Dagrun Hintze

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Dagrun Hintze, 2019

Dagrun Hintze (* 1971 in Lübeck) ist eine deutsche Autorin. Sie schreibt Theaterstücke, Lyrik, Prosa und Essays und publiziert außerdem über zeitgenössische Kunst und Dokumentartheater.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Highschoolabschluss in Pasco, Washington, und dem Abitur am Johanneum zu Lübeck studierte Hintze Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Würzburg und Antwerpen. Im Anschluss war sie als Regieassistentin und Regisseurin am Theater Lübeck und am Staatstheater Kassel engagiert.

Seit 2000 veröffentlicht sie Lyrik und Prosa in Zeitschriften und Anthologien (u. a. Federwelt, Edit, Volltext, EXOT, Lyrikjahrbuch der Deutschen Verlagsanstalt, Hamburger ZIEGEL), seit 2005 regelmäßige Publikationen zur zeitgenössischen Kunst (u. a. bei Revolver, Hatje Cantz, Passagen und Textem), seit 2009 Uraufführungen ihrer Theaterstücke an verschiedenen deutschsprachigen Theatern.

2017 erschien ihr Essayband Ballbesitz – Frauen, Männer und Fußball im mairisch Verlag. 2017/18 initiierte und realisierte Dagrun Hintze das spielzeitübergreifende Projekt Staging Democracy – Die Wiederbelebung einer antiken Idee mit Hamburger Bürgerinnen und Bürgern am Hamburger Lichthof Theater. Es bestand aus fünf ausgelosten Bürgerversammlungen zu verschiedenen stadtpolitischen Themen, einer Expertenrunde mit Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten und einem Theaterstück, das im Juni 2018 uraufgeführt wurde[2]. Das Lichthof Theater wurde dafür mit dem Barbara Kisseler Theaterpreis 2018 ausgezeichnet. Ebenfalls 2018 erschien ihr Lyrikband Einvernehmlicher Sex bei Minimal Trash Art, 2019 folgte Wer was in welcher Nacht träumte – Erzählungen zu Kunst, Design und Architektur im Textem Verlag.

Dagrun Hintze ist mit dem Hamburger Galeristen Mathias Güntner verheiratet. Seit 1999 lebt sie als freie Autorin in Hamburg.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Intensivstation, UA am Theater Ulm 2009, (Regie: Fanny Brunner)[3]
  • Die Zärtlichkeit der Russen, UA am Staatsschauspiel Dresden 2011 (Regie: Sandra Strunz)[4]
  • Damen mit Lift (mit Elisabeth Burchhardt), UA am Ernst Deutsch Theater in Hamburg 2013 (Regie: Adelheid Müther)[5]
  • Mischpoke – Eine jüdische Chronik von damals bis heute, UA am Staatsschauspiel Dresden 2015 (Regie: David Benjamin Brückel)[6]
  • Samstag in Europa (mit Sedef Ecer), UA am Theater der Stadt Aalen 2016 (Regie: Tina Brüggemann)[7]
  • Die schwarze Spinne (Dramatisierung), UA am Theater Kanton Zürich 2017 (Regie: Elias Perrig)[8]
  • Düsseldorf First! (mit Miriam Tscholl), UA am Düsseldorfer Schauspielhaus 2018 (Regie: Miriam Tscholl)[9]
  • Wir sind die nebelfreie Stadt, UA am Theater der Stadt Aalen 2018 (Regie: Tina Brüggemann)[10]
  • Staging Democracy: Das Stück, UA am Lichthof Theater Hamburg 2018 (Regie: Ron Zimmering)[11]
  • Kleider machen Leute (nach Gottfried Keller), UA am Theater Kanton Zürich 2019 (Regie: Elias Perrig)[12]

Publikationen zur zeitgenössischen Kunst (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Insomnia, benteli, 2011[13]
  • Let’s talk about, Textem Verlag 2013[14]
  • Christina Zurfluh, Farbtagebuch, Passagen 2014
  • Pequod/Manöver des letzten Augenblicks, Textem Verlag 2015[15]
  • Boran Burchhardt: Veddel vergolden, 2018[16]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ballbesitz. Frauen, Männer und Fußball, Hamburg, mairisch Verlag 2017[17]
  • Einvernehmlicher Sex. 38 Gedichte, Hamburg, Minimal Trash Art 2018[18]
  • Wer was in welcher Nacht träumte – Erzählungen zu Kunst, Design und Architektur", Hamburg, Textem Verlag 2019[19]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Lyrik 2000s-Preis
  • 2005: open mike Berlin
  • 2012: Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt in der Casa Zia Lina auf Elba
  • 2015: Stipendiatin im Künstlerhaus Lauenburg
  • 2016: EURODRAM – Übersetzungsempfehlung für Die Zärtlichkeit der Russen
  • 2019: Spreewald-Literatur-Stipendium

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wenn das neue Wir im Theater tagt, NZZ vom 1. Juni 2016
  2. [1] Bericht im Hamburger Feuilleton
  3. [2] Theater Ulm
  4. Archivlink (Memento des Originals vom 25. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staatsschauspiel-dresden.de Staatsschauspiel Dresden
  5. [3] Ernst-Deutsch-Theater Hamburg
  6. Archivlink (Memento des Originals vom 25. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staatsschauspiel-dresden.de Staatsschauspiel Dresden
  7. [4] Theater der Staat Aalen
  8. [5] Theater Kanton Zuerich
  9. [6] Düsseldorfer Schauspielhaus
  10. [7] Theater der Stadt Aalen
  11. [8] Lichthof Theater Hamburg
  12. http://theaterkantonzuerich.ch/wsp/rubriken/kleider-machen-leute
  13. [9] Insomnia, benteli 2011
  14. [10] Let’s talk about 2013
  15. [11] „Pequod/Manöver des letzten Augenblicks“, 2015
  16. "Veddel vergolden", 2018
  17. [12] „Ballbesitz“, Mairisch Verlag 2017
  18. https://www.minimaltrashart.de/
  19. Dagrun Hintze: Wer was in welcher Nacht träumte. Abgerufen am 25. Juni 2019.