Die Feuerreiter Seiner Majestät

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Die Feuerreiter Seiner Majestät (Originaltitel: Temeraire) ist eine abgeschlossene Fantasyromanreihe mit historischen Elementen der US-amerikanischen Schriftstellerin Naomi Novik. In Deutschland sind die neun Bände der Reihe im Zeitraum von Sommer 2007 bis Frühjahr 2017 erschienen.

Der Temeraire-Zyklus spielt in einer Parallelwelt, in der Drachen existieren und gezielt gezüchtet werden, um mit einer Besatzung als Luftkampfeinheiten zu dienen. Die Bücher spielen zur Zeit der Napoleonischen Kriege und integrieren zahlreiche historische Persönlichkeiten in die Handlung.[1]

Die Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Band 1: Drachenbrut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: His Majestys Dragon)

Ein britisches Marineschiff unter der Führung von Captain William Laurence kapert ein französisches Schiff und findet darin ein Drachenei, das eigentlich für den französischen Kaiser Napoléon Bonaparte bestimmt gewesen war. Das Ei steht kurz vor dem Schlüpfen, und so wird unter den Offizieren ausgelost, wer sich dem Drachen als Kapitän anbieten soll. Nur ein Drache, der kurz nach seiner Geburt von einem Menschen angeschirrt wird, ist im Kampf einsetzbar. Zwischen Drache und „Flieger“ entsteht eine tiefe Bindung, die den Drachen lenkbar macht. Der junge Offizier, der für diese Aufgabe vorgesehen war, wird aber von dem frisch geschlüpften Drachen abgelehnt. William Laurence gelingt es im letzten Moment, den Drachen, dem er den Namen Temeraire gibt, an sich zu binden. Laurence ist zunächst sehr unglücklich darüber, denn die Flieger genießen einen schlechten Ruf und sind keine erstrebenswerte Waffengattung für einen Gentleman. Im Laufe der Zeit entsteht jedoch eine tiefe Bindung zwischen ihm und Temeraire, der für einen äußerst seltenen Kaiserdrachen gehalten wird. Laurence wird, wie er bereits befürchtete, aus seinem Marinedienst entlassen, um fortan als Mitglied des Luftkorps der englischen Krone zu dienen. Dort hat er anfangs einen schweren Stand, da die meisten Angehörigen des Luftkorps viele Jahre auf die Chance warten, sich einem Drachen als Kapitän präsentieren zu dürfen und nicht wie Laurence praktisch über Nacht zum Drachenreiter werden. Insbesondere die zwanglosen Umgangsformen sind für den äußerst formellen Laurence zunächst eine Herausforderung. Er und Temeraire werden einem harten Training unterworfen, um ihren Platz in einer Flugformation einnehmen zu können. Laurence schafft es jedoch relativ schnell durch seine Fürsorge um Temeraire und seine Tapferkeit in der Schlacht sich den Respekt der meisten Flieger zu verdienen. Als die meisten der kampfstarken englischen Schwergewichts- und Säurespuckerdrachen in der Schlacht von Trafalgar gebunden sind, nutzt Napoleon die Gunst der Stunde und versucht mittels von Drachen getragener Lufttransporter England zu erobern. Die Lage ist verzweifelt, als Temeraire eine besondere Fähigkeit von sich entdeckt. Der göttliche Wind, eine fokussierte und ausgesprochen starke Schallwelle, erlaubt es Temeraire einige Transporter in der Luft zu zerstören und so die französischen Truppen zum Rückzug zu zwingen. Wie sich herausstellt ist Temeraire ein Himmelsdrache, eine der seltensten und edelsten chinesischen Züchtungen. Am Ende des ersten Bandes hat sich Laurence mit seiner neuen Stellung angefreundet und sich auch im Luftkorps etabliert.

