Red Dot Design Award

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Red Dot Design Museum, Essen

Der Red Dot Design Award ist ein vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen e. V. ausgeschriebener, für die Teilnehmer kostenpflichtiger Designwettbewerb, bei dem der Red Dot, ein roter Punkt, verliehen wird. Das Design Zentrum Nordrhein Westfalen e. V. ist wirtschaftlich und personell (über ihren Vorstand bzw. Geschäftsführer) mit der Red Dot GmbH & Co. KG verbunden.[1]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Red Dot Design Award wird von einer 40-köpfigen Jury für Entwürfe mit hoher Designqualität verliehen.[2] Die ausgezeichneten Arbeiten werden für mindestens ein Jahr im Red Dot Design Museum, einem Designmuseum in Essen, ausgestellt.[3]

Auszeichnungen werden für die Bereiche Product Design, Communication Design und Design Concept vergeben, davon jährlich alleine an 1500 Produkte in Bereich Produkt Design.

Product Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erstmals 1955 vergebene Auszeichnung Design Innovationen wurde im Jahr 2000 in Red Dot Award: Product Design umbenannt. Qualitativ unterschieden wird zwischen den Auszeichnungen „Red Dot: Best of the Best“, „Red Dot – Qualitätssiegel“ und „Honourable Mention – lobende Erwähnung“.[4]

Diese Auszeichnungen werden jährlich im Juni oder Juli im Aalto-Theater in Essen vergeben. Zu den regelmäßig wechselnden Mitgliedern der Jury gehörten unter anderem Designexperten wie Werner Aisslinger, Vivian Wai Kwan Cheng, Jimmy Choo, Hideshi Hamaguchi, Katrin de Louw und Alexander Neumeister. Im Jahr 2019 wurden mehr als 5500 Entwürfe aus 55 Nationen eingereicht, von denen 1549 Produkte den Red Dot für hohe Designqualität erhielten. Der Red Dot: Best of the Best wurde 80 Mal verliehen.[2]

Neben der kostenpflichtigen Verleihung von Auszeichnungen ist der „Design Zentrum Nordrhein-Westfalen e. V.“ wirtschaftlich in den Bereichen Messepräsentationen, Tagungen, Seminare, Workshops, Produktpräsentationen und Unternehmensberatung tätig.[5] Über den Online-Shop des Vereins profitiert der Veranstalter vom Verkauf der durch ihn ausgezeichneten Produkte.[6]

Communication Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1993 wird die Auszeichnung auch für Kommunikationsdesign[7] vergeben. Die Verleihung ist 2011 von Essen nach Berlin umgezogen. Laut Pressemeldung wurden 8610 Arbeiten aus 45 Nationen im Jahr 2018 eingereicht. Die 24 köpfige Jury vergab den Red Dot an 649 Projekte. Mit dem Red Dot: Best of the Best wurden 58 Arbeiten ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs, Red Dot: Grand Prix, wurde sieben Mal verliehen.[8]

Design Concept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 gibt es den zusammen mit Ken Koo entwickelten Preis Red Dot: Design Concept, der sich Konzepten und Prototypen widmet. Dieser wird vom Red Dot Design Museum in Singapur aus organisiert. Nach Angaben des Veranstalters wurden im Jahr 2018 5640 Arbeiten aus 55 Ländern zum Wettbewerb eingereicht. Daraus wurden 333 Konzepte durch eine internationale Jury für eine Auszeichnung ausgewählt.[9]

Ehrentitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ehrentitel Red Dot: Design Team of the Year wird seit 1988 jährlich an ein Designteam verliehen, um dessen Verdienste besonders zu ehren. Übergeben wird der Preis im Rahmen der Product-Design-Veranstaltung in Essen.[10] Zusätzlich wird die Auszeichnung Red Dot: Agency of the Year seit 2008 jährlich an ein Designbüro oder eine Kommunikationsagentur verliehen und mit dem Wanderpokal „Stylus“ im Rahmen der Red Dot Gala anlässlich des Red Dot Award: Communication Design in Berlin übergeben.[11]

