Das Leben ist ein Chanson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Das Leben ist ein Chanson
Originaltitel On connaît la chanson
Produktionsland Frankreich, Schweiz, Großbritannien
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1997
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Alain Resnais
Drehbuch Jean-Pierre Bacri, Agnès Jaoui
Produktion Bruno Pésery, Michel Seydoux, Ruth Waldburger
Musik Bruno Fontaine
Kamera Renato Berta
Schnitt Hervé de Luze
Besetzung

Das Leben ist ein Chanson ist ein französischer Film von Alain Resnais aus dem Jahr 1997, in dem die Darsteller unvermittelt einzelne Zeilen französischer Chansons singen.

Handlung[Bearbeiten]

Odile und Claude leben in einer routinierten Beziehung. Claude sieht der Rückkehr von Nicolas, dem früheren Geliebten von Odile, nach Paris mit gemischten Gefühlen entgegen. Odile trägt sich mit dem Gedanken, eine Wohnung zu kaufen, und wendet sich an den Immobilienmakler Marc. Dieser beeindruckt bei einem Besichtigungstermin ihre Schwester Camille, die Fremdenführerin und Geschichtsstudentin ist. Camille ihrerseits bemerkt nicht, dass Simon, der ohne jeden Anflug von Begeisterung für den tyrannischen Marc arbeitet, mit ihr aber die Leidenschaft für Geschichte teilt, sich in sie verliebt hat.

Kritiken[Bearbeiten]

Der film-dienst feierte Resnais' Film in seiner zeitgenössischen Kritik als ein von einem spielfreudigen Ensemble getragenes „Experiment“, das zu einem amüsanten Exkurs über die zu Lebensweisheiten erhobenen Binsenweisheiten von Schlagertexten avanciere. Dies gelinge unter anderem durch den Kunstgriff, „einige Takte aus Chansons und Popsongs lippensynchron von den Schauspielern "singen" zu lassen“, womit das Alltägliche überhöht werde und mit spielerischer Leichtigkeit dennoch in die Tiefe der Figuren eindringe.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film gewann 1998 den Silbernen Bären bei der Berlinale und erhielt im selben Jahr insgesamt sieben Césars (Bester Film, Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Beste Nebendarstellerin, Bester Schnitt, Bester Ton). Außerdem wurde der Film 1997 mit dem Louis-Delluc-Preis ausgezeichnet. Im Jahr darauf folgte die Auszeichnung des Syndicat Français de la Critique de Cinéma als bester französischer Film.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stephanie Wodianka: Das ‚unübersetzbare‘ kulturelle Gedächtnis Frankreichs: On Connaît la Chanson. In: Astrid Erll, Stephanie Wodianka (Hrsg.): Film und kulturelle Erinnerung. Plurimediale Konstellationen. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2008, ISBN 978-3-11-020443-8, S. 205–230

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Lexikon des Internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)