Band 2: Drachenprinz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: Throne of Jade)

Der chinesische Kaiser hat eine Delegation entsandt, die die Rückgabe von Temeraire fordert. Himmelsdrachen haben im Kaiserreich den Status von Prinzen, und es ist undenkbar, dass einer davon niedere Kriegsdienste auf englischer Seite verrichten soll. Temeraire war ursprünglich als Geschenk an Napoléon gedacht und ein Reiter nicht-kaiserlicher Abstammung sei inakzeptabel. Nachdem mehrere Versuche, Laurence und Temeraire zu trennen, gescheitert sind, werden die beiden mitsamt ihrer Crew nach China geschickt. Da die Landrouten zu unsicher sind, wird ein Transport über Wasser organisiert. Während der Seereise kommt es zu mehreren Anschlägen auf Laurence Leben. Temeraire lernt auf Grund seiner exzellenten Sprachbegabung, die nur Himmeldrachen haben, innerhalb kürzester Zeit Chinesisch und beginnt sich für die Kultur seiner Vorfahren zu interessieren. Am kaiserlichen Hof angekommen, haben die Engländer nicht nur mit weiteren Mordversuchen zu kämpfen, auch diplomatische Verwicklungen führen zu Problemen. Frankreich versucht, die Position Englands im Reich der Mitte zu schwächen. Diesen Plan unterstützt unter anderem der Bruder des Kaisers, Prinz Yongxing, der selbst gern den Thron übernehmen würde. Schließlich wird die Intrige aufgedeckt und der Verräter findet den Tod. Lien, Yongxings Albino-Drache, gibt Temeraire die Schuld am Tod ihres Reiters, da dieser bei einem Kampf zwischen den beiden Drachen starb. Sie wird zu einer erbitterten Feindin von Temeraire und Laurence. Der chinesische Kaiser adoptiert Laurence schließlich, damit er und Temeraire weiterhin zusammen bleiben können. Laurence bietet seinem Drachen an, mit ihm in China zu bleiben, da er bemerkt hat, wie wohl sich Temeraire dort fühlt. Die gesellschaftliche Stellung der Drachen unterscheidet sich grundlegend von der europäischen, sie werden hier als vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft behandelt. Auch "wilde" Drachen, also solche, die keinen Reiter haben, haben den Status von Personen und können sich z. B. als Flugtaxi ihren Lebensunterhalt verdienen. In Europa werden diese Drachen meist in Zuchtgehegen festgehalten und zur Fortpflanzung verwendet. Temeraire beschließt jedoch, nach England zurückzukehren. Zum einen will er seine Kameraden in Kriegszeiten nicht im Stich lassen, zum anderen will er dafür kämpfen, die Situation der Drachen in Europa zu verbessern.

Band 3: Drachenzorn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: Black Powder War)

Auf dem Rückweg von China bekommen Laurence und Temeraire den Auftrag, drei Dracheneier von Istanbul nach Großbritannien zu bringen. Um Zeit zu sparen, wählen sie den Landweg. Ihr Führer durch die Gebirge Zentralasiens ist Tharkay, eine anfangs recht dubiose Gestalt, der sich dann aber doch als vertrauenswürdig erweist. Die Gruppe kreuzt den Weg einiger wilder Drachen unter der Führung von Arkady, mit denen Temeraire aufgrund seiner sprachlichen Fähigkeiten bald Kontakt aufnehmen kann. Die wilden Drachen begleiten die Reisenden bis Istanbul, kehren dann jedoch wieder in ihre Heimat nach Turkmenistan zurück. In Istanbul werden die Briten um die versprochenen Dracheneier betrogen, unter denen das eines dringend benötigten feuerspuckenden Kazilik ist. Es gelingt den Briten jedoch, die versprochenen Eier zu stehlen. Auf der Flucht wird unglücklicherweise ein Drachenei zerstört und ein Mitglied von Laurence Besatzung getötet. Die weitere Reise führt sie nach Preußen, das von den napoleonischen Truppen bedroht wird. Die Preußen warten verzweifelt auf die Unterstützung durch das britische Luftkorps, die aber unerklärlicherweise ausbleibt. Trotz der Hilfe von Laurence und Temeraire unterliegt Preußen in der Schlacht von Jena und Auerstedt. Dabei enthüllt sich auch Napoleons neue Verbündete, das Drachenweibchen Lien, die auf Rache für ihren getöteten Partner sinnt. Dies will sie durch die Zerstörung von Temeraires Heimat England erreichen. Schließlich gelingt den Engländern dennoch die Flucht nach Dover, das zu ihrer Überraschung nahezu unbewacht ist.

