Deidenberg

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Deidenberg
Deidenberg (Lüttich)
Deidenberg
Deidenberg
Staat: Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Lüttich
Bezirk: Verviers
Koordinaten: 50° 21′ N, 6° 8′ OKoordinaten: 50° 21′ N, 6° 8′ O
Einwohner: 523 Einw.
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Kirche in Deidenberg

Deidenberg ist ein Dorf in der Gemeinde Amel in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Mit 523 Einwohnern (Januar 2016) ist Deidenberg das drittgrößte Dorf der Gemeinde (nach Amel und Born).

Deidenberg liegt zwei Kilometer westlich des Ameler Kernorts, unmittelbar südlich des Flusses Amel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1455 als Lehen „Diedenberh“ von Graf Johann Nassau an Johann von Hersdorf erwähnt. Durch Erlass des Gouverneurs Baltia vom 9. Sept. 1924 wurde Deidenberg der Pfarre Amel angegliedert.

Die alte Kapelle, die 1707 erbaut wurde und die sich gegenüber der alten Schule befand, erwies sich mit der Zeit als zu klein und bereits im Jahre 1949 wurde der Bau einer neuen Kirche beschlossen. Es sollte allerdings bis zum 1. Adventssonntag des Jahres 1961 dauern, ehe Bischof Wilhelm-Maria van Zuylen die neue Kirche, die der Heiligen Familie gewidmet ist, einweihen konnte. Nach den Plänen des Architekten Georges Lambeau wurde sie innerhalb von 2 Jahren aus behauenen Arkosesteinen erbaut, die aus den benachbarten Steinbrüchen in Ondenval stammen. Im Innenraum befinden sich noch zwei Holzfiguren aus der alten Kapelle: der Hl. Germanus, Bischof von Auxerre, u. der Hl. Isidor mit dem Ochsen (2. Schutzpatron). Erwähnenswert ist sicherlich die eher untypische Bauweise eines separat stehenden Glockenturmes (Kampanile). Zur Erinnerung an die alte Kapelle wurde vor dem Turm ein Gestell mit einer 130 kg schweren Glocke angebracht, die 1864 in Saarbrücken gegossen u. dem Hl. Isidor geweiht wurde.

Die „Alte Schule“ wurde 1850 erbaut und 1921 vergrößert. Im Jahre 1952 hatte sie ausgedient, denn die neue Schule wurde fertiggestellt und ist bis heute im Dienst.

Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Umzug und die Kappensitzungen locken Narren von nah und fern nach Deidenberg und machten es zu einer der Hochburgen des Eifeler Karnevals. Hierfür verantwortlich zeichnen die „Degdeberjer Tünnesse“, die sich seit 2014 als „königlich“ bezeichnen dürfen (Gründungsjahr 1964). Darüber hinaus bereichert eine allgemein rege Vereinstätigkeit die dörfliche Freizeitgestaltung: Musikverein Montenau-Iveldingen-Deidenberg, Kirchenchor Born-Deidenberg, Frauensinggruppe („The Old School Singers“), Powerfrauen, Möhnen, Junggesellenverein, Elternvereinigung, Karten-, Dart- u. Kegelclub, Hallenfußball, Förderverein usw.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übernachtungsmöglichkeiten bieten die beiden Campings „Oos Heem“ und „Euro Mini Camping“ sowie für (Jugend-)Gruppen die Halle der KKG Deidenberg oder die „Alte Schule“ (Vermieter: Förderverein). Einkehren können Touristen auch in den beiden Gaststätten des Ortes.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Dieter Klauser: 50 Jahre Kirche Deidenberg. In: Monatshefte des Geschichts- und Museumsvereins „Zwischen Venn und Schneifel“. ZDB-ID 512962-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]