Der Planer

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Der Planer ist eine Wirtschaftssimulation in Echtzeit, entwickelt unter der Leitung von Holger Beisheim (geb. Holger Dickmann) und veröffentlicht von Greenwood Entertainment im Jahre 1994. Das Spiel wurde für MS-DOS umgesetzt und wurde zu einem Überraschungserfolg. Mittlerweile wird das Spiel als Freeware angeboten.

Die Story[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler übernimmt im Spiel die Leitung einer Spedition. Diese führt Transporte in einer Region Deutschlands durch. Seine Aufgabe in dieser Spedition ist es, diese entsprechend den anfangs mitgeteilten Vorgaben zu sanieren. Realitätsnah kümmert er sich dazu um diverse Bereiche, beispielsweise den Fuhrpark.

Neben dem Erwerb der Lastkraftwagen, Kleintransporter und Anhänger kümmert er sich auch um die Wartung derselbigen. Im Bereich der Auftragsbeschaffung hat er die Möglichkeit, verschiedene Firmen anzurufen, sich nach dem Transportbedarf zu erkundigen und ggf. Transportverträge abzuschließen oder Anzeigen in Fachzeitschriften zu schalten. Bei der Auftragsdisposition besteht die Möglichkeit, die Waren mit den eigenen Fahrzeugen zu liefern. Hat er vorher einen Transportvertrag mit einer Reederei oder Fluggesellschaft abgeschlossen, kann auch ein Transport per Schiff oder Flugzeug möglich sein. Ist das nicht der Fall, bleibt noch der Transport per Zug als Option. Das Personal ist ein weiterer wichtiger Bereich. Neben dem Spieler arbeiten noch weitere Mitarbeiter in der Spedition. Das kann ein Manager sein, der für viel Geld einige Aufgaben übernimmt, oder die Buchhalterin, ohne die es keine korrekten Bilanzen gibt, die Telefonistin, die wichtige Informationen weitergibt, die Rechtsanwältin, die insbesondere bei Vertragsverhandlungen hilfreich ist, der LKW-Mechaniker, der die Fahrzeuge repariert und wartet, die Putzfrauen, die das Speditionsgebäude reinigen, und natürlich die LKW-Fahrer. Auch die Öffentlichkeitsarbeit gehört zu den Aufgaben des Spielers. Nach wichtigen Ereignissen oder Unfällen gibt es eine Pressekonferenz. Im Multiple-Choice-Verfahren kann er dabei aus mehreren möglichen Antworten die richtige auswählen. Entsprechend seiner Wahl wirkt sich dies positiv oder negativ auf das Ansehen des Unternehmens aus.

Ganz im Stile von Mad TV spielt sich ein Großteil des Spiels in einem 2D-Bürogebäude ab, dessen verschiedene Räume jeweils unterschiedliche Aufgabenbereiche beherbergen. Einige Aufgaben können oder müssen aber außerhalb des Bürogebäudes erledigt werden. So kann der Spieler zum LKW-Händler, Bahnhof, Flughafen oder Hafen fahren. Auch kann er in andere Städte fahren um dortige LKW-Händler zu besuchen.

Neben der wirtschaftlichen Komponente innerhalb seiner Spedition hat sich der Spieler ferner um sein Privatleben zu kümmern. In dessen Mittelpunkt stehen seine Frau und sein Sohn, die vor und nach der Arbeit diverse Anliegen äußern. Oftmals haben diese direkten Einfluss auf die Arbeitszeiten bzw. das Privatvermögen des Spielers, d. h. der Spieler muss im Multiple-Choice-Verfahren zwischen mehreren Antwort-Möglichkeiten wählen und entsprechende Konsequenzen tragen.

Ziel des Spiels ist es, durch erfolgreiches Wirtschaften in der Spedition, immer bessere Arbeitsverträge zu erhalten und sich mit den eingenommenen Löhnen und Prämien derart viele Luxusgegenstände zu kaufen, dass der private Bekanntheitsgrad des Spielers auf 100 % steigt.

Fortsetzungen und Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den Titeln Der Planer: Extra und Der Planer: Gold erschienen zwei, den Funktionsumfang des Originals marginal abgeänderte Spiele, die jeweils einige Jahre später ansetzen.

Der Planer: Extra erschien im Mai 1994 und spielt weiterhin in einer Region Deutschlands. Zeitlich nach den Handlungen von Der Planer eingeordnet, hat der Spieler inzwischen sein eigenes Unternehmen. Dieses ist darauf spezialisiert in Bedrängnis geratenen Speditionen zu helfen.

Der Planer: Gold erschien im Mai 1998 und spielt in einem amerikanischen Bundesstaat. Weiterhin ist der Spieler der Sanierer und nicht der Inhaber der Spedition. Die weiteren Änderungen beschränken sich im Wesentlichen auf neue Funktionen des Managers, einer neuen Zusatzsoftware für das Laptop und ein Tutorial.

1996 veröffentlichte Greenwood Entertainment Der Planer 2. Nachdem Greenwood in die Phenomedia AG aufgegangen ist veröffentlichte Phenomedia im Jahr 2003 das Spiel Der Planer 3. Nach der Insolvenz von Phenomedia übernahm die Reihe die Rondomedia welche im März 2010 mit Der Planer 4 ihr erstes Spiel zur Reihe beisteuerte und dies im September 2012 mit Der Planer 5 fortsetzte.

Mit Der Planer: Städtebau brachte Rondomedia im November 2012 den ersten Ableger der Serie heraus, der vom Grundprinzip der Serie abweicht. In Städtebau soll eine Stadt aufgebaut werden.

Mit Der Planer: Landwirtschaft brachte Rondomedia im November 2013 einen zweiten Ableger der Serie heraus, der sich nicht an den Vorgängern orientiert, dieses Mal ist das Spiel in der Landwirtschaft angesiedelt.

Inzwischen wird die Serie von Astragon vertrieben, zu der sich Rondomedia 2015 umfirmiert hat.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]