Band 4: Drachenglanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: Empire of Ivory)

Der Grund für die schwache Verteidigung der englischen Küste ist eine neuartige Seuche, die sich unter den Drachen schnell verbreitet hat. Temeraire litt während der Reise nach China an einer ähnlichen Erkrankung, genas jedoch nach einigen Tagen. Da er sich zu diesem Zeitpunkt in Afrika aufhielt, werden er und Laurence gemeinsam mit ihrer Formation dorthin geschickt, um nach einem Heilmittel zu suchen. Dies wird zwar gefunden, dabei schließen sie aber unfreiwillige Bekanntschaft mit den lokalen Drachenstämmen. Diese leben, ähnlich wie die chinesischen Drachen, in gleichgestellter Gesellschaft mit den Einheimischen. Als Antwort auf die Kolonialisierung Afrikas und den damit verbundenen Sklavenhandel zerstören die afrikanischen Drachen jede Kolonie an der Küste. Laurence und seine Begleiter können zwar entkommen, können die Zerstörung der Kolonien aber nicht mehr verhindern. Glücklicherweise wurde das Heilmittel bereits zuvor in ausreichender Menge gesammelt und nach England geschickt. Wieder dort angekommen, erfährt der bestürzte Temeraire, dass die französischen Drachen auf dem europäischen Festland aus kriegstaktischen Gründen vorsätzlich mit der Krankheit infiziert wurden, indem ihnen ein erkranktes Tier zugespielt wurde. Temeraire beschließt nun, selbst nach Frankreich zu fliegen und einige Proben des heilenden Pilzes dorthin zu bringen, um die Drachen vor dem schleichenden Tod zu retten. Laurence begleitet ihn, obwohl ihm bewusst ist, dass sie damit Hochverrat begehen. Napoléon bietet ihnen an, als Helden in Frankreich zu bleiben, doch sie kehren nach England zurück, um sich ihrer Verantwortung zu stellen.

Band 5: Drachenwacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: Victory of Eagles)

Laurence und Temeraire kehren nach England zurück und werden vor dem Kriegsgericht wegen Hochverrats angeklagt, weil sie das Heilmittel an das verfeindete Frankreich ausgeliefert haben. Während Laurence auf einem Kriegsschiff eingesperrt wird und ihm die Hinrichtung durch den Galgen droht, wird Temeraire in ein walisisches Zuchtgehege beordert, da man auf die Gene eines Himmelsdrachen nicht verzichten will. Als Truppen Napoléons beim Übersetzen auf das englische Festland das Schiff, auf dem Laurence inhaftiert ist, versenken, glaubt Temeraire anfangs fälschlicherweise, dass Laurence dabei ums Leben gekommen sei. Verzweifelt überredet er alle Drachen des Zuchtgeheges, ihm in den Krieg zu folgen und ihn als Anführer des Schwadrons anzuerkennen. Mit dieser Gruppe von Drachen und einigen Hirten, die die Versorgung sicherstellen sollen, bricht er zur Front auf, auch um Informationen zu erhalten. Währenddessen wird Laurence in das Zuchtgehege beordert, um mit Temeraire für den Verlauf der Invasion Napoleons wieder im Luftkorps zu dienen, da die britische Admiralität nun auf sämtliche Kräfte angewiesen ist. Nach einer verzweifelten Suche findet Laurence Temeraire und dessen Schwadron letztendlich und gemeinsam kämpfen sie für England. Nach einer schweren Niederlage bei London zieht sich die englische Armee nach Schottland zurück, wobei sie Taktiken der Franzosen adaptieren und sich auf Kämpfe bezüglich der Versorgungslinien beschränken. Temeraire setzt eine gewisse Ordnung entsprechend Rangbezeichnungen unter den Drachen durch und erreicht zudem, dass diesen erstmals eine eigenständige Besoldung zusteht, sodass auch Drachen mit weniger Patriotismus einen Grund zur Kampfbeteiligung haben. Eine erfolgreiche Schlacht seitens der Engländer unter Führung von Wellesley beendet anschließend die Invasion. Sein Einsatz bewahrt Laurence vor der Hinrichtung, jedoch werden er und Temeraire ins Exil nach Australien gesendet.

