Desiderio (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Desiderio
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 97 Minuten
Stab
Regie Anna Maria Tatò
Drehbuch Anna Maria Tatò,
Vincenzo Cerami
Produktion Manolo Bolognini,
Renzo Rossellini
Musik Nicola Piovani
Kamera Giuseppe Rotunno
Schnitt Ruggero Mastroianni
Besetzung

Desiderio (dt.: „Verlangen“) ist ein italienisches Filmdrama mit Fanny Ardant aus dem Jahr 1984.

Handlung[Bearbeiten]

Lucia, eine junge ambitionierte Frau, verlässt ihre Heimatstadt in Süditalien, um im Norden des Landes zu studieren. Sie wird Journalistin, heiratet und arbeitet schließlich in Frankreich. Als sie zu ihrem Gatten Francesco nach Griechenland reisen will, kann die Fähre aufgrund schlechten Wetters nicht ablegen, sodass sie sich spontan entschließt, nach vier Jahren Abwesenheit in ihre alte Heimat zurückzukehren und ihre Mutter Stella zu besuchen.

Dort angekommen, lässt sich Lucia auf eine kurze, jedoch heftige Affäre mit dem gutaussehenden Vincenzo ein. Als sie sich bewusst wird, was sie getan hat, schlägt sie Vincenzo mit einem Aschenbecher nieder und flieht, während er bewusstlos am Boden liegt. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Vincenzos kleine Tochter Mariolina, die vor ihrer Kommunion davonläuft. Sie freunden sich an und versuchen sich vor Vincenzo zu verstecken, der wieder zu sich gekommen ist und beide nun wütend verfolgt. Dabei werden in Lucia Erinnerungen an ihre Kindheit wach, als sie mit ihrer Großmutter in einer ähnlichen Situation war. Realität und Erinnerungen vermischen sich, bis Lucia ihre Heimat erneut verlässt und die Fähre nach Griechenland nimmt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Nachdem die italienische Zensurbehörde den Film trotz einiger freizügiger Szenen freigab, wurde das Filmdrama schließlich am 23. Februar 1984 in Italien uraufgeführt. In Deutschland wurde Desiderio nicht veröffentlicht.

Kritiken[Bearbeiten]

„Selten gab es in den 1980er Jahren so gute Voraussetzungen für einen Film, er kann die Erwartungen letztlich jedoch nicht erfüllen. In gnadenloser Suche nach dem Mythischen und dem Lyrischen wirkt er manieristisch und gekünstelt.“

Corriere Della Sera[1]

„[Desiderio ist] Anna Maria Tatòs oberflächliche Beschreibung eines ebenso oberflächlichen Urlaubsflirts.“

Eleanor Mannikka, All Movie Guide[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Raramente negli anni '80 c'è stato un esordio così privilegiato, ma alle ambizioni non hanno corrisposto i risultati espressivi. Nella sua accanita ricerca del mitico e del lirismo un'opera soltanto manieristica e artificiosa.", vgl. corriere.it
  2. "Anna Maria Tatò's shallow depiction of an equally shallow dalliance.", vgl. allmovie.com