Pöbel

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Pöbel ist ein abschätziger, pejorativer Ausdruck für das „gemeine Volk“.

Herkunft und Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verteidigung Mathys gegen die Angriffe des Pöbels von Mannheim am 8. April 1848

Der Begriff Pöbel (mhd. povel, bovel) wurde im Mittelalter aus dem Altfranzösischen (poble) entlehnt. Er bezeichnete Diener oder auch einfache Leute. Dieses altfranzösische Wort geht etymologisch ebenso wie das damals koexistierende peupleVolk“ auf das lateinische Wort populus „Volk“ zurück. Mit dem Wort „Pöbel“ wird gewöhnlich ein Mangel an Kultur, Kultiviertheit, Intelligenz, Stil, Feingefühl oder „Sinn für Höheres“ unterstellt.

Daran schließt sich das Verb „(an)pöbeln“ an, worunter man allgemein ein ausgeprägt vulgäresAnmachen“ mit beleidigender Wirkung versteht.

Die Ochlokratie wird auch mit Pöbelherrschaft übersetzt.

Verwandte Begriffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sidonia Blättler: Der Pöbel, die Frauen etc. Die Massen in der politischen Philosophie des 19. Jahrhunderts. Akademie, Berlin 1995, ISBN 978-3-05-002892-7.
  • Renate Reschke: „Pöbel-Mischmasch“ oder vom notwendigen Niedergang aller Kultur. in: Zwischen Angstmetapher und Terminus. Theorien der Massenkultur seit Nietzsche. Hrsg. von Norbert Krenzlin. Akademie, Berlin 1992, ISBN 978-3-05-002065-5, S. 14–42.
  • Frank Ruda: Hegels Pöbel. Eine Untersuchung der „Grundlinien der Philosophie des Rechts“. Konstanz University Press, Paderborn 2011, ISBN 978-3-86253-010-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Pöbel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Pöbel – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]