Band 6: Drachenflamme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: Tongues of Serpents)

Auf dem Weg in die Verbannung werden Laurence und Temeraire ohne eigene Besatzung von Iskierka und ihrer Besatzung, Tharkay, drei Dracheneiern und mehreren anderen Fliegern in die Sträflingskolonie Australien begleitet, um dort einen neuen Stützpunkt des Korps zu gründen, während sich die Kolonie in unsicheren Machtverhältnissen befindet. Dort schlüpft Caesar, der ausgerechnet Rankin, der Laurence hasst und seinen früheren Drachen vernachlässigt hat, als Kapitän wählt. Rankin wird, da er der dienstälteste Kapitän ist, das Kommando zugesprochen. Rankin, Granby und Laurence bekommen den Auftrag, einen geeigneten Ort für den Stützpunkt zu suchen, während Tharkay für die Ostindien-Kompanie einen Schmugglerweg suchen soll, durch den die Geschäfte unterlaufen werden. Während die Gruppe auf der Suche rastet, wird ihnen allerdings eines der Eier gestohlen. Tharkay denkt, dass die Schmuggler das Ei gestohlen hätten und überzeugt Rankin, die Verfolgung aufzunehmen. Sie überqueren den Kontinent, wobei unter anderem das Klima sie immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Unterwegs schlüpft aus dem verbliebenen Ei ein weiterer Drache. Wegen seiner kümmerlichen Gestalt und seiner scheinbar geringen Überlebenschancen will keiner der mitgereisten Offiziere sein Kapitän werden. Deshalb nimmt sich Demane, einer der eingeborenen Jungen, die Laurence aus Afrika mitgebracht hatte, des Drachen an und gibt ihm den Namen "Kulingile". Am Ayers Rock trifft die Gruppe auf einen fremden Drachen und folgt diesem bis zur Nordküste Australiens. Als sie das Meer erreichen, finden sie dort einen chinesischen Hafen mit einem bereits geschlüpften Drachen. Dieser Hafen ist auch für die Schmugglerware in Sydney verantwortlich, dennoch bleibt die Truppe nach der Reise dort zu Gast. England sieht den Hafen als Bedrohung des Handels und es erscheinen zwei englische Kriegsschiffe, die den Hafen einnehmen oder notfalls zerstören sollen. Dieses Unternehmen wird jedoch durch Seeschlangen vereitelt, die eigentlich für den Transport der Güter von China abgerichtet worden sind. Da die englischen Drachen bei der Abwehr der Seeschlangen geholfen haben, werden sie aus dem chinesischen Stützpunkt verbannt und kehren nach Sydney zurück. Granby reist von dort mit Iskierka auf der Allegiance für den Bericht nach England zurück.

Band 7: Drachengold[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: Crucible of Gold)

Der britische Diplomat Hammond sucht Laurence und Temeraire in ihrer Verbannung in Australien auf und bittet sie um ihre Mithilfe. Sie sollen dabei helfen, die afrikanischen Tswana, Verbündete von Napoleon, davon abhalten, in Brasilien einzufallen. Die Tswana streben die vollständige Befreiung aller entführten und versklavten Afrikaner an. Hierfür sollen beide vollständig rehabilitiert werden. Sie willigen ein und so sollen Temeraire, Kulingile und Iskierka mit ihren Crews auf der Allegiance nach Brasilien gebracht werden. Infolge von Disziplinlosigkeit bricht ein Feuer an Bord aus und das Schiff sinkt, wobei Kapitän Riley, ein alter Freund Laurence´ den Tod findet. Nur ein geringer Teil der Mannschaft kann gerettet werden. Die drei Drachen sehen sich gezwungen, den Rest der Strecke nach Südamerika zu fliegen, vor sich tausende Meilen nur Wasser. Mit letzter Kraft können sie sich auf ein Schiff retten. Hierbei handelt es sich ausgerechnet um die französische Triomphe, auf der Chrétien-Louis-Joseph de Guignes und Juliette Récamier auf dem Weg zu den Inka sind, um dort diplomatische Verhandlungen aufzunehmen. Die Engländer werden auf einer kleinen Insel interniert, um später wieder abgeholt zu werden. Allerdings können Laurence und die anderen alte Schatzkarten auf der Insel ausfindig machen, was es ihnen ermöglicht, den Rest zum südamerikanischen Kontinent zu fliegen.

