, Chur 1976, OCLC 3312205; 19852, OCLC 631928327.
  • Martin Bundi, Ursula Jecklin, Georg Jäger: Geschichte der Stadt Chur. 2. Teil. Vom 14. bis zum 17. Jahrhundert (= Historia Raetica. Bd. 4,[2]). Calven, Chur 1986, OCLC 256447049.
  • Erhard Meier: Chur – Stadt im Passland. Stadtführer (= Kulturwege in Graubünden). Terra-Grischuna-Verlag, Chur/Bottmingen/Basel; Verkehrsverein, Chur 1986, ISBN 3-7298-1040-5.
  • Georges Descœudres, Luzi Dosch: Die evangelische Pfarrkirche St. Martin in Chur (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 573, Ser. 58). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchgemeinde Chur. GSK, Bern 1995, ISBN 3-85782-573-1.
  • Erhard Meier: Chur – die Alpenstadt. Stadtführer. Desertina Verlag, Chur 2008, ISBN 978-3-85637-352-8.
  • Jürg Rageth, Anne Hochuli-Gysel, Linus Bühler, Martin Bundi, Jürg Simonett: Chur (Gemeinde) im Historischen Lexikon der Schweiz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerungsstatistiken der Stadt Chur (PDF; 62,5 kB). In: chur.ch, abgerufen am 4. August 2016.
  2. a b c Zur Bedeutung Basels in der Reformationsgeschichte siehe die Abschnitte Reformation und Dreissigjähriger Krieg sowie Religionen sowie das Stadtporträt des Projekts Reformationsstädte Europas: Ein besonderes Zusammenspiel von Religion und Politik – bis heute. In: reformation-cities.org/cities, abgerufen am 1. August 2016, sowie das Stadtporträt des Projekts Europäischer Stationenweg: Chur. In: r2017.org/europaeischer-stationenweg, abgerufen am 1. August 2016.
  3. Hans Lieb: Lexicon topographicum der römischen und frühmittelalterlichen Schweiz. Bd. 1: Römische Zeit. Süd- und Ostschweiz (= Antiquitas. Reihe 1: Abhandlungen zur alten Geschichte. Bd. 15). Habelt, Bonn 1967, DNB 457431032, S. 52.
  4. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.meteoschweiz.admin.chmeteoschweiz.admin.ch (PDF).
  5. Anne Hochuli-Gysel: Chur (Gemeinde). 1 - Ur- und Frühgeschichte. 1.2 - Römische Epoche im Historischen Lexikon der Schweiz. 18. November 2015, abgerufen am 1. August 2016.
  6. Codex iuris municipalis Germaniae medii aevi. Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erster Band. Gesammelt und hrsg. von Heinrich Gottfried Philipp Gengler. Ferdinand Enke, Erlangen 1863, OCLC 633849160, S. 491–494 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, Zusätze, Register).
  7. Über Chur. Geschichte. Stadtbrand. Chur wird zur Zunftstadt. 1464. In: chur.de, abgerufen am 6. August 2016.
  8. Über Chur. Geschichte. Einführung der Zunftverfassung (Ausstellungstafeln). 17. Jan. 1465. Chur unter der Zunftverfassung 1465-1840. In: chur.de, abgerufen am 6. August 2016.
  9. Constantin Seibt: Chur – Stadt der Jagd, der Trinker und Träume. (Memento vom 13. Mai 2008 im Internet Archive) In: Tages-Anzeiger. 4. Oktober 2006.
  10. Hans Marti – Pionier der Raumplanung (= Dokumente zur modernen Schweizer Architektur). Hrsg. von Claude Ruedin, Michael Hanak. GTA, Zürich 2008, ISBN 978-3-85676-236-0 (Aufsatzsammlung).
  11. Chronik. Dezember [1972]. In: Bündner Monatsblatt. Heft 3–4, 1973, S. 90 (zum 15. Dezember 1972; PDF; 3,9 MB), doi:10.5169/seals-398131.
