Quetzen

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Quetzen
Koordinaten: 52° 20′ 52″ N, 9° 2′ 9″ O
Höhe: 51 m
Fläche: 7,82 km²
Einwohner: 984 (1. Okt. 2010)
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 32469
Vorwahl: 05702
Karte
Lage von Quetzen in Petershagen

Quetzen ist ein Ortsteil der Stadt Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke und hat 984 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quetzen besteht aus den sechs Ortsteilen Heide, Heue, Masloh, Spiekerberg, Teich und Timpen. Quetzen liegt zum größten Teil auf einer Anhöhe des mittleren Wesertales und wird von den Bächen Gehle und Riehe durchflossen. Im Zentrum des Dorfes liegt der Birkenkampwald, außerdem wird Quetzen vom Schaumburger Wald gesäumt. Die Orte Lahde, Bierde und Frille grenzen an Quetzen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Quetzens fand im Jahre 1265 in einer Urkunde des Loccumer Klosters statt. Damals wurde es noch Quedel(hau)sen genannt, was sich aus Quithilo, einem Vornamen und -hausen für Siedlung ableitet. Eine andere Deutung besagt, dass sich der Ortsname vom mittelhochdeutschen Wort für Ketzer ableitet. In der Vergangenheit standen die Einwohner unter der Lehnsherrschaft des Klosters Loccum und hatten zudem Dienste für das Schloss Petershagen zu leisten. Am 12. Juni 1845 brannte der Ortsteil Teich mit 7 Bauernhöfen durch eine verheerende Feuersbrunst fast vollständig ab.[1]

Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1973 war Quetzen eine selbstständige Gemeinde mit einer Gesamtfläche von rund 7,82 km² sowie 905 Einwohnern (31. Dezember 1972)[2] und gehörte zum Amt Windheim zu Lahde und zum Kreis Minden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Marvin Waidmann (CDU).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Quetzen sind hauptsächlich selbstständige Dienstleistungsunternehmen und nur noch wenige landwirtschaftliche Betriebe anzutreffen. Industrie und Einzelhandel wurden im Laufe der Zeit immer mehr in den Nachbarort Lahde verlagert. Die Zahl der Nebenerwerbslandwirte ist stark gestiegen, während die Zahl der Haupterwerbslandwirte abnahm.

In Quetzen war die einzige Förderschule der Stadt, die Birkenkampschule angesiedelt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich David: Feuersbrunst in Quetzen. Ein Beitrag zur Dorfgeschichte. In: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jg. 55 (1983), S. 140–144.
  • Kulturgemeinschaft Quetzen (Hrsg.): Quetzen. Ein Dorf im Mindener Land in Vergangenheit und Gegenwart. Minden 1989. (Verfasser: Heinrich David, Hauptlehrer)
  • Chronik der Gemeinde Quetzen, 1933–1945. (Verfasser: Heinrich Waltke, Hauptlehrer)
  • zahlreiche Beiträge zur Ortschronik, zur Siedlungsgeschichte sowie zur Auswanderung aus Quetzen im 19. Jahrhundert von Walter Prange (1932–2014), Ortsheimatpfleger von 1997 bis 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich David: Feuersbrunst in Quetzen. In: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jg. 55 (1983), S. 140–144.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 118.