Im Inkaland treffen sie auf eher feindlich gesinnte Einheimische, die von den Spaniern unter Francisco Pizarro und den Pocken stark dezimiert wurden. Daher behüten die einheimischen Drachen, die den Ayllus vorstehen, die Menschen ganz besonders und argwöhnen stets, dass man sie ihnen wegnehmen wolle. Hammond nimmt diplomatische Kontakte mit den Inka auf. So stellt sich heraus, dass Anahuarque Inka, die Witwe des verstorbenen Sapa Inka von ihren Beratern gedrängt wird, sich möglichst schnell erneut zu verheiraten. Iskierka setzt alles daran, ihren Kapitän Granby zu ihrem neuen Gatten zu machen, was ihn zu einem echten Monarchen machen würde. Obwohl ihm das selbst zuwider wäre, da er homosexuell ist, wie er Laurence gesteht, wäre Granby bereit, diese Ehe zum Wohle Englands einzugehen. Die Vermählung mit der Herrscherin der Inka würde England die Verfügungsmacht über deren beeindruckende Luftstreitkräfte geben, was einen entscheidenden Vorteil im Kampf gegen Napoleon darstellen würde. Doch die Pläne zerschlagen sich: Napoleon selbst erscheint, um Anahuarque zu ehelichen. Den Inka erscheint diese Partie vorteilhafter, die Briten müssen nach Belém fliehen. Sie ziehen weiter nach Rio de Janeiro, das allerdings mittlerweile von den Tswana eingenommen wurde. Laurence drängt Prinz João, den Herrscher über die portugiesischen Kolonien in Brasilien, mit den Tswana zu kooperieren und die Sklaven freizulassen, da die Kolonie nicht gegen die Tswana und Napoleon mit den Inka verteidigt werden könne. Die Sklaven werden also freigelassen und von den Engländern auf Verlangen der Afrikaner zurück in ihre Heimat gebracht.

Am Ende offenbart Gong Su, der chinesische Koch von Temeraire, dass er diesen die ganze Zeit für Prinz Mianning, den chinesischen Kronprinzen ausspioniert habe und schlägt eine Reise an den kaiserlichen Hof vor. Hammond sieht hierin eine Chance für eine Allianz mit China, weshalb Temeraire, Kulingile und Iskierka zusammen mit der aus England eingetroffenen Formation um Lily und Maximus auf der Potentate nach China segeln.

Band 8: Drachenfeind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: Blood of Tyrants)

Vor der Küste Japans, das sich gegenüber der Außenwelt weitestgehend abgeschottet hat, erleidet die Potentate Schiffbruch und Laurence wird von Bord gespült. Er erwacht allein und leidet an retrograder Amnesie; er kann sich an nichts erinnern, was nach seiner Zeit als Kapitän zur See geschehen ist. Er wird von Kaneko aufgenommen, der sich dadurch in einer Zwickmühle befindet. Um dessen Ehre zu retten, flieht Junichiro, einer seiner Schüler, ohne dessen Wissen mit Laurence nach Nagasaki. Temeraire ist unterdessen krank vor Sorge, doch die Suche verzögert sich wegen des Schiffszustands und eines anschließenden Unfalls. Zudem drängt Iskierka ihn, ihr gemeinsames Ei zu beschützen. Schließlich läuft die Potentate ebenfalls Nagasaki an, wo sie nicht nur auf amerikanische Händler, sondern auch auf Laurence treffen. Man ist erschüttert über Laurence´ Gedächtnisverlust und auch wenn Temeraire und Laurence schnell wieder gut miteinander auskommen, meiden ihn die anderen Flieger, um ihn nicht zu sehr mit der bewegten Vergangenheit aufzuregen.

