David (1979)

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Filmdaten
Originaltitel David
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1979
Länge 127 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Peter Lilienthal
Drehbuch Jurek Becker
Peter Lilienthal
Ulla Ziemann
Produktion Christoph Holch
Joachim von Vietinghoff
Musik Wojciech Kilar
Kamera Al Ruban
Schnitt Siegrun Jäger
Besetzung

David ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1979. Der Film entstand nach dem authentischen Bericht Den Netzen entronnen von Joel König.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film spielt im niederschlesischen Liegnitz während des Dritten Reichs. Rabbi Singer feiert mit seiner Familie das jüdische Purimfest. Vor dem Haus der Singers skandieren Jungen der Hitlerjugend antisemitische Parolen. Die Familie ist beunruhigt und fühlt sich nicht mehr sicher in Deutschland. Der Rabbi ist jedoch der Meinung, dass man vor dem Pöbel nicht fortläuft und dass Deutschland sich nicht mit diesem Pöbel gemein mache. Die Situation verschärft sich jedoch. Ein paar Jahre später wird David Singer die Schule verboten. Seine Mutter schickt ihn zu seinem Bruder Leo Singer nach Berlin. In Berlin arbeitet David in einer Werkstatt und repariert Nähmaschinen.

Nach den Pogromen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wird Davids Vater Rabbi Singer verhaftet. Mutter Singer holt den Sohn zurück nach Liegnitz. Als Rabbi Singer aus der Haft entlassen wird, versucht er wieder Zuversicht auf seine Familie auszustrahlen. Doch Mutter Singer hat nun nur noch ein Ziel: Deutschland so schnell wie möglich zu verlassen. David fängt nun in einem landwirtschaftlichen Betrieb an zu arbeiten, in der Hoffnung mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung schneller im Exil Fuß fassen zu können.

Die Hoffnung auf Ausreise wird jedoch durch einen Deportationsbefehl zerstört. David entgeht der Haft jedoch und taucht mit seiner Schwester in Berlin unter. Vater und Mutter werden deportiert. Zunächst finden David und Toni Asyl bei einem Schuster. Aus Angst vor der Staatsmacht wirft er sie schließlich hinaus. Als Obdachloser ohne Ausweispapiere gelingt David schließlich doch die Flucht aus Deutschland.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der über den Einzelfall hinausweisende Film, der statt nach Schuldproblemen letztlich mehr nach Vorbedingungen politischer Verantwortung fragt, beeindruckt durch echtes Gefühl und behutsame Gestaltung.“

Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde auf der Berlinale 1979 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Walter Taub erhielt für seine Darstellung des Rabbi Singer 1979 den Deutschen Filmpreis. Der Film wurde außerdem mit dem Deutschen Filmpreis in silber ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sandberg, Claudia: Heimatlosigkeit als Überlebensstrategie. Peter Lilienthals DAVID (1979). In: Filmblatt 18. Jg., Nr. 51 Frühjahr 2013, S. 37-46.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]