Burgenlandbahn (Sachsen-Anhalt)

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DB Regio AG
Burgenlandbahn
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Rechtsform Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Pflichtparameter fehlt
Gründung 1999
Sitz Bahnhofstraße 69
39108 Magdeburg
Leitung Jan Haußner
André Stimmel
Branche Transport
Website www.burgenlandbahn.de
Fahrzeuge der Burgenlandbahn am Naumburger Ostbahnhof am 4. Juni 2007
672 901-6 („Naumburg“) und 672 905-7 („Weißenfels“) im Naumburger Hauptbahnhof am 13. Januar 2007

Die Burgenlandbahn ist eine Marke, die die DB Regio AG für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im südlichen Sachsen-Anhalt benutzt. Seit 1999 bedient sie mehrere Nebenstrecken, von denen einige mittlerweile abbestellt worden sind. Mit ihr waren große Hoffnungen verbunden, das Flächennetz durch niedrige Betriebskosten trotz geringer Bevölkerungsdichte dauerhaft sichern zu können.[1]

Aktuelle Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgenlandbahn bedient gegenwärtig in einem Verkehrsgebiet von 2.200 km² und 500.000 Einwohnern 32 Haltepunkte und befährt ein Streckennetz von 100 Kilometer Länge. Jährlich werden rund 1,15 Millionen Zugkilometer erbracht.[2]

Liniennetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgenlandbahn betreibt im Fahrplanjahr 2015/16 Personenverkehr auf folgenden Strecken: [3]

Linie Zuglauf KBS
RB 76 Weißenfels – Teuchern – Theißen – Zeitz 551
RB 77 Naumburg (Saale) Ost – Freyburg (Unstrut) – Laucha (Unstrut) – Nebra – Wangen (Unstrut) 585
RB 78 Merseburg – Braunsbedra – Mücheln (Geiseltal) – Querfurt 586

Ehemaliger Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf folgenden Strecken wurde der Personennahverkehr eingestellt:

Linie Zuglauf KBS Einstellung Ersatz durch
RB 73 Klostermansfeld – Mansfeld (Südharz) – Vatterode – Wippra 337 12. April 2015 Landesbus 460
RB 79 Merseburg – Bad Lauchstädt – Schafstädt 588 13. Dezember 2014 Landesbus 728
RB 77 Berga-Kelbra – Rottleberode – Stolberg (Harz) 592 10. Dezember 2011 Landesbus 450
RB 94 Naumburg (Saale) Ost – Teuchern – Zeitz 551 11. Dezember 2010 Landesbus 820
RB 95 Wangen (Unstrut) – Roßleben – Artern 551 9. Dezember 2006 Bus
RB Querfurt – Esperstedt – Schraplau – Röblingen 587 13. Dezember 2003 Landesbus 705

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2009 nicht mehr aktuell zu sein: seit 2009 hat sich viel verändert (drei Strecken wurden eingestellt, die Unstrutbahn modernisiert, die Strecke nach Nebra soll in die Ausschreibung für das Dieselnetz eingebunden werden, ...); vielleicht sollte der gesamte Abschnitt neu strukturiert werden.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Burgenlandbahn GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgenlandbahn GmbH (BLB) wurde 1998 als gemeinsame Tochtergesellschaft von DB Regio AG (70 Prozent Anteil) und Karsdorfer Eisenbahngesellschaft (KEG, 30 Prozent) gegründet und nahm zu Jahresbeginn 1999 den Betrieb auf. Nachdem die KEG am 12. Februar 2004 Insolvenz anmeldete, übernahm DB Regio deren Gesellschaftsanteile im April 2004.[4]

Der erste Verkehrsvertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Burgenlandbahn lief vom 1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2006. Nach der 2003 durchgeführten Ausschreibung wurde das Burgenlandnetz erneut an die Burgenlandbahn für weitere zwölf Jahre bis 2018 vergeben. Das befahrene Netz blieb bis auf die beiden abbestellten Strecken Nebra–Artern und Röblingen am SeeQuerfurt und die neu hinzugekommene Strecke Berga-Kelbra–Stolberg gleich.[5]

Im Einsatz sind u. a. seit 1999 19 zweiachsige Leicht-Verbrennungstriebwagen vom Typ DWA LVT/S.[6] Sie werden im Nummernplan der DB AG als Baureihe 672 geführt.

Rückwirkend zum 1. Januar 2007 wurde die Burgenlandbahn GmbH auf ihre Muttergesellschaft DB Regio AG verschmolzen.[7] Der Betrieb wird aber weiterhin unter dem Markennamen Burgenlandbahn durchgeführt.

Probleme 2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrzeug der Burgenlandbahn in Weißenfels

Bei einer routinemäßigen Untersuchung der Triebfahrzeuge der Burgenlandbahn im April 2006 wurden Risse im Fahrzeugrahmen festgestellt, die aus Sicht der Betriebssicherheit einen weiteren Einsatz vorerst nicht gestatten. Sämtliche Triebwagen der Baureihe 672 wurden daraufhin mit sofortiger Wirkung außer Betrieb gestellt und zur Reparatur und Generalüberholung nach Halle (Saale) überführt. Auf Grund des damit eintreffenden Totalausfalls der Burgenlandbahn kam es in den ersten Wochen nach der Stilllegung zu großen Problemen im Fahrtbetrieb, da nun hauptsächlich Busse im Rahmen des Schienenersatzverkehrs zwischen den einzelnen Strecken pendelten.

