Dateiattribut

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Unter den Dateiattributen versteht man verschiedene Angaben über eine Computerdatei, die nicht direkt zu den eigentlichen Inhalten der Datei gehören. Andere Bezeichnungen für Dateiattribute sind Dateieigenschaften oder Dateisystemmetadaten.

Anzeige der Dateieigenschaften von mehreren Dateien unter Windows XP; einige der Attribute werden in Form von Checkboxen angezeigt und sind über diese veränderbar.

Praktisch alle Betriebssysteme kennen zumindest grundlegende Metadaten über Lage, Rechte an der Datei usw. Einige Betriebssysteme (wie Mac OS) haben ein wesentlich umfangreicheres Metadatenkonzept, und unterstützen so z. B. auch die Speicherung Dateityp-spezifischer Informationen (z. B. letzte Cursorposition bei Textdateien, Informationen über Urheber bei Musikdateien usw.). Da Windows und die meisten Unixe aber bis heute nur ein sehr eingeschränktes Set an Metadaten zur Verfügung stellen, geht man mehr und mehr dazu über, Daten dieser Art direkt in den Inhalten der Dateien unterzubringen (Beispiel: ID3-Tags in MP3-Dateien).

Beispiele für Metadaten[Bearbeiten]

  • Name der Datei (in Dateisystemen, die mehrere Namen pro Datei unterstützen, z. B. NTFS; in anderen Dateisystemen gehören Dateinamen zum Inhalt eines Verzeichnisses, z. B. FAT),
  • Art der Datei (z. B. Gerätedateien unter Posix, in Windows haben Verzeichnisse ein Attribut, das sie entsprechend als Verzeichnis markiert),
  • Typ des Dateiinhalts (dieser kann über eine Dateiendung als Teil des Namens geregelt sein oder über einen speziellen Speicherbereich wie beispielsweise bei HFS unter Mac OS und Mac OS X),
  • Datum und ggf. Uhrzeit
    • der Erstellung des Dateiinhalts,
    • der Erstellung der Datei (This Copy Created, unter Windows Creation), wird mitunter gleichgesetzt mit der Erstellung des Dateiinhalts,
    • des letzten Schreibzugriffs auf die Datei (unter Posix mtime, unter Windows Last Write),
    • der Änderung des Dateiinhalts, wird mitunter gleichgesetzt mit dem letzten Schreibzugriff auf die Datei, da vor einem Schreibzugriff üblicherweise nicht überprüft wird, ob sich durch ihn der Inhalt tatsächlich ändert,
    • der Änderung der Metadaten der Datei (unter Posix ctime),
    • des letzten Zugriffs auf die Datei (unter Posix atime, unter Windows Last Access), unter Windows wird mit dieser Angabe auch die Änderung von Metadaten wie Dateiattributen erfasst,
    • der letzten Archivierung der Datei (z. B. bei HFS, ZFS und UDF) und
    • des Verfalls der Datei (Expiration Date bei z/OS),
  • Dateigröße,
  • Dateiberechtigungen in Form von Unix-Dateirechten oder Zugriffskontrolllisten, einschließlich der Speicherung des Eigentümers und der Eigentümergruppe,
  • Kennzeichnung der Datei als versteckt (hidden, bei FAT und HPFS),
  • Kennzeichnung der Datei als Systemdatei (bei FAT und HPFS),
  • erweiterte Attribute (bei NTFS, HPFS und Ext2) zum Speichern beliebiger Zusatzinformationen, unter Windows beispielsweise wird eine Datei mit einem bestimmten erweiterten Attribut markiert, wenn sie aus dem Internet stammt,
  • Kommentarfelder, einige Betriebssysteme unterstützen hierbei sogar Sprachaufzeichnungen als Kommentare,
  • Labels (Schlagworte), also Zuordnungen zu bestimmten Zwecken (Arbeit, Dringend usw., unter Mac OS),
  • Recordlänge, Recordformat, Blockgröße (bei z/OS),
  • Kennzeichnung der Datei als archiviert, d. h. im aktuellen Zustand gesichert (bei FAT und NTFS),
  • Kennzeichnung der Datei als verschlüsselt und Sicherheitsdeskriptoren für deren Zugriff (bei EFS) und
  • zusätzlich können Informationen über Mechanismen zum Sparen von Speicherplatz als Attribute zählen, wenn sie nicht bereits als erweitertes Attribut erfasst sind, z. B. transparente Kompression (bei NTFS) oder Sparse-Dateien.