Dan McKenzie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dan Peter McKenzie, CH (* 21. Februar 1942 in Cheltenham), ist Professor der Geophysik an der Universität Cambridge.

McKenzie studierte Physik am King´s College der Universität Cambridge und wandte sich bei Edward Bullard der Geophysik zu. Nach acht Monaten am Scripps Oceanographic Institute in San Diego bei Freeman Gilbert und Walter Munk wurde er 1966 in Cambridge promoviert. Als Post-Doktorand war er am Caltech und schrieb 1966 eine frühe Arbeit über den Mechanismus der Plattentektonik,[1] gefolgt von einer Arbeit mit Robert Parker über die Geometrie der Plattentektonik.[2] Seine Arbeit mit John G. Sclater über die plattentektonische Entwicklung des Indischen Ozeans brachte beiden Mitgliedschaft in der Royal Society.[3] Ab 1969 war er Dozent in Cambridge, wo er 1978 Reader wurde und später Professor und Leiter des Bullard Labors. In den 1970er Jahren und danach wandte er sich dem Mechanismus der Mantelkonvektion zu[4] und Fragen der Entstehung von Sedimentbecken[5] und später auch der Geologie der Planeten des Sonnensystems.

Er gewann 1975 die James B. Macelwane Medal und 1981 den Balzan-Preis für Geologie und Geophysik zusammen mit Drummond Hoyle Matthews und Frederick Vine. 1983 erhielt er die Alfred Wegener Medal der European Union of Geosciences (EUG). 1990 wurde ihm der Japan-Preis zugesprochen und 2002 der Crafoord-Preis. 2011 erhielt er die Copley Medal der Royal Society, 1983 die Wollaston Medal der Geological Society of London und 2001 die William Bowie Medal der American Geophysical Union. Er ist Fellow der Royal Society (1976). 2000 wurde er Ehrendoktor der Universität Bristol (D.Sc.). 2003 erhielt er den Order of the Companions of Honour.

Schriften[Bearbeiten]

Neben den oben zitierten Arbeiten.

  • Speculations on the consequences and causes of plate motion, Geophysical Journal of the Royal Astronomical Society, Band 18, 1969, S. 1-32

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. D. McKenzie: The viscosity of the lower mantle. In: J Geophys. Res. Band 71, 1966, S. 3995–4010.
  2. McKenzie, Parker The North Pacific: an example of tectonics on a sphere. In: Nature. Band 216, 1967, S. 1276–1280. Zu ähnlichen Ergebnissen kam gleichzeitig Jason Morgan in Princeton.
  3. McKenzie, J. Sclater: The evolution of the Indian Ocean since the late Cretaceous. In: Geophys. J. R. astr. Soc. Band 25, 1971, S. 437–528.
  4. B. Parsons, McKenzie: Mantle convection and the thermal structure of plates. In: J. Geophys. Res. Band 83, 1976, S. 4485–4496; McKenzie, J. Roberts, N. O. Weiss: Convection in the Earth's mantle: towards a numerical simulation. In: J. Fluid Mech. Band 62, 1974, S. 465–538. McKenzie in Science Citation Classics zu dem Aufsatz, pdf
  5. McKenzie: Some remarks on the development of sedimentary basins. In: Earth Planetary Science Letters. Band 40, 1978, S. 25–32.