Die Deutsche Bahn AG schaffte es nur mit großer Mühe, entsprechende Ersatzzüge zur Verfügung zu stellen. Vier Wochen nach Stilllegung der Baureihe 672 konnten die meisten Fahrtstrecken mit Leihzügen der Baureihe 641 und der Baureihe 628 besetzt werden, wodurch ein großteils wieder fahrplanmäßiger Betrieb erfolgen konnte.

Probleme gab es aber trotz dessen im Personalbereich. War in den alten Triebwagen meist kein Schaffner bzw. Kontrolleur erforderlich, benötigte man für die Ausweichzüge Personal, weil diese keinen passenden Fahrkartenautomaten für den MDV-Bereich besaßen. Dies lag meist daran, dass diese Züge aus ganz Deutschland kamen, u. a. aus Thüringen. Außer den größeren Bahnhöfen wie Zeitz, Merseburg, Weißenfels, Artern oder Naumburg (Saale) besitzt auch keiner der Haltebahnhöfe einen Fahrkartenautomaten.

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 konnten die Fahrzeuge der Baureihe 672 wieder in Betrieb genommen werden.

Entwicklungen 2007/2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 wurde der Betrieb der Burgenlandbahn auf den Strecken Naumburg–Teuchern und Weißenfels–Zeitz stark eingeschränkt. So gab es von Montag bis Freitag zwischen Naumburg und Teuchern nur noch 5 Verbindungen, alle anderen wurden gestrichen. Darunter fiel auch der komplette Verkehr am Wochenende. Als Ersatz wurden aufgrund massiver Bürgerproteste gegen die Fahrplanreduzierungen Rufbusse eingerichtet. Zwischen Weißenfels und Zeitz wurde der Fahrplan am Wochenende auf einen Zweistundentakt reduziert, wochentags fielen zwei Verbindungen weg. Im Gegenzug wurden Spätverbindungen zwischen beiden Orten mit Anschluss an Regional- und Intercityzüge in Weißenfels eingerichtet. So verkehrt die Bahn statt bis 21 Uhr jetzt bis nach 23 Uhr. [8]

Ebenfalls zu Dezember 2007 sollte der Personenverkehr auf der Strecke Merseburg–Schafstädt aufgrund der geringen Fahrgastzahlen und der Streichung von Regionalisierungsmitteln komplett eingestellt werden. Die Verbindung wurde jedoch für zunächst 2 Jahre weiter bestellt, in der sie sich durch Steigerung der Attraktivität und damit der Fahrgastzahlen „bewähren“ sollte.[9] Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 wurde der Personenverkehr auf der KBS 588 Merseburg–Schafstädt eingestellt, seit diesem Tag verkehrt die Linie 728 des PVNG. [10]

Entwicklungen 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) als neuer Streckenbetreiber der Teilstrecke Nebra–Artern der Unstrutbahn einen Behelfsbahnsteig in Wangen (Unstrut) errichtet hatte und das Land Sachsen-Anhalt den Verkehr für den Abschnitt Nebra–Wangen bestellte, nahm die Burgenlandbahn am 10. April 2009 den regelmäßigen Verkehr auf.[11] Damit besteht für die Besucher der im Sommer 2007 eröffneten Arche Nebra (das Besucherzentrum zur Himmelsscheibe von Nebra) eine direkte Bahnverbindung aus Richtung Naumburg.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.pro-bahn.de/web_historie/historie_99/pbz/heft73.htm
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFirmenprofil Burgenlandbahn. Abgerufen am 6. Januar 2016.
  3. Fahrplanheft und Streckennetz abgerufen am 6. Januar 2016
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPro Bahn: Burgenlandbahn: DB übernimmt KEG-Anteile, Mitteilung vom 24. April 2004. Abgerufen am 28. Februar 2008.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPro Bahn: Vergabe des Burgenlandnetzes, Mitteilung vom 10. Juli 2004. Abgerufen am 28. Februar 2008.
  6. Eisenbahn-Kurier Aspekte 27 – DB-Lokomotiven und Triebwagen; Zahlenangabe: Stand 1. Juli 2008
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDB Regio AG, Geschäftsbericht 2007, S. 7 (Handelsregistereintrag erfolgte am 30. Oktober 2007). Abgerufen am 28. Februar 2008 (pdf; 1,8 MB).
  8. http://www.nasa.de/presse/pressearchiv/list.php?back=splash&id=539
  9. http://www.pro-bahn.de/mitteldeutschland/pos-info/abbest-anh-2007.htm#schafstaedt Informationen zur geplanten Stilllegung Merseburg–Schafstädt 2007
  10. https://www.starker-nahverkehr.de/de_DE/infos-angebote/aktuelles/artikel/Bus-728-verbindet-als-Landeslinie-kuenftig-Merseburg-mit-Bad-Lauchstaedt-und-Schafstaedt.html
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBurgenlandbahn: Neuer Haltepunkt Wangen ab dem 10. April 2009. Abgerufen am 10. April 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgenlandbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien