Das Theater an der Effingerstrasse

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Das Theater an der Effingerstrasse (Eigenschreibeweise: DAS THEATER an der Effingerstrasse) ist ein Sprechtheater in der Schweizer Bundesstadt Bern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Bühnenfassung von Irmgard Keuns Roman Das kunstseidene Mädchen eröffnete das Theater an der Effingerstrasse 1996 seine erste Spielzeit, nachdem im selben Jahr das Atelier Theater nach 45-jährigem Bestehen seine Pforten schliessen musste und von Markus Keller und Ernst Gosteli unter neuem Namen weitergeführt wurde.[1] Das Theater verfügt über kein festes Ensemble, auf die Bühne kommen jährlich neun Eigenproduktionen mit eigens hierzu verpflichteten Schauspielern, dazu Gastspiele in- und ausländischer Gruppen.[2]

Das Theater wird von mehreren Stellen bezuschusst, unter anderem von der Stadt Bern, finanziert sich aber zum grössten Teil durch eigene Einnahmen. Es befindet sich in der Effingerstrasse 14, auf zwei Stockwerken eines 1951 erbauten Mehrzweckgebäudes. Im Theatersaal (1. UG) finden circa 160 Zuschauer Platz. Im zweiten Untergeschoss befindet sich die Theaterbar.[2]

2015 zog sich Ernst Gosteli aus der Leitung des Theaters zurück.[3]

Mit Beginn der Spielzeit 2020/21 übergibt Markus Keller die künstlerische Leitung an Alexander Kratzer[4], der seit 2010 regelmässig am Haus inszeniert.

Inszenierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Theater an der Effingerstrasse entwickelte sich als Uraufführungsbühne von Romanadaptionen des Schriftstellers Lukas Hartmann. Hier wurden Die Frau im Pelz, Die Tochter des Jägers, Die Deutsche im Dorf und Ein Bild von Lydia uraufgeführt.

Durch die Geschichte des Hauses ist das Theater an der Effingerstrasse mit Friedrich Dürrenmatt verbunden. Der grosse Schweizer Schriftsteller inszenierte 1959 eine eigene Fassung von Der Besuch der alten Dame auf der Bühne des Theaters.

Zahlreiche Schweizer Erstaufführungen, darunter Terror von Ferdinand von Schirach, Bella Figura von Yasmina Reza, Switzerland von Joanna Murray-Smith.

Stücke, die zur Aufführung kamen, waren unter anderem Patrick Süskinds Monolog Der Kontrabass mit Hubert Kronlachner, Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert, Kunst von Yasmina Reza, Peter Shaffers Drama Amadeus, Biografie: Ein Spiel von Max Frisch oder Jean-Paul Sartres Geschlossene Gesellschaft.[2] Zum 20-jährigen Bestehen gab es 2016 eine Neuinszenierung von Irmgard Keuns Kunstseidenem Mädchen.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marco Badilatti: Das Theater an der Effingerstrasse, Bern BE. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1842.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Website des Theaters, abgerufen am 18. Mai 2017
  2. a b c d Marco Badilatti: Das Theater an der Effingerstrasse, Bern BE. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1842.
  3. Michael Feller: Gosteli tritt langsam kürzer, Berner Zeitung vom 5. Juni 2014, abgerufen am 18. Mai 2017
  4. Kratzer für Keller im Effinger. In: Berner Zeitung. ISSN 1424-1021 (bernerzeitung.ch [abgerufen am 18. Juni 2020]).