Döhren (Petershagen)

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Döhren
Koordinaten: 52° 26′ 1″ N, 9° 2′ 4″ O
Höhe: 36 m ü. NN
Fläche: 7,89 km²
Einwohner: 848 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 32469
Vorwahl: 05705
Karte
Lage von Döhren in Petershagen

Döhren ist ein Ortsteil von Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er liegt nordöstlich der Kernstadt; im Osten grenzt Döhren an den Ortsteil Seelenfeld und im Norden an den Ortsteil Ilvese. Im Westen bilden die Weser und im Süden die Ortsteile Windheim, Ilse und Neuenknick die Grenze. Durch den Ort fließt die Gehle, die nördlich bei Ilvese in die Weser mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rittergut Döhren war von 1568 bis ca. 1625 im Besitz der Familie von Klencke, die seit 1438 Pfandherren und Drosten des Hauses und Amtes Schlüsselburg stellte.[1] 1682 waren 51 Höfe dienstpflichtig, und zwar an erster Stelle dem landesherrlichen Amt Schlüsselburg, im kleineren Umfange auch dem mindischen Amt Petershagen, dem hoya'schen Amt Stolzenau und der Adelsfamilie von Klencke. Dazu kam der belastende Korn- und Fleichzehnte an das Mauritiuskloster in Minden.

Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1973 war Döhren eine selbständige Gemeinde mit einer Gesamtfläche von rund 7,89 km² sowie 897 Einwohnern (31. Dezember 1972)[2] und gehörte zum Amt Windheim zu Lahde und zum Kreis Minden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Döhren wird gegenüber Rat und Verwaltung der Stadt Petershagen seit 1973 durch einen Ortsvorsteher vertreten, der aufgrund des Wahlergebnisses vom Rat der Stadt Petershagen gewählt wird.

Martin Sölter ist Ortsvorsteher.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döhren ist mit der Wassermühle Döhren, „Plaggen-Mühle“ ein Teil der Westfälischen Mühlenstraße. Das Wassermühlengebäude ist vermutlich 1751 entstanden, wie sich aus einer Steininschrift ergibt. Das Wasserrad hat einen Durchmesser von 3,3 m und einer Breite von 1,4 m.

In der 1721 vom preußischen Staat durchgeführten Mühlenerfassung wird ein Arnold Plagge als Besitzer der Mühle aufgeführt. Diese Bezeichnung hat sich bis heute erhalten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dören (Weser) liegt an der Bahnstrecke Nienburg–Minden. Züge passieren den Ort ohne Halt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edelgard Bulmahn, Politikerin, geboren 1951 in Petershagen, verbrachte ihre Kindheit in Döhren und erlangte die Hochschulreife am Aufbaugymnasium Petershagen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernd Wilhelm Linnemeier: Der Döhrener Zehnte des Klosters SS. Mauritius und Simeon zu Minden im Wechselspiel gutsherrlicher Machtausübung und bäuerlichen Widerstandes. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 61 (1989), S. 71–90.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 117.