Die Kriminalfälle des Majors Zeman

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Seriendaten
Deutscher TitelDie Kriminalfälle des Majors Zeman
Originaltitel30 případů majora Zemana
ProduktionslandTschechoslowakei
OriginalspracheTschechisch
Jahr1975
Produktions-
unternehmen
Tschechoslowakisches Fernsehen (Československá televize), Prag
Länge75 Minuten
Episoden30 in 3 Staffeln
GenreKrimi
IdeeJiří Procházka
ProduktionJosef Císař
MusikZdenĕk Liška
Erstausstrahlung1975 auf Tschechoslowakisches Fernsehen
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
9. März 1976 auf Deutscher Fernsehfunk
Besetzung

Die Kriminalfälle des Majors Zeman (Originaltitel: 30 případů majora Zemana ~ Die 30 Fälle des Majors Zeman) ist eine tschechoslowakische Fernsehserie von Jiří Sequens, die von 1974 bis 1979 in 30 Episoden produziert wurde. Die deutsche Synchronisation entstand bei der DEFA. Die Serie wurde ab März 1976 vom Deutschen Fernsehfunk ausgestrahlt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde zum 30. Jahrestag der Gründung des SNB (Sbor národni bezpečnost = Nationales Sicherheitskorps) produziert, das 1945 gegründet wurde. Es bestand seit 1948 aus zwei Abteilungen, der Öffentlichen Sicherheit (Veřejná bezpečnost) und der Staatssicherheit (StB = Statni bezpečnost). Sie spielt im Zeitraum von 1945 bis 1973. Die einzelnen Episoden sind jeweils in sich abgeschlossen. Die Episoden basieren zum Teil auf authentischen Fällen.

Held der Serie ist der kommunistische Fabrikarbeiter Jan Zeman, der im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzungsmacht in ein Konzentrationslager eingeliefert wurde. Auf Anraten von Genossen tritt er 1945 in den SNB ein und wird im Laufe der Serie vom einfachen Polizeibeamten bis zum Major befördert. Er bearbeitet sowohl normale Kriminalfälle als auch Angelegenheiten von Sabotage und Spionage.

Die Serie wurde ab 1976 auch in der DDR ausgestrahlt und im Winter 1987/88 zum letzten Mal wiederholt. Sie kam auch in Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Polen, Kuba, Finnland, Japan, Portugal, der UdSSR und Österreich zur Aufführung.

Kontroverse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Tschechien gab es 1999 anlässlich einer Wiederausstrahlung öffentliche Debatten um die Serie, der vorgeworfen wurde, kommunistische Propaganda zu transportieren und in diesem Zug "politisch Andersdenkende, als Kriminelle darzustellen".[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Filmobibliografischer Jahresbericht der DDR 1976, S. 159.
  • Jiří Procházka: Die Fälle des Majors Zeman, Berlin (Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik) 1989. ISBN 3-327-00803-5
  • o. V.: Major Zeman. "Die Kriminalfälle des Majors Zeman", Booklet als Beilage der DVD-Edition der Firma Icestorm Entertainment, o. O., o. J.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Major Zeman darf wieder gegen Kriminelle und Musiker ermitteln. Streit um alte tschechische TV-Serie, in: Die Welt vom 16. September 1999.