David Friesenhausen

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David Friesenhausen (auch David Katz und Dawid ben Me ir Friesenhausen) (* 1750 in Friesenhausen; gest. 23. März 1828 in Alba Iulia) war ein deutsch-ungarischer Mathematiker und Talmudgelehrter. Friesenhausen veröffentlichte mehrere Bücher über Mathematik und Physik in hebräischer Sprache.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friesenhausen befasste sich zunächst mit dem Talmud, bis er 1780 nach Berlin zog und dort den Naturwissenschaften nachging. Er veröffentlichte Kelil ha-hesbon, ein Handbuch über Algebra und Geometrie ein hebräischer Sprache, darüber hinaus publizierte er auch zu den Themengebieten Astronomie und Mechanik. 1796 verließ Friesenhausen Berlin und siedelte nach Ungarn über. Dort engagierte er sich 1806 für die Einrichtung eines Rabbinerseminars. Im Laufe seines Lebens distanzierte er sich von der anfänglich von ihm begrüßten Haskala und stand an seinem Lebensende dieser sehr kritisch gegenüber.[1] Gleichzeitig war er auch orthodoxer Rabbiner.[2]

In Mosedot tevel, einer 1820 in Wien erschienen astronomischen Abhandlung, gab er auch Beweisversuche des Parallelenaxioms (manchmal 11. Axiom genannt) aus Euklids Elementen. Posthum erschienen in hebräischer Sprache ein Buch über Logarithmen (Königsberg 1854) und über das 11. und 12. Buch von Euklids Elementen (Jitomir 1875).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kelil ha-hesbon, Berlin, 1796.
    • 2. Auflage Sepher kelil ha-hesbon. Lehrbuch der Algebra, Zolkiew : Saul Meyerhoffer, 1835.
  • Mosedot tevel, Wien, 1820.

Mitwirkung an Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steven M. Lowenstein: The Berlin Jewish community, New York : Oxford University Press, 1994. ISBN 0-19-508326-1. (Seite 101)
  2. Kurt Wilhelm: Wissenschaft des Judentums im deutschen Sprachbereich / Bd. 2, Tübingen : Mohr (Siebeck), 1967. (S. 19)