Dessauer Verkehrs- und Eisenbahngesellschaft

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Dessauer Verkehrs- und Eisenbahngesellschaft mbH
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Basisinformationen
Unternehmenssitz Dessau-Roßlau
Webpräsenz www.dvv-dessau.de
Bezugsjahr 2016[1]
Eigentümer 100 % DVV
Geschäftsführung Torsten Ceglarek
Mitarbeiter 7
Umsatz 0,353 Mio. €
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 1
Anzahl Fahrzeuge
Triebwagen 2 BR 670
Statistik
Fahrgäste ca. 20.000
Haltestellen 6
Einzugsgebiet Dessau-Roßlau, Landkreis Wittenbergdep1
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 18,7 kmdep1
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 1

Die Dessauer Verkehrs- und Eisenbahngesellschaft (DVE) ist für den Betrieb auf der Bahnstrecke Dessau–Wörlitz verantwortlich. Das Unternehmen wurde im Jahre 2001 gegründet, um als Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) tätig zu werden. Seit 2011 ist sie auch Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) auf der Strecke Dessau–Wörlitz, da die Anhaltische Bahn Gesellschaft ABG als bisheriger Betreiber im Dezember 2010 Insolvenz anmeldete.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenbus „Alfred“ in DB-Farben im Hauptbahnhof Dessau
Der neu gestaltete Schienenbus „Fürst Franz“

Die ersten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1999 bis 2001 wurde die Bahnstrecke Dessau–Wörlitz grundlegend saniert. Dabei fiel die Strecke in den Besitz der Stadt Dessau. Im Unternehmensverbund der Stadtwerke Dessau gründete sich daher das EIU Dessauer Verkehrs- und Eisenbahngesellschaft, die seither als Schwesterunternehmen zur Dessauer Verkehrsgesellschaft steht. Fortan fuhr die Anhaltische Bahn Gesellschaft (ABG), eine Tochtergesellschaft des Vereins Dessau-Wörlitzer Eisenbahn e.V., im Auftrag der DVE. Zum ABG-eigenen Doppelstock-Schienenbus der Baureihe 670 mit der Nummer 670 002 (Alma) wurden die beiden Wagen 670 005 (Elfriede) und 670 006 (Alfred) der DVE angemietet. Später diente das ABG-Fahrzeug als Ersatzteilspender für die DVE-Fahrzeuge.

In den folgenden Jahren wurden neben dem Aufgabenfeld der Instandhaltung und Wartung von Strecke und Fahrzeugen der Wörlitzer Eisenbahn auch Mitarbeiter eingestellt, die in der Werkstatt und im Busverkehr der Dessauer Verkehrsgesellschaft tätig wurden. Dies sicherte auch bei Ausfällen auf der Eisenbahnstrecke einen Schienenersatzverkehr.

Aktuelle Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Unfällen und einem Schwelbrand in einem Doppelstock-Schienenbus wurde die Saison 2010 als Schienenersatzverkehr zu Ende gefahren. Infolgedessen meldete die ABG im Dezember 2010 Insolvenz an. Daraufhin wurde die DVE auch als EVU tätig. Als erstes wurde der Wagen 670 004 (ex 670 005) in neuer Farbgebung und Taufnamen „Fürst Franz“ hergerichtet und bedient so seit 19. Juni 2011 von Mittwoch bis Sonntag die Strecke im Zweistundentakt. In den Sommerferien kam der Wagen täglich zum Einsatz. Erst zur Saison 2012, die am 6. April begann, wurde der zweite Wagen 670 003 (ex 670 006) als „Fürstin Louise“ fertiggestellt. Seit Mai 2017 steht der der Wagen 670 004 wegen diverser Defekte abgestellt und dient als Ersatzteilspender für 670 003. Die DVE zieht in Erwägung, einen anderen Dieseltriebwagen als Ersatzfahrzeug anzuschaffen.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrzeug UIC Nummer Name Bemerkungen
670 003 95 80 0670 003-2 D-DVE Fürstin Louise im Einsatz, ex 670 006
670 004 95 80 0670 004-0 D-DVE Fürst Franz abgestellt, ex 670 005

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Geschäftsbericht 2016, S. 33. (PDF; 1,9 MB) Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, 24. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2018.