In China angekommen werden Kronprinz Mianning und Laurence nach einem gescheiterten Attentat entführt. Die konservative Fraktion der Chinesen versucht dadurch, die Allianz zwischen England und China, die insbesondere Hammond um jeden Preis herstellen möchte, zu verhindern. Vorher ist bereits Miannings Himmeldrache ermordet worden. Nach der Rettung vor den Entführern werfen diese zur Rechtfertigung ihrer Taten den Engländern vor, dass sie zusammen mit der Ostindienkompanie den Opiumhandel forcieren und eine Rebellion im Norden unterstützen würden. Zur Klärung reist die britische Formation gemeinsam mit Teilen der chinesischen Luftarmee unter dem Kommando von General Chu, einem Drachen, in den Norden. Der dortige General Fela führt Opiumfunde, britisches Material und Leichen als Beweise an, Zeugen und lebende Rebellen sind jedoch nicht zu sehen. Bei einer Erkundung stoßen Teile der Engländer auf den entführten Arkady und geraten alsbald in ein Gefecht, wobei sich die Gegner als Verschwörer unter Befehl Felas entpuppen. Nach der gewonnenen Schlacht und der Befreiung Tharkays, der mit Arkady gekommen war, um sie von Napoleons Russlandfeldzug zu unterrichten, findet Laurence seine Erinnerungen wieder. Die Formation trennt sich und Termeraire und Laurence machen sich mit Teilen der Luftarmee ihrer neuen Allianz nach Russland auf.

Nachdem die Russen trotz der Mithilfe Termeraires und der Chinesen die Schlacht bei Borodino verloren haben, wobei General Chu schwer verwundet wird, sehen sie sich gezwungen, Moskau aufzugeben. Damit die in Moskau gelagerten Vorräte nicht in die Hände der Franzosen fallen, wird die Stadt niedergebrannt. Laurence entdeckt im Anschluss, unter welch katastrophalen Zuständen die russischen Zuchtdrachen gehalten werden. Er drängt General Kutusow dazu, diese Bedingungen zu verbessern. Doch dessen Zusage kommt zu spät: Napoleon ließ die Drachen aus den Zuchtgehegen befreien, die nun ausgehungert über die Vorräte und gar über die Verwundeten der Russen herfallen. Laurence und Temeraire gelingt es nur, Marschall Murat und seinen Drachen Liberté gefangen zu nehmen. Napoleon zieht aufgrund der Versorgungslage nach Süden ab, um die russischen Versorgungslager anzugreifen. Die Verluste unterwegs sowie die Schlachten von Malojaroslawez und Wjasma zwingen ihn weiter zum Rückzug. Das Buch endet mit dem Hinweis auf den bevorstehenden Winter 1812.

Band 9: Drachensieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Originaltitel: League of Dragons)

Im Winter 1812 verfolgen die russischen Streitkräfte Napoleon und seine Armee, die im Zuge der schlechten Versorgungslage, verschärft durch die marodierenden Zuchtdrachen, sowie der Temperaturen stetig Männer und Drachen verlieren. Bei der Überquerung der zugefrorenen Beresina erreichen die Verfolger die Franzosen, Napoleon kann jedoch nach Frankreich entkommen. Die Sieger lagern eine Zeit lang in Wilna, wo Temeraire Teile seiner an der Beresina erbeuteten Wertgegenstände nutzt, um den von den Menschen vernachlässigten Drachen ein Festmahl zu servieren. Er kommt auch in Kontakt mit Wilddrachen, die im Versprechen auf eine Belohnung nach Informationen über die gefangenen preußischen Drachen suchen. Laurence erfährt postalisch vom Tod seines Vaters und lässt sich in einem emotionalem Moment zu einem Affront gegenüber einem russischen Edelmann hinreißen, der auf einem Duell besteht, was beide Seiten nur knapp überleben. Während der Genesungszeit gelingt es einigen preußischen Drachen zu entkommen, doch als sie Wilna erreichen haben sie für Temeraire die Nachricht, dass sein Ei nach Liens Plan gestohlen wurde.