  12. Siehe Wohnbevölkerungsstatistiken der Stadt Chur (PDF; 62,5 kB). In: chur.ch, abgerufen am 4. August 2016.
  13. Oscar Eckhardt: Etwas churerdeutsche Sprachgeschichte – Vom Latein zum Alemannischen (= Khuurer Wörtertrugga. 8). In: Churer Magazin. [o. D. (Juni 2008)], S. 25, abgerufen am 6. August 2016 (PDF; 499 kB; „Römische Ausstellung in Chur: Wo die Römer waren, wurde auch Latein gesprochen. Chur ist erst seit etwa 500 Jahren deutschsprachig.“).
  14. Bürgergemeinde Chur: Die Entwicklung der Bürgerschaft (2001–2010). (Memento vom 8. November 2011 im Internet Archive) abgerufen am 31. Juli 2016.
  15. Bundesamt für Statistik BFS: Wohnbevölkerung nach Religion, nach Kantonen und Städten. In: bfs.admin.ch, abgerufen am 11. April 2011.
  16. Partnerstädte. Stadt Chur, abgerufen am 16. Januar 2015. Vgl. die spezielle Partnerschaftwebsite Partnerschaftsring – Jumelage. In: partnerschaftsring.eu, abgerufen am 31. Juli 2016.
  17. Stadt Chur (Hrsg.): Willkommen in Chur. Stadt Chur, Chur 2014, DNB 1070796115, S. 42.
  18. Hans Georg Wehrens: Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. „Muos ich doch dran – und weis nit wan“. Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0, S. 150 f.
  19. Kantonsbibliothek Graubünden: Graues Haus oder Neues Gebäu (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  20. Kantonsbibliothek Graubünden: Ehemalige Kirche St. Stephan (= Frühchristliche Zeit). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  21. Kantonsbibliothek Graubünden: Erlöserkirche (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  22. Luzi Dosch (Mitverf.): Die Heiligkreuzkirche in Chur (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 451, Ser. 46). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK in Zusammenarbeit mit dem Pfarramt Heiligkreuz. GSK, Bern 1989, ISBN 3-85782-451-4.
  23. Kantonsbibliothek Graubünden: Katholische Heiligkreuzkirche (= Moderne). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  24. Kantonsbibliothek Graubünden: Domdekanat (= Übrige Bauten und Werke). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  25. Kantonsbibliothek Graubünden: Dompropstei (= Übrige Bauten und Werke). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  26. Kantonsbibliothek Graubünden: Ehemaliges Dominikanerkloster St. Nicolai (= Übrige Bauten und Werke). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  27. Kantonsbibliothek Graubünden: Bahnhof, Platz und Postautohalle, 2009 (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  28. Kantonsbibliothek Graubünden: Ehemaliges Bündner Lehrerseminar (= Moderne). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  29. Kantonsbibliothek Graubünden: Friedhof Daleu (= Plätze, Gärten und Parks). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  30. Kantonsbibliothek Graubünden: Gewerbliche Berufsschule (= Moderne). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  31. Kantonsbibliothek Graubünden: Graubündner Kantonalbank (= Regionalismus). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  32. Kantonsbibliothek Graubünden: Erweiterung Hauptsitz Graubündner Kantonalbank, 2006 (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  33. Kantonsbibliothek Graubünden: Hochschule für Technik und Wirtschaft, 1993 (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  34. Kantonsbibliothek Graubünden: Konvikt der Bündner Kantonsschule (= Moderne). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  35. Kantonsbibliothek Graubünden: Haus für Naturwissenschaften, Kantonsschule, 1999 (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  36. Kantonsbibliothek Graubünden: Marsölturm (= Burgen und Türme). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  37. Kantonsbibliothek Graubünden: Martinsbrunnen (= Kleinarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  38. Kantonsbibliothek Graubünden: Medien- und Verwaltungsgebäude Untertor, 2006 (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  39. Kantonsbibliothek Graubünden: Obertor (= Burgen und Türme). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  40. Kantonsbibliothek Graubünden: Pulverturm, sog. Malteserturm (= Burgen und Türme). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  41. Kantonsbibliothek Graubünden: Quaderschulhaus (= Regionalismus). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 31. Juli 2016.