Gebühren und Preisgelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anmeldung von Arbeiten für die kostenpflichtige jährliche Auszeichnung ist sowohl für Designer als auch Hersteller gegen eine Gebühr von 270 bis 430 Euro möglich. Auf die ausgezeichneten Teilnehmer, die anschließend den Red Dot auf ihren Produkten führen dürfen, kommen weitere Kosten von aktuell 3900 Euro für den verpflichtenden Eintrag im Jahrbuch, die Nutzung des Red Dot-Labels und die Präsentation in der Ausstellung zu.[2] Der einzige mit Geld dotierte Preis ist der „Red Dot: Junior Award“, der mit 10.000 Euro dotiert ist (abzgl. der Kosten für Anmeldung und der Folgekosten).[12]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinhard Brembeck kritisierte 2013 in der Süddeutschen Zeitung, dass bei der Teilnahme am Red Dot Design Award Einreichungsgebühren genommen werden und bei einem Sieg noch mehr Geld für „üppige Bücher und Partys“.[13]

Achim Schaffrinna vom Blog Design Tagebuch kritisierte 2012 die Vergabepraxis. So habe etwa jede fünfte eingereichte Arbeit im Jahr 2011 eine Auszeichnung im Bereich Product Design erhalten, in der Sparte Communication Design sei es etwa jede zehnte Arbeit. Mit dem Qualitätsmerkmal best of the best würden jährlich zusätzlich etwa ein bis zwei Prozent der Arbeiten bedacht. Angesichts solch einer „Award-Schwemme von bis zu 830 red dots pro Jahr und pro Sparte“ stellte sich Schaffrinna die Frage, ob „der Award tatsächlich als Qualitätssiegel fungieren“ könne. Hinter dem Red Dot Award stehe ein Unternehmen, das „wirtschaftlich denkt und handelt. Mehr Einreichungen bedeutet mehr Umsatz und mehr Gewinn“. Das sei „ein Designpreis als Geschäftsmodell“.[14]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlag Red Dot Edition erscheint das jährliche Red Dot Design Yearbook.

  • Peter Zec (Hrsg.): Der Designwert – Eine neue Strategie der Unternehmensführung. Red Dot Edition, Essen 2010, ISBN 978-3-89939-102-2.
  • Peter Zec (Hrsg.): Who’s Who in Design. Volume 3: The Leading Designers of the World. Red Dot Edition, Essen 2007, ISBN 978-3-89939-083-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum der red dot - Webseite (abgerufen am 26. Juli 2016)
  2. a b c Brigitte Koch, Christine Scharrenbroch: Designwettbewerb: Ein TÜV-Siegel für gutes Design. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 13. September 2019]).
  3. Red dot design museum – alles andere als langweilig. 7. Mai 2012, abgerufen am 13. September 2019 (deutsch).
  4. Auszeichnungen. In: red-dot.de.
  5. designlexikon.net: Fachbegriffe „Design Zentrum Nordrhein-Westfalen e. V.“ (abgerufen am 28. Juni 2016)
  6. Red-Dot-Shop (Memento des Originals vom 28. Juni 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.red-dot-shop.com (abgerufen am 28. Juni 2016)
  7. red-dot.de: Kategorien Kommunitaionsdesign (abgerufen am 28. Juni 2016)
  8. Bericht über den Red Dot Award 2018 (abgerufen am 17. Dezember 2018)
  9. Gewinner des Red Dot Award: Design Concept 2018, geehrt bei der Preisverleihung in Singapur. In: red-dot.sg.
  10. Red Dot: Design Team of the Year. (Memento des Originals vom 21. März 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/red-dot.de In: red-dot.de.
  11. Kreativität der Extraklasse – red dot zeichnet erstmals die Designagentur des Jahres aus. (Memento des Originals vom 3. November 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.red-dot.org In: red-dot.org.
  12. red-dot.de: Junior Award (abgerufen am 28. Juni 2016)
  13. Reinhard Brembeck: Über die Verlogenheit des deutschen Preiswesens. In: Süddeutsche Zeitung, 23. März 2013.
  14. Achim Schaffrinna: Kritik an red dot design award und an Peter Zec. In: designtagebuch.de. 12. Mai 2012, abgerufen am 30. Oktober 2016.