Ohne entsprechende Befehle bricht Temeraire mit Laurence in Richtung Alpen auf, um die Diebe vor dem Erreichen Frankreichs abzufangen. Sie treffen dort auf Iskierka und Granby, die nach einer ähnlichen Nachricht ebenfalls ihren Posten in Spanien verlassen haben. Diese Reaktion war von Lien jedoch beabsichtigt worden und die Verfolger werden von den zahlenmäßig überlegenen Dieben ohne den Vorteil der Überraschung überwältigt und schließlich mit dem Ei nach Fontainebleau gebracht. Sie entdecken unterwegs nicht nur mehrere tausend Dracheneier in den französischen Gehegen, sondern auch Drachen aus aller Welt am Hof, wo Napoleon sie empfängt, um deren guten Ruf (nach der Verteilung des Heilmittels) für seine diplomatischen Bemühungen zu nutzen. Daher legen die Gefangenen es auf eine baldige Flucht an, die ihnen gegen alle Wahrscheinlichkeit auch gelingt, da aus dem Ei Ning schlüpft, die bereits als Junges sowohl Feuer als auch Schall nutzen kann.

Zurück in England erarbeitet Termeraire, von dem fortschrittlichen Miteinander von Drachen und Menschen in Frankreich beeindruckt, zusammen mit Perscitia, dem ersten Drachen im englischen Parlament, und weiteren Drachen eine entsprechende Gesetzesvorlage. Laurence wird wegen seiner Verdienste im Russlandfeldzug zum Admiral befördert und erhält das Kommando über die Luftstreitkräfte beim weiteren Vorrücken in Preußen. Napoleon gelingen zunächst mit seiner neu ausgehobenen Armee noch Siege (Schlacht bei Bautzen), doch nach der Vereinigung der russischen Kräfte mit Österreich und Preußen, der Unterstützung aus China sowie dem Rückzug der Inka und dem Seitenwechsel der Tswana verliert er die entscheidende Schlacht. Es wird Frieden geschlossen und während Napoleon und Lien ins Exil geschickt werden, geht Frankreich an seinen Sohn. Temeraire und Laurence ziehen sich aus dem aktiven militärischen Dienst zurück und überlegen an politischen Ämtern, um die Situation der Drachen weiterhin zu verbessern.

Verfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Jackson, der Regisseur von Der Herr der Ringe und King Kong, sicherte sich die Rechte an einer Verfilmung. Wann und ob die Verfilmung in den Kinos kommt, ist noch nicht bekannt.[2] Zwischenzeitlich hatte Jackson geplant, Die Feuerreiter Seiner Majestät als mehrteilige Fernsehserie zu produzieren.[3] Im Zuge einer Fragerunde am 24. Februar 2016 auf reddit antwortete Naomi Novik auf Fragen zur Verfilmung jedoch, dass die Verfilmungsrechte an sie zurückgegeben worden seien und es bisher keine neuen Pläne diesbezüglich gebe.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. George Leonard Staunton, Vertreter der Britischen Ostindien-Kompanie in Kanton/Guangzhou, Louis Ferdinand von Preußen, Friedrich Ludwig zu Hohenlohe-Ingelfingen, Friedrich Wilhelm III., Napoléon Bonaparte, François-Joseph Lefebvre, Horatio Nelson, 1. Viscount Nelson, Luise von Mecklenburg-Strelitz, William Wilberforce, Moshoeshoe I., Kaiser Jiaqing, Selim III.
  2. Lord of fantasy: Jackson eyeing ‘Temeraire’ at hollywoodreporter.com (Memento vom 5. Dezember 2006 im Internet Archive)
  3. Temeraire: Peter Jackson dreht TV-Serie auf herr-der-ringe-film.de 12. Dezember 2009. Abgerufen am 12. Dezember 2009
  4. Ask me Anything von Naomi Novik auf Reddit Abgerufen am 22. Juli 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]