Delugan Meissl

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Festspielhaus Erl
Porsche-Museum
Mischek Tower

Delugan Meissl Associated Architects (DMAA) ist ein Architekturbüro mit Sitz in Wien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Delugan Meissl Associated Architects wurde 1993 von Elke Delugan-Meissl und Roman Delugan als Delugan Meissl ZT GmbH gegründet. Dietmar Feistel und Martin Josst fungieren seit 2004 als Partner. Sebastian Brunke und Bernd Heger erweitern das Führungsteam als Associated Partner und Philip Beckmann als Project Partner. Das Büro arbeitet an einer breiten Palette unterschiedlichster Bauaufgaben in Europa, Nordamerika und Asien, von denen viele aus gewonnenen Wettbewerben hervorgegangen sind.

Die Ursprünge des Büros gehen auf eine Reihe großer Wohnbauten in Wien zurück, mit denen Delugan-Meissl durch eine eigenständige und kraftvolle Formensprache sehr früh von sich reden machte.

»[...] Beim Entwurf geht es letztlich immer darum, einen magischen Moment zu berühren, den Punkt der Imagination zu erreichen bzw. eine Leitidee zu finden, von der alles andere ausgeht.«[1] (Roman Delugan)

Der auf einem intuitiven Zugang basierende aber mit systematischer Präzision entwickelte Entwurfsprozess, legt auf die funktionale Vernetzung[2] und räumliche Einbettung der Gebäude in ihre umgebenden Stadt- oder Landschaftsräume[3] besonderes Augenmerk.

Vor dem Hintergrund einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen, widmete sich der 2016 von Elke Delugan-Meissl kuratierte Beitrag Österreichs im Rahmen der 15. Architekturbiennale von Venedig unter dem Titel „Places for People“ der damals auf ihrem Höhepunkt befindlichen Flüchtlingswelle nach Europa und der damit einhergehenden Herausforderung, kurzfristig menschenwürdige Unterkünfte zu schaffen.[4]

Die 2015 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis gewürdigten Architekten, zählen laut Kulturminister Josef Ostermayer „zu den international erfolgreichsten Architekten Österreichs“, die sich durch ihre „vielschichtigen, zum Teil radikalen Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur“ auszeichnen.[5]

Ausgewählte Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Offshore Borkum, Deutschland, 2020
  • Taiyuan Botanical Garden, China, 2020
  • Taiyuan Zoo, Panda-Haus, China, 2020
  • Campus Tower Hamburg, Deutschland, 2019
  • Deschamps-Braly Clinic of Plastic & Craniofacial Surgery, San Francisco, USA, 2019
  • Hyundai Motorstudio Goyang, Südkorea, 2017
  • MIBA Forum, Österreich, 2017
  • Karl Landsteiner Privatuniversität Krems, Österreich, 2016
  • Geriatriezentrum Donaustadt, Österreich, 2014
  • Tourist Info, Wien, Österreich, 2014
  • Casa Invisibile, Slowenien, 2013
  • Festspielhaus Erl, Österreich, 2012
  • EYE Filmmuseum Amsterdam, Niederlande, 2011
  • FH Campus Wien, Österreich, 2009
  • Porsche Museum, Deutschland, 2008
  • City Lofts Wienerberg, Österreich, 2004
  • Haus Ray 1, Österreich, 2003
  • Beam Donaucity, Österreich, 1998

Questions And Architecture[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um der besonderen Verantwortung der Architektur Rechnung zu tragen, haben DMAA ein Online-Magazin mit dem Titel „Questions And Architecture“ ins Leben gerufen, das sich in Anknüpfung an aktuelle Projekte des Büros mit allgemeinen Entwicklungen und gegenwärtigen Herausforderungen investigativ-journalistisch und kulturwissenschaftlich fundiert beschäftigt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Places for People, Österreichischer Pavillon, Biennale Architettura di Venezia, Venedig, 2016 (Kommissärin: Elke Delugan-Meissl)[13]
  • Housing in Vienna, Wanderausstellung: New York, San Francisco, Los Angeles, Washington D.C, 2013–2014 (Gruppenausstellung)
  • inTENSE repose, Wanderausstellung: Wien, Köln, Berlin, Zürich, New York, et al. 2006–2007 (Einzelausstellung)
  • State of Flux, Wanderausstellung: Meran, Glasgow, London, Manchester, Amsterdam, Berlin, et al. 2002–2006 (Einzelausstellung)
  • Deep Surface, 1st International Architectural Biennale, Peking, 2004 (Gruppenausstellung)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ZOOM & 360°, hg. von Delugan Meissl Associated Architects und Liquid Frontiers, Wien, 2018
  • Design Peak 08. Delugan Meissl Associated Architects, Seoul, 2011, Englisch: ISBN 978-89-96290490
  • VOL.1. Delugan Meissl Associated Architects, hg. von Delugan Meissl Associated Architects, Wien, 2018, Englisch: ISBN 978-3-9502979-0-4
  • Porsche Museum. Delugan Meissl Associated Architects. HG Merz, Wien, 2010, Deutsch: ISBN 978-3-211-99738-3, Englisch: ISBN 978-3-211-99736-9
  • Delugan Meissl Associated Architects. Realized projects. Current projects. Competitions, hg. von Caroline Klein, Köln, 2006, ISBN 978-3-937718-87-3
  • inTENSE repose. Delugan Meissl Associated Architects, hg. von Kristin Feireiss, Berlin, 2006, ISBN 3-937093-63-X
  • Delugan Meissl. Concepts. Projects. Buildings. (2 Bände), hg. von Robert Temel, Liesbeth Waechter-Böhm, Basel, 2001, ISBN 3-7643-6557-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Delugan Meissl Associated Architects und Liquid Frontiers (Hrsg.): ZOOM. Wien 2018, S. 5.
  2. Robert Temel, Liesbeth Waechter-Böhm (Hrsg.): Delugan Meissl. Concepts. Projects. Buildings. Band 2. Basel 2001, S. 64–83.
  3. Robert Temel, Liesbeth Waechter-Böhm (Hrsg.): Delugan Meissl. Concepts. Projects. Buildings. Band 2. Basel 2001, S. 22–61.
  4. 15. Architektur-Biennale 2016 in Venedig Österreich-Pavillon. Abgerufen am 1. Februar 2021.
  5. Großer Staatspreis für Delugan Meissl. 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Februar 2021.
  6. Red Dot Design Award: TEELA. Abgerufen am 1. Februar 2021.
  7. iF Design Award Profilseite Delugan Meissl Associated Architects. Abgerufen am 1. Februar 2021 (englisch).
  8. EUMiesAward Projektseite Festivals Hall Erl. Abgerufen am 1. Februar 2021.
  9. EUMiesAward Projektseite Eye Film Institute Amsterdam. Abgerufen am 1. Februar 2021.
  10. Red Dot Design Award: IYON. Abgerufen am 1. Februar 2021.
  11. EUMiesAward. Abgerufen am 1. Februar 2021.
  12. BauNetz: Ray 1 - Deutscher Umbaupreis entschieden. 15. April 2004, abgerufen am 1. Februar 2021.
  13. BIENNALE ARCHITETTURA 2016 ÖSTERREICH PAVILLON. Abgerufen am 1. Februar 2021.