  42. Kantonsbibliothek Graubünden: Roter Turm (= Übrige Bauten und Werke). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  43. Kantonsbibliothek Graubünden: Staatsgebäude (= Übrige Bauten und Werke). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  44. Kantonsbibliothek Graubünden: Torgebäude (= Kleinarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  45. Kantonsbibliothek Graubünden: Torturm (= Burgen und Türme). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  46. Kantonsbibliothek Graubünden: Verwaltungsgebäude Würth (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  47. Kantonsbibliothek Graubünden: Bettenhaus D (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  48. Kantonsbibliothek Graubünden: Bondahaus (= Regionalismus). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  49. Kantonsbibliothek Graubünden: Ehemaliges Haus Brandis (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  50. Kantonsbibliothek Graubünden: Ehemaliges Wohnhaus Schäfer & Risch (= Regionalismus). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  51. Kantonsbibliothek Graubünden: Einfamilienhaus (= Moderne). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  52. Kantonsbibliothek Graubünden: Einfamilienhaus Sieber-Cafaro (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  53. Kantonsbibliothek Graubünden: Haldenhof (= Regionalismus). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  54. Kantonsbibliothek Graubünden: Haus ’zum Meerhafen’ (= Spätgotik). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  55. Kantonsbibliothek Graubünden: Haus des Stadtschreibers Otto von Schwartz (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  56. Kantonsbibliothek Graubünden: Haus Gartmann (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  57. Kantonsbibliothek Graubünden: Haus Schwartz auf dem Sand (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  58. Kantonsbibliothek Graubünden: Haus Zinsli (= Moderne). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  59. Kantonsbibliothek Graubünden: Haus zum Brunnengarten (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  60. Kantonsbibliothek Graubünden: Haus zur Linde (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  61. Kantonsbibliothek Graubünden: Laubenhof (= Regionalismus). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  62. Kantonsbibliothek Graubünden: Massnerhäuser (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  63. Kantonsbibliothek Graubünden: Mühlbach-Bar (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  64. Kantonsbibliothek Graubünden: Schniderzunft (= Übrige Bauten und Werke). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  65. Kantonsbibliothek Graubünden: Siedlung Stampagarten (= Siedlungsbau). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  66. Kantonsbibliothek Graubünden: Villa Fontana (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  67. Luzi Dosch: Villa Planta/Bündner Kunstmuseum Chur. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 482). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1991, ISBN 3-85782-482-4. – Kantonsbibliothek Graubünden: Villa Planta (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  68. Kantonsbibliothek Graubünden: Villa zur Heimat (= Herrschaftshäuser und Villen). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  69. Kantonsbibliothek Graubünden: Wohn- und Geschäftshaus Urech (= Moderne). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  70. Kantonsbibliothek Graubünden: Wohn- und Geschäftshaus (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  71. Kantonsbibliothek Graubünden: Wohnhaus (= Übrige Bauten und Werke). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  72. Kantonsbibliothek Graubünden: Wohnhaus Bavier (= Regionalismus). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  73. Kantonsbibliothek Graubünden: Wohnhaus Bearth (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  74. Kantonsbibliothek Graubünden: Wohnhaus Conrad (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  75. Kantonsbibliothek Graubünden: Wohnhaus für Betagte, 1993 (= Gegenwartsarchitektur). In: graubuendenkultur.ch, abgerufen am 1. August 2016.
  76. David Frische: Chur erlebte eine Sternstunde. Chur ist ab sofort auch im All vertreten: Gestern hat die Astronomische Gesellschaft Graubünden ihren vor zwei Jahren entdeckten Asteroiden offiziell der Stadt gewidmet. In: Südostschweiz. 27. Oktober 2011, abgerufen am 31